Schorndorf

Krankes Personal: Klinik und Kitas in Schorndorf kämpfen mit Grippe-Welle, RSV und anderen Infekten

Arztrezept
Aktuell sind besonders viele Menschen krank. © Alexander Raths

Es war in den vergangenen Tagen nicht nur sehr kalt, viele Menschen sind aktuell auch krank. Dabei handelt es sich in diesem Winter nicht hauptsächlich um Corona-Patienten. Vielmehr machen sich die Grippe, das RS-Virus und andere Atemwegserkrankungen zurzeit breit. In Betrieben sorgt das aktuell für viele Ausfälle.

Kurz vor den Feiertagen bleibt die Arbeit an den wenigen noch gesunden Kollegen hängen. Besonders kritisch wird das natürlich dort, wo ohnehin schon Not am Mann ist. Gerade in Care-Berufen sind Krankheitsfälle ein hohes Risiko. Wie ist die Lage im Schorndorfer Rems-Murr-Klinikum, in den Verwaltungen oder in den städtischen Kitas?

Klinikum kann Betrieb aufrechterhalten

„Der Krankenstand an unseren Standorten ist gegen Jahresende grundsätzlich höher als im Rest des Jahres“, erklärt Christoph Schmale von der Pressestelle der Rems-Murr-Kliniken. Jede Krankheitswelle, egal ob Corona oder nicht, spiegele sich auch in der Klinik-Belegschaft wider.

Deshalb müssen die Pflegekräfte, die Ärztinnen und die Ärzte aktuell dafür sorgen, dass trotz der Krankheitsausfälle der Betrieb aufrechterhalten wird. Ein Satz, den man seit fast drei Jahren geradezu täglich in den Medien lesen kann.

„Wir müssen unsere Kapazitäten täglich an die Personalverfügbarkeit anpassen und können trotz der sehr hohen Auslastung von teilweise 90 Prozent die Versorgung unserer Patienten gewährleisten“, erklärt Christoph Schmale und führt weiter aus: „Soweit es geht, sind wir auf einen gewissen Ausfall an Arbeitskräften vorbereitet. Aber die aktuelle Situation ist aufgrund der Belastung durch die seit nunmehr fast drei Jahre andauernde Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung.“

Noch keine Kitagruppen geschlossen

Auch die Stadtverwaltung Schorndorf hat die Krankheitswelle voll erwischt, berichtet die Fachbereichsleiterin Personal und Organisation, Cornelia Dietrich. „Auswirkungen sind natürlich, dass manche Bereiche nur noch minimal besetzt sind. Stand heute ist jedoch keine Kitagruppe geschlossen und auch sonst können wir alles am Laufen halten.“

Auch bei der Stadt weiß man, dass um diese Jahreszeit durchschnittlich immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen als sonst. In den vergangenen zwei Jahren seien durch die Maskenpflicht und die sonstigen Einschränkungen kaum Erkältungskrankheiten, Grippe oder Magen-Darm-Infekte zu verzeichnen gewesen. „Dies kehrt jetzt alles wieder zurück“, sagt Cornelia Dietrich.

Home-Office bei milden Verläufen

Und auch wenn klar war, dass eine derartige Krankheitswelle auf uns zukommen könnte, hat die Stadt keine Extra-Vorkehrungen zur Prävention getroffen. „Wie gesagt, waren auch in den Zeiten vor Corona Krankheitswellen um diese Jahreszeit üblich“, merkt Cornelia Dietrich an. Angestellte mit leichten Krankheitsverläufen können auch von zu Hause aus arbeiten, damit sie ihre Kolleginnen und Kollegen nicht anstecken, erklärt die Fachbereichsleiterin.

Es war in den vergangenen Tagen nicht nur sehr kalt, viele Menschen sind aktuell auch krank. Dabei handelt es sich in diesem Winter nicht hauptsächlich um Corona-Patienten. Vielmehr machen sich die Grippe, das RS-Virus und andere Atemwegserkrankungen zurzeit breit. In Betrieben sorgt das aktuell für viele Ausfälle.

Kurz vor den Feiertagen bleibt die Arbeit an den wenigen noch gesunden Kollegen hängen. Besonders kritisch wird das natürlich dort, wo ohnehin schon Not am Mann ist. Gerade

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