Schorndorf

Mehr Parkplätze am Bürgerhaus Walkersbach

2161de4d-519a-4f95-bfce-dbb79845b4bf.jpg_0
© Habermann / ZVW

Plüderhausen. Noch in diesem Jahr soll der Schotter-Parkplatz rechts vom Bürgerhaus Walkersbach neben der Einmündung der Sonnenhalde mit feinem Splitt versehen werden. Plüderhausen beantragt außerdem beim Verband Region Stuttgart eine Förderung für einen naturnahen Spielplatz am Walkersbach. Das beschloss der Gemeinderat nach einem Antrag der FW-FD-Fraktion zum Ausbau weiterer Parkplätze ums Bürgerhaus Walkersbach.

„Bei allen Veranstaltungen, die im Bürgerhaus stattfinden, ist es für die Besucher problematisch, eine Parkmöglichkeit zu finden“, schreibt die Walkersbacher Gemeinderätin und Ortswartin Gerda Rost in dem Antrag der FW-FD-Fraktion auf Ausbau weiterer Parkplätze rund ums Bürgerhaus Walkersbach. Bei Veranstaltungen des Bürger-, des Theater- oder Musikvereins, der Feuerwehr, beim Hobbykünstlermarkt oder sonstigen Veranstaltungen würden Parkplätze gebraucht, heißt es in dem Antrag weiter. „Aus diesem Grund ist es unerlässlich, die Parkmöglichkeiten entlang der Sonnenhalde weiter zur Verfügung zu haben. Für eine Sperrung gibt es keinen Grund“, so der Antrag. Die Gemeinde hatte bei vergangenen Theatervorstellungen in Teilen der Sonnenhalde Parkverbote verhängt.

Spielplatz auflösen und an anderer Stelle neu anlegen

Gerda Rost und die FW-FD-Fraktion beantragten, den Spielplatz zur Talstraße hin aufzulösen und dort Parkplätze anzulegen. Spielgeräte wie Sandkasten, Turnstangen, Basketballkorb und anderes könnten entlang des Backhauses bis zum Bolzplatz als Spielplatz oder Spielstraße angelegt werden. Außerdem sei zu prüfen, ob mit Blick auf die Gartenschau für eine Neuanlage des Spielplatzes ein Zuschuss generiert werden könne. So weit der Antrag der Fraktion.

Grundsätzlich hielt die Verwaltung in den Sitzungsunterlagen fest: „Dass nördlich des Bürgerhauses entlang der Sonnenhalde weiterhin geparkt werden kann, wird seitens der Gemeinde und seitens des Landratsamts nicht grundsätzlich infrage gestellt.“ Aber, hakte Gerda Rost nach, ab 22 Uhr darf voraussichtlich mit einer neuen Benutzungsordnung bei Veranstaltungen nicht mehr im Abschnitt der Sonnenhalde vom Bürgerhaus bis zur Kurve geparkt werden. Messungen des Landratsamts hatten ergeben, dass die Abfahrtsgeräusche der Fahrzeuge nach 22 Uhr die zulässigen Grenzwerte überschreiten. Die Anregung, neue Parkplätze in der Nähe des Bürgerhauses auszuweisen, gehe auf das Landratsamt zurück, ergänzte die Walkersbacher Ortwartin zum Antrag. Es hatte Klagen über Lärm nach Veranstaltungen beim Parken in der Sonnenhalde gegeben.

20 000 Euro für den Schotterparkplatz

Als Lösungsmöglichkeiten schlug die Verwaltung vor, die Schotterfläche rechts der Einmündung der Sonnenhalde, wo bei Veranstaltungen ohnehin geparkt wird, mit feinem Splitt zu versehen. Die Kosten dafür wurden auf 20 000 Euro geschätzt.

Außerdem wurde eine Vergrößerung der Park- und Veranstaltungsfläche links unterhalb des Bürgerhauses und ein Schallschutz beim Haupteingang des Bürgerhauses zur Sonnenhalde hin aufgegriffen. Die Verwaltung sah mit der Fläche gute Möglichkeiten verbunden. Sie führte einen Schall- und Sichtschutz durch eine Gabionenwand und eine größere Überdachung am Haupteingang, die Umgestaltung des Spielplatzes und der Zufahrt, das Anlegen von sieben senkrechten Parkplätzen von der Talstraße aus sowie den Bau von 16 Parkplätzen beim Backhaus an. Sie bezog auch die Parkplätze auf der bisherigen Schotterfläche an der Einmündung der Sonnenhalde mit ein.

Antrag: Naturnahe Spielmöglichkeit in Walkersbach

Weiterhin wurde der Hinweis der Walkersbacher Ortswartin aufgenommen, dass der Platz zwischen Bürgerhaus und Talstraße bei Veranstaltungen wie der Salzkuchenhocketse wertvoll sei und dann nutzbar sein sollte, also nicht nur als Parkplatz deklariert werden sollte.

Auch das Thema Spielmöglichkeiten griff die Verwaltung auf. Am Walkersbach zwischen Bürgerhaus und Bolzplatz schlug sie dem Antrag folgend naturnahe Spielmöglichkeiten vor. Die Gesamtkosten aller Maßnahmen wurden auf 200 000 Euro geschätzt.

Zur Entscheidung warf die Verwaltung unter anderem die Fragen auf, ob der Haupteingang zum Bürgerhaus umgestaltet werden soll, ob und in welchem Kostenumfang Spielmöglichkeiten in Richtung Bolzplatz gewünscht sind, in welchem Maß sie an der bisherigen Stelle erhalten bleiben oder für Veranstaltungs- und Parkplätze umgebaut werden sollen. Weiterhin zu entscheiden war auch, ob insbesondere für einen Spielbereich am Walkersbach ein Förderantrag beim Verband Region Stuttgart gestellt werden soll.


Das sagen die Gemeinderäte

Im Gemeinderat betonte Bürgermeister Andreas Schaffer, es handele sich um eine Studie und noch nicht um eine Planung. Der Vorschlag solle im Zuge der Haushaltsplanberatung verifiziert werden.

Die Walkersbacher Ortswartin Gerda Rost wies darauf hin, dass die zusätzlichen Parkplätze auf der Schotterfläche schon lange vor dem Streit naheliegend waren. Die Gabionenwand, so die Ortswartin, könnte in Eigenleistung mit den Walkersbacher Vereinen noch in diesem Jahr vor dem Hobbykünstlermarkt erstellt werden.

Klaus Harald Kelemen sprach von einer „Tragik“. Ein Bürger habe hierher gebaut und führe seitdem „einen Feldzug“ gegen die Vereine. Er erinnerte daran, dass die Polizei gerufen und das Thema mehrfach im Gemeinderat diskutiert wurde, so der SPD-Rat sinngemäß. Er bedauere das. Die Fraktion werde den Parkplätzen östlich der Sonnenhalde zustimmen, aber nicht als überplanmäßige Ausgabe. „Ob man da dieses Jahr noch den Bagger braucht, das bezweifeln wir.“ Kelemen bat zu prüfen, in welchen Umfang die Sonnenhalde zum Parken genutzt werden kann. Einen Antrag beim Verband Region Stuttgart für die Förderung eines naturnahen Spielbereichs befürwortete er.

Claudia Jensen (FW-FD) wies im Zusammenhang mit dem Antrag auf die Probleme mit der Nachbarschaft sowie auf Schall- und Sichtschutz hin. Auch Wünsche der Feuerwehr seien eingeflossen. „Wir müssen uns dem Problem stellen und einen Schall- und Sichtschutz machen.“ Claudia Jensen sprach sich für den Förderantrag und für einen Spielbereich aus.

Erich Wägner (GLU) hielt die Planung zum Schotterplatz für realisierbar und hieß es gut, die Gabionenwand mit Eigenleistungen zu bauen. Er sprach sich zudem für einen Förderantrag aus. „20 000 Euro sind schon hochgegriffen“, wandte Gerda Rost (FW-FD) zur Instandsetzung der Schotterfläche rechts der Einmündung der Sonnenhalde ein. In Walkersbach heiße es: ,Für die Gartenschau ist für Plüderhausen viel Geld da. Nun muss man auch etwas machen für Walkersbach.‘

„Die Parksituation bei Veranstaltungen ist immer ein bisschen schwierig“, fand Ulrich Scheurer (CDU) und ergänzte: „Immer, wenn Walkersbach in der Vergangenheit etwas wollte, standen wir da.“

Sein Fraktionskollege Markus Proschka sprach sich für die Herstellung der Parkplätze rechts des Bürgerhauses aus, die Zielplanung solle man erst 2019 machen, sagte er mit Blick auf die Gartenschau.

Die Gemeinderäte beschlossen schließlich mehrheitlich, die Schotterfläche rechts neben der Sonnenhalden-Einmündung in diesem Jahr instandzusetzen, beim Verband Region Stuttgart eine Förderung für einen naturnahen Spielbereich mit Gesamtkosten von 35 000 Euro zu beantragen und die weiteren Fragen nach der Sommerpause zu beraten.