Schorndorf

Luxuswohnen statt Künstlerwerkstatt

Augusten
Die Investoren Sandro M. Camilli (l.) und Bernhard Mündler (r.) von der Amadeus Projekt GmbH auf dem baldigen Augustenhof. © Ralph Steinemann Pressefoto

Wo noch bis vor kurzem an der Augustenstraße 13 bis 15 die alte Werkstatt eines Landschaftsgärtners stand und während der Kunstnacht Installationen den Raum füllten, soll schon bald eine exklusive Wohnanlage nebst einem Bürogebäude entstehen. Die Amadeus Projekt GmbH aus Stuttgart hat nach langen Verhandlungen mit dem bisherigen Eigentümer der Fläche endlich den Zuschlag bekommen – gegen einen Millionenbetrag. „Ein Schnäppchen war’s nicht“, konstatiert Sandro Camilli, „sogar etwas teuer“, findet er. Dies, weil der Verkäufer großen Wert darauf gelegt hatte, dass die 3059 Quadratmeter große Fläche nur locker bebaut werden soll. Aber die Geschäftsführer der Amadeus Projekt GmbH sehen in der Fläche Potenzial, der Schorndorfer Markt ist hungrig nach neuen Immobilien, und sie schlugen ein.

Zehn Wohnungen auf rund 1180 Quadratmetern

In zwei Mehrfamilienhäusern sollen nun in Effizienzbauweise zehn Wohnungen mit Flächen zwischen 100 bis 168 Quadratmetern entstehen, dazwischen ein begrünter Innenhof – der Augustenhof, wie die Stuttgarter Investoren nun auch das gesamte Projekt getauft haben. Dazu geplant sind 20 Tiefgaragen- und Garagenstellplätze. Die Preise für die Wohnungen beginnen bei rund 500 000 Euro plus Garagenplätze für Dreizimmerwohnungen. Die obere Preisgrenze mögen die Investoren nicht preisgeben. Immerhin sind schon sechs Wohnungen verbindlich reserviert, darunter auch die beiden Penthouse-Wohnungen – übrigens allesamt von Schorndorfer Familien.

Und weil sie öffentlich nicht die voraussichtliche Kaufsumme der baldigen Wohnungseigentümer verraten mögen, gibt’s dazu keine weiteren Infos. Zu haben sind aktuell noch vier Dreizimmerwohnungen. Werbung haben die Investoren für die Immobilien übrigens keine gemacht. Lediglich ein großes Plakat am Rande der Baufläche macht seit einigen Wochen auf das Vorhaben aufmerksam. Die Mund-zu-Mund-Propaganda in der Stadt steuerte das ihre dazu bei. Und schon liefen reichlich Anfragen ein. „Der Immobilienmarkt in Schorndorf ist wie leer gefegt“, weiß Bernhard Mündler.

Auf der westlichen Seite, in direkter Nachbarschaft zu den Schorndorfer Stadtwerken soll schließlich das Bürogebäude emporwachsen. Das ist verpflichtend, immerhin liegt der Augustenhof im Mischgebiet, eine reine Wohnbebauung wäre hier nicht erlaubt. Auch für dieses laufen bereits über 60 Prozent der Fläche Verhandlungen mit potenziellen Interessenten, berichtet Camilli. Rund um ein großzügiges Entrée auf zweieinhalb Etagen können Büroeinheiten von 200 bis 1272 Quadratmetern abgeteilt werden. Einzelzimmer können hier ebenso gestaltet werden, wie moderne Großraumbüros.

Fertigstellung Ende des kommenden Jahres

Die Baugenehmigung liegt vor, der Startschuss für die Neubebauung des Augustenhofes soll am 1. Juli fallen. Die Rohbauarbeiten sind schon an eine den Investoren gut bekannte Firma aus Ellwangen vergeben. Die Fertigstellung des Wohn- und Bürokomplexes ist für Ende 2021/Anfang 2022 geplant.

Warum sich die Stuttgarter Investoren jetzt in Schorndorf einbringen? Die Schorndorfer Architekten, mit denen sie kooperieren, waren schon seit Jahren mit dem Besitzer des Grundstücks im Gespräch gewesen, berichtet Camilli und so habe man gemeinsam das Projekt an Land gezogen. Abgesehen davon sehen sie in der Daimlerstadt echtes Potenzial: Die Topografie, die S-Bahn-Anbindung nach Stuttgart, auch die innenstadtnahe Lage des Grundstückes, das alles habe sie davon überzeugt, hier zu investieren.

Bei der Amadeus Projekt GmbH handle es sich nicht um einen klassischen Bauträger, so Sandro M. Camilli. Vielmehr träte man als Investor auf, der auch zahlreiche Immobilien halte, vor allem im gewerblichen Bereich. Mehr Informationen zum Projekt gibt’s im Internet unter www.augustenhof-schorndorf.de

Wo noch bis vor kurzem an der Augustenstraße 13 bis 15 die alte Werkstatt eines Landschaftsgärtners stand und während der Kunstnacht Installationen den Raum füllten, soll schon bald eine exklusive Wohnanlage nebst einem Bürogebäude entstehen. Die Amadeus Projekt GmbH aus Stuttgart hat nach langen Verhandlungen mit dem bisherigen Eigentümer der Fläche endlich den Zuschlag bekommen – gegen einen Millionenbetrag. „Ein Schnäppchen war’s nicht“, konstatiert Sandro Camilli, „sogar etwas teuer“,

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