Schorndorf

Müllgestank im Sommer: Tipps gegen die Geruchsbelästigung

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Um üblen Geruch zu vermeiden, sollte man Bioabfall in Papiertüten entsorgen. © Gaby Schneider

Es ist ein Problem, das so gut wie jeder kennt. Im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, fangen Mülltonnen ums Haus schnell an, unangenehm zu stinken. Allen voran die Bioabfälle zersetzen sich bei starker Sonneneinstrahlung schneller und sorgen durch sich vermehrende Bakterien für einen unangenehmen Geruch. Doch auch die eine oder andere Restmülltonne ist davon betroffen und macht den gemütlichen Abend im Garten schnell zur Tortur. Aber was kann man dagegen tun? Stefanie Baudy von der Öffentlichkeitsarbeit der Abfallwirtschaft Rems-Murr gibt nützliche Tipps gegen die Geruchsbelästigung.

Geruch kann auch zu gesundheitlichen Problemen führen

Dass Abfälle im Sommer schnell stinken, ist nichts Neues. Trotzdem fällt es an manchen Tagen ganz besonders auf. Gerade dort, wo mehrere Tonnen auf engem Raum zusammenstehen oder wo Gastronomen ihre großen Müllcontainer lagern. Wie Stefanie Baudy erklärt, ist dem Entsorgungsunternehmen kein Problem der starken Geruchsbelästigung in Schorndorf bekannt. Allerdings müsse man auch immer zwischen gewerblichen und privaten Mülltonnen unterscheiden. Restaurants und Bars können ihre Abfälle zwar auch über die AWRM abholen lassen, dafür müssen diese allerdings „haushaltsähnlich“ sein. „Sollte es sich um Container zur Speiseresteentsorgung handeln, ist das ein Thema, welches nicht über uns abgewickelt wird“, sagt Stefanie Baudy. Dafür müssen die Gastronomen nämlich externe Entsorgungsunternehmen, wie die Firma Refood, beauftragen.

Hauptsächlich Biotonnen machen im Sommer immer wieder Probleme, wie Stefanie Baudy erzählt. Kleinere Speisereste gepaart mit teils feuchten Gartenabfällen sorgen nicht nur für einen unangenehmen Geruch, sondern sind auch der perfekte Nährboden für Fliegen und Maden. Deshalb setzen manche Städte und Gemeinden schon seit einiger Zeit auf Biotonnen mit Filterdeckeln. Die übelriechenden Gase werden bei diesen Tonnen mit Hilfe von Enzymen und Mikroorganismen in geruchsfreie Substanzen umgewandelt. Durch eine doppelte Dichtung wird außerdem verhindert, dass sich Insekten in die Tonne einnisten können. Die AWRM verzichtet jedoch auf den Einsatz solcher Filter, „da hierfür aktuell aus unserer Sicht kein Handlungsbedarf besteht“, teilt die Sprecherin mit. Dafür werden die Biotonnen von Mai bis Oktober wöchentlich geleert. Im Winter hingegen nur alle 14 Tage. Es mache wirklich Sinn, so Baudy, die Abfälle jede Woche rauszustellen, auch wenn die Tonnen nicht immer voll sind.

Die beim Faulen entstehenden Pilze können vor allem für immunschwache Menschen und Allergiker zum Problem werden. Um gesundheitliche Schäden vermeiden zu können, gibt es einige Tipps des regionalen Entsorgers.

Im Sommer sollte die Biotonne einen schattigen Stellplatz bekommen, wie Stefanie Baudy mitteilt. Störende Gerüche treten nämlich hauptsächlich dann auf, wenn die Biotonne warm wird und mit feuchten Abfällen befüllt ist. Die Fäulnisvorgänge werden durch die Kombination von Wärme und Nässe begünstigt. Um die Feuchtigkeit in der Tonne weitestgehend zu vermeiden, empfiehlt die Abfallwirtschaft Rems-Murr, feuchte Abfälle in Zeitungspapier oder Papiertüten einzuwickeln. „Auch Zwischenschichten aus geknüllten Zeitungen oder kleinen Ästen verbessern die Durchlüftung.“

Wer zufällig Branntkalk oder Gesteinsmehl zur Hand hat, kann auch das über seine Bioabfälle streuen. Das schade der weiteren Verarbeitung des Abfalls nicht, erklärt die AWRM-Sprecherin.

Generell sollte die Biotonne am besten nach jeder Leerung gereinigt werden. In zahlreichen Internetportalen ist vom Ausspülen mit gesammeltem Regenwasser die Rede. Lavendel-, Orangen- oder Teebaumöl am Tonnenrand sollen laut Stefanie Baudy für einen besseren Geruch sorgen. Gleichzeitig sollen dadurch Fliegen ferngehalten werden.

Mülltonnen können auch von Dienstleistern gereinigt werden

Im Baumarkt oder bei Onlinehändlern gibt es teilweise sogar künstliche Mülleimer-Deos zu kaufen. Das Umweltbundesamt warnt allerdings vor übermäßigem Einsatz dieser Duftstoffe, weil über deren Wirkung vergleichsweise wenig bekannt ist. Im Extremfall können sie bei Menschen, entweder über die Atemwege oder durch bloße Berührung der besprühten Fläche, zu allergischen Reaktionen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und gereizten Augen führen. Außerdem sind sie, so das Umweltbundesamt, teilweise nur schwer natürlich abbaubar und könnten sich in der Umwelt anreichern. Ohnehin überlagern die Deos den Müllgeruch eher, als ihn zu verdrängen.

Wer seine Mülltonnen nicht selbst reinigen will, kann auf externe Dienstleister zurückgreifen. Diese putzen die verschmutzten Tonnen in vorher abgemachten Intervallen, beispielsweise monatlich, aus. Dafür verwenden die Firmen spezielle Fahrzeuge, da das Abwasser aus Müllresten separat entsorgt werden muss. Eine Auflistung der im Kreis aktiven Tonnenreiniger findet man auf der Website der Abfallwirtschaft Rems-Murr. Für Schorndorf bietet unter anderem die Firma Cleansmen ihre Dienste an.

Auch Verpackungen von Nahrungsmitteln, die in die Gelbe Tonne gehören, können Probleme mit dem Geruch machen. Daher empfiehlt die AWRM, diese gründlich auszuspülen, bevor sie entsorgt werden. „Auch sollten die Verpackungen am besten in Tüten entsorgt und nicht lose in die Tonne gegeben werden.“ Die schwarzen Restmülltonnen hingegen sollten eigentlich keine großen Probleme mit Gestank machen. Denn mit Ausnahme von Windeln und anderen Hygieneartikeln kommen dort hauptsächlich geruchsneutrale Abfälle hinein, erklärt Stefanie Baudy.

Es ist ein Problem, das so gut wie jeder kennt. Im Sommer, wenn die Temperaturen steigen, fangen Mülltonnen ums Haus schnell an, unangenehm zu stinken. Allen voran die Bioabfälle zersetzen sich bei starker Sonneneinstrahlung schneller und sorgen durch sich vermehrende Bakterien für einen unangenehmen Geruch. Doch auch die eine oder andere Restmülltonne ist davon betroffen und macht den gemütlichen Abend im Garten schnell zur Tortur. Aber was kann man dagegen tun? Stefanie Baudy von der

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