Schorndorf

MPG-Haustiere: Gehegt und gepflegt

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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf
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Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. © Ramona Adolf

Schorndorf. Nebenfach: Misten, kuscheln, füttern. Eine kleine Gruppe Schülerinnen und Schüler sorgt am Max-Planck-Gymnasium für die Haustiere der Schule. Die Mädels kümmern sich um die niedlichen Nager, die Jungs pflegen Schrecken und Amphibien. Jedem das Seine.

Wüstenrennmaus Flecky turnt auf Sofias Schultern herum, kitzelt sie am Nacken, schnuppert, trippelt. „Die waren nicht immer so zutraulich“, berichtet Charlotte, die ein langhaariges Meerschweinchen krault. Vor rund zweieinhalb Jahren haben die Mädchen die Patenschaften für die Nagetiere des Max-Planck-Gymnasiums übernommen. Da musste erst mal Beziehungsarbeit geleistet werden, berichten sie. Inzwischen aber freuen sich die Nager, wenn ihre Pflegerinnen kommen. Da wird aber nicht nur gekrault und ausgemistet. Wessen Fell recht üppig wuchert, bekommt auch schick die Haare gekämmt und ab und an einen Haarschnitt. Die drei Mädchen kennen sich aus. Sie wissen auch, dass die Mäuse lieber nicht so viel angefasst werden. „Wenn man sie zu oft rausnehmen würde, würden sie auch beißen“, erklärt Sofia. Aber inzwischen haben die Mädels aus der 7. Klasse ein Gefühl für ihre Schützlinge bekommen.

Mäuse und Meerschweinchen machen Urlaub bei Pflegerinnen

Dauern die Ferien mal nur eine Woche, kümmert sich die Biolehrerin Ulrike Krauter um die Nager, gibt’s mehr freie Tage am Stück, werden die kuscheligen und wuseligen Tiere unter den Mädchen aufgeteilt. „Dann muss man halt auch die Ferien über zu Hause sein“, erklärt Sofia. Damit die Schülerinnen die Tiere in der großen Pause versorgen können, haben sie einen „Bio-Ausweis“. Mit diesem in der Hand haben sie auch in den Pausen Zugang zu den Schulgängen, in denen die Tiere wohnen.

Marian und Nils aus der achten Klasse kümmern sich um die weniger possierlichen Tierchen. In einem luftigen Käfig lebt eine Gruppe peruanischer Gespenstheuschrecken. Die Insekten sehen wahrlich gefährlich aus. Und das ist schon die erste Lektion in Sachen Biologie: Sie ahmen optisch Skorpione nach. Mit dieser Ähnlichkeit, die der Biologe Mimikry nennt, halten sie sich mögliche Fressfeinde vom Leib. Zu futtern gibt’s reichlich Blätter, zum Durstlöschen reicht es den Schrecken, wenn der Käfig mit etwas Wasser besprengt wird.

Nebenan wartet Luke, ein Axolotl, auf sein Mittagessen. Der mexikanische Schwanzlurch freut sich über rote gefrorene Zuckmückenlarven. Die Besonderheit des Lurches: Im Gegensatz zu anderen Tieren seiner Gattung bleiben seine Kiemen lebenslang außerhalb seines Körpers. Damit bleibt er immer im Jugendstadium. Auch nicht schlecht irgendwie. Und dann sind da noch zwei südafrikanische Krallenfrösche. „Die haben wir sogar selbst großgezogen“, berichtet Biologielehrer Steffen Kauer, der die 13-jährigen Jungs ins Tierpflegerboot geholt hat. Inzwischen haben die Krallenfrösche fünf Jahre auf dem oliv-braunen Buckel, haben aber eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren.

Lebendige Tiere machen Biologieunterricht zum Event

Steffen Kauer und die anderen Biolehrer sind sehr froh, dass sie an der Schule nicht nur ausgestopfte Tiere beherbergen. „Das ist einfach etwas ganz was anderes, wenn die Schüler beim Thema Amphibien wirklich ein Lebendiges aus der Nähe betrachten können.“ Sonst sei das ja beinahe nur auf Krötenwanderungen möglich. Gleiches gelte für die Insekten. „Die kann ich rausnehmen und den Schülern auf den Tisch setzen.“ Da sei ein ganz anderes Begreifen möglich. Dass die Schüler Patenschaften für die verschiedenen Tiere übernommen haben, entlaste die Lehrer ungemein, schließlich müssten sie anderenfalls selbst die Versorgung in die Hand nehmen.

Natürlich gibt’s bei der Tierpflege auch einen positiven Nebeneffekt für die Schülerinnen und Schüler: „Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und auf die Bedürfnisse der Tiere einzugehen.“ Unter der Anleitung der Erwachsenen lernen sie, was artgerechte Tierhaltung heißt. Also: für alle ein Gewinn. Nicht zuletzt für die Tiere, im Speziellen für die niedlichen Nager, die auf diese Weise neben der Versorgung mit Futter reichlich Streicheleinheiten bekommen.

Die Rennmäuse

Im Ursprungsgebiet leben Rennmäuse in vielköpfigen Familienverbänden.

Sie bewohnen ein weit verzweigtes Gangsystem, das bis zu 1,5 m unter die Erdoberfläche reicht und ständig erweitert wird.