Schorndorf

Max-Planck-Gymnasium Schorndorf: Schüler weiter für Ukraine-Krieg sensibilisieren

Schülersprecher
Zwei von drei Schülersprechern des Schorndorfer Max-Planck-Gymnasiums: Sebastian Goltz und Mila Stajic. © Gabriel Habermann

„Das war schon beeindruckend, wie viele Schüler und Lehrer sich zu einem Peace-Zeichen geformt haben“, erinnert sich Schülersprecherin Mila Stajic aus der Kursstufe 1. Vor etwas mehr als zwei Wochen hatte die SMV des Max-Planck-Gymnasiums (MPG) eine Friedenszeichen-Aktion auf die Beine gestellt und auf dem Sportplatz mehr als 700 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zusammengebracht, um ein Peace-Zeichen aufzustellen (wir berichteten), und so für ein spektakuläres Bild gesorgt.

Aufwendige Vorbereitung

Sebastian Goltz, ebenfalls aus der Kursstufe 1, blickt noch mal auf die Vorbereitungen für diese Aktion zurück: „Anlass für uns, ein Zeichen für den Frieden zu setzen, war natürlich der Krieg in der Ukraine.“ Aber es sollte um mehr gehen, „nicht ‘nur’ um den Frieden in der Ukraine, sondern um den Weltfrieden“. Der 16-Jährige ist seit 2021 Schülersprecher am MPG und wird seit diesem Schuljahr von Tim Schuster (18 Jahre; Kursstufe 2) und Mila Stajic (17 Jahre) unterstützt. Die Schulleitung habe das Vorhaben, das die Schülersprecher des MPG organisiert hatten, sofort unterstützt. „Die aufwendige Vorbereitung hatte sich wirklich gelohnt, und wir haben ein gutes Feedback erhalten“, so Sebastian Goltz und nennt die Fakten: Der Kreis hatte einen Durchmesser von 60 Metern. Am Vortag der Aktion hatten Schüler mit einem gespannten Seil und Straßenkreide den Kreis und die drei Linien perfekt vorgezeichnet. Wegen des nach wie vor umgehenden Coronavirus galt es, Vorkehrungen zu treffen. Klassen gleicher Klassenstufe standen nebeneinander, damit die Gefahr einer Corona-Infektion unter den Schülern, die normalerweise nichts miteinander zu tun haben, minimiert wurde. „Das hat uns selbst gefreut, dass das so ablief“, sagen die Schülersprecher. „Dass fast die ganze Schule bei der Aktion dabei war, zeigt, dass sich sehr viele Menschen Frieden auf der Welt wünschen.“

Der russische Angriff auf die Ukraine ist nach wie vor das Topthema. „Es wird viel im Unterricht darüber gesprochen“, berichtet Sebastian Goltz. Es herrsche Redebedarf, fügt Mila Stajic hinzu: „Das merkt man schon – egal in welcher Klassenstufe oder in welchem Fach.“ Ob die SMV noch mal eine weitere Friedensaktion plant, stehe derzeit noch nicht fest. Im Moment wolle man „als Beispiel vorangehen, Vorbild sein und für die schlimmen Geschehnisse in der Ukraine sensibilisieren und die Themen ansprechen“, so die 17-Jährige.

Friedenstauben mit Wünschen

Im Foyer des MPG hat die Fachschaft Religion ein großes Banner aufgespannt. „Da können die Schüler sich eine Papiertaube nehmen, ihre Sorgen und Ängste darauf schreiben oder ihre Friedensbotschaft vermitteln und dann an der Plakatwand befestigen“, erklärt der Schülersprecher. Tatsächlich werde während der Pausen oder schon vor Schulbeginn fleißig geschrieben und die Wand befüllt. „Sie hängt gerade mal etwa eine Woche und ist schon fast voll.“ Teilweise haben die Schüler die Tauben in den blau-gelben Farben der ukrainischen Flagge angemalt. Zu lesen ist beispielsweise: „Make love, no war“; „Frieden auf Erden“; „Wann ist es endlich vorbei?“ oder „Was passiert mit all den Kindern?“ – Fragen, die wohl niemand beantworten kann, die aber die Schülerinnen und Schüler beschäftigen. Es gebe am MPG eine Anlaufstelle, in der Schulsozialarbeiter den Schülern mit Rat und Tat bei Fragen zur Seite stehen. Man könne aber auch gerne zu den Schülersprechern kommen, wenn man etwas auf dem Herzen habe oder über die Kriegsgeschehnisse reden möchte, bieten die Schülersprecher an.

„Das war schon beeindruckend, wie viele Schüler und Lehrer sich zu einem Peace-Zeichen geformt haben“, erinnert sich Schülersprecherin Mila Stajic aus der Kursstufe 1. Vor etwas mehr als zwei Wochen hatte die SMV des Max-Planck-Gymnasiums (MPG) eine Friedenszeichen-Aktion auf die Beine gestellt und auf dem Sportplatz mehr als 700 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zusammengebracht, um ein Peace-Zeichen aufzustellen (wir berichteten), und so für ein spektakuläres Bild

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