Schorndorf

Max-Planck-Gymnasium Schorndorf für Schulsanitätsdienst ausgezeichnet

Schulsanitätsdienst
Bei der Verleihung konnten die jungen Ersthelferinnen und Ersthelfer demonstrieren, was sie im Schulsanitätsdienst gelernt haben. © DRK

Seit vielen Jahren funktioniert der Schulsanitätsdienst am Max-Planck-Gymnasium (MPG) hervorragend. Schüler werden regelmäßig ausgebildet, um bei Notfällen Erste Hilfe leisten zu können. Es gibt Dienstpläne für jeden Tag. Das DRK würdigte das Engagement des MPG und verlieh zum ersten Mal im Rems-Murr-Kreis die Plakette „Schule mit ausgezeichnetem Schulsanitätsdienst“.

Urkunden überreichen ist meist mit Händeschütteln verbunden. Beim JRK (Jugendrotkreuz) ist es anders. Hier werden Hände verbunden und aus der Verleihung einer Plakette wird ein Fest für die rund 60 Schüler des Max-Planck-Gymnasiums, bei dem Wunden geschminkt, Notfälle simuliert werden und Erste Hilfe geleistet wird. „Wir haben am Morgen noch neue Schulsanitäter ausgebildet“, sagt Lehrer Jan Möhrmann. Am Nachmittag stellen die Schule und das Rote Kreuz dann bewusst jene ins Rampenlicht, die täglich auf dem Schulhof ihren Dienst tun.

Denn Heidrun Hellmuth und Nina Siegle vom Jugendrotkreuz wollten eben keine kurze Übergabe, sondern gemeinsam mit der Schule ein Event präsentieren. „Für uns ist das etwas ganz Besonderes, denn ihr seid die Ersten, die wir auszeichnen dürfen.“ Im Vorfeld wurden fünf Wunden und Verletzungen geschminkt, vom blauen Fleck bis zum tiefen Riss. So konnte der Nachwuchs direkt demonstrieren, was er gelernt hat. Die Schüler der Klassen neun bis elf machen sich ans Werk, verbinden Wunden, spenden Trost und sorgen für Sicherheit.

Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung

Regelmäßig macht das Team um Jan Möhrmann und Tamara Ripper Aus- und Fortbildungen, bietet ein definiertes Alarmierungs- und Dienstplankonzept, verbunden mit Erste-Hilfe-Ausbildungen auch für die Lehrerschaft, an. Für diese sei der DRK-Schulsanitätsdienst ein enormer Vorteil: „Engagierte Schulsanitäter sind für uns wahnsinnig wertvoll, denn sie sorgen für Sicherheit und entlasten Lehrerinnen, Lehrer und Sekretariat.“ Häufig komme es zu Sportverletzungen, Verstauchungen, Übelkeit und Bauchweh. Dann greifen die Schulsanitäter ein und leisten Erste Hilfe. Dafür haben sie eine spezielle Ausrüstung sowie ein Sanizimmer. „Die wissen immer, was zu tun ist.“ Lehrer und im Notfall auch der Rettungsdienst werden von den Schülern benachrichtigt. Sie übernehmen Verantwortung und profitieren von ihrem Engagement.

„Es ist faszinierend zu sehen, wie Kinder aufblühen und als Schulsanitäter vorangehen. Es stärkt ihr Selbstbewusstsein, wenn sie ausgebildet sind und helfen können“, sagt Tamara Ripper. Genau das gehöre zum Konzept, bestätigt DRK-Jugendreferentin Heidrun Hellmuth. Dem Roten Kreuz sei es ein besonderes Anliegen, Erste-Hilfe-Themen früh zu vermitteln und auch die Lehrer mit ins Boot zu holen. Auch der DRK-Ortsverein Schorndorf mischt mit. Philip Falliano vom Schorndorfer Jugendrotkreuz rückt in seiner Funktion als stellvertretender Kreisjugendleiter mit einem Krankenwagen an.

Denn Nina Siegle vom DRK simuliert einen Schwächeanfall und wird kurz vor der Übergabe der Plakette ohnmächtig. Ein Schüler ruft mit einem präparierten Handy die Integrierte Leitstelle an. Jan Möhrmann mimt den Disponenten und schickt einen Rettungswagen los. Kurz flackert Blaulicht auf und Philip Falliano leistet Erste Hilfe.

Neben Verbandszeug bringt er die Plakette mit und überreicht sie an Jan Möhrmann und den Helfer-Nachwuchs. Dabei ist Falliano selbst überrascht, so viele Schulsanitäterinnen und –sanitäter anzutreffen. Denen zeigt er im Anschluss den Krankenwagen des Ortsvereins. Er erläutert, wann ein wirklicher Rettungswagen des Regelrettungsdienstes ausrückt und wann der Ortsverein hilft. Er dankt allen engagierten Kräften für ihr tolles Engagement. Jan Möhrmann verspricht, sie werden einen schönen Platz für diese Auszeichnung finden. „Wir hängen sie dort auf, wo möglichst viele Menschen sie sehen können.“ Denn auf den Schulsanitätsdienst ist das MPG stolz. Der ist ausgezeichnet.

Seit vielen Jahren funktioniert der Schulsanitätsdienst am Max-Planck-Gymnasium (MPG) hervorragend. Schüler werden regelmäßig ausgebildet, um bei Notfällen Erste Hilfe leisten zu können. Es gibt Dienstpläne für jeden Tag. Das DRK würdigte das Engagement des MPG und verlieh zum ersten Mal im Rems-Murr-Kreis die Plakette „Schule mit ausgezeichnetem Schulsanitätsdienst“.

Urkunden überreichen ist meist mit Händeschütteln verbunden. Beim JRK (Jugendrotkreuz) ist es anders. Hier werden

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