Schorndorf

Nach Großbrand: Gärtner gerührt von Anteilnahme

Brand Gropper
Nach dem Brand sperrte die Kriminalpolizei den Ort des Geschehens ab. Auch am Donnerstag waren die Ermittler wieder da, neue Erkenntnisse gibt es aber keine. © Habermann / ZVW

Remshalden. Keine neuen Ergebnisse hat die Polizei bislang zum Brand in den Gewächshäusern der Gärtnerei Gropper in Remshalden-Geradstetten. Inhaber Martin Gropper nennt das, was er währenddessen erlebt, „herzergreifend“.

Seit dem Brand am frühen Mittwochmorgen in seinem Gärtnereibetrieb hat Martin Gropper in allem Elend sehr positive Erfahrungen gemacht. „Viele Kunden stehen mit Tränen in den Augen hier“, sagt er. Er erlebe viel Rückhalt und bekomme konkrete Hilfsangebote. Gedanken machen sich viele Leute unter anderem auch um die Tiere, die er in seinen Gewächshäusern hält.

Einige Tiere werden jetzt abgegeben

Die Vögel und vor allem die Kaninchen sind das Hobby des passionierten Kleintierzüchters. Gropper nennt sie das „I-Tüpfele“ seines Konzepts der „Erlebnisgärtnerei“. Keines der Tiere kam bei dem Brand in den Gewächshäusern zu Schaden. Einen größeren Teil der Tiere will Martin Gropper jetzt abgeben und hat dafür schon Abnehmer bei verschiedenen Kleintierzuchtvereinen. „Im Brandbereich will ich die Tiere nicht mehr halten“, sagt er.

"Wir wollen euch in Remshalden nicht verlieren"

Mindestens ein Viertel der rund 2500 Quadratmeter umfassenden Gewächshäuser ist durch den Brand zerstört. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 50 000 Euro. Wie es mit der Gärtnerei weitergeht, ist noch offen. Martin Gropper berichtet, dass viele sagen: Wir wollen euch in Remshalden nicht verlieren. „Das war unheimlich herzergreifend“, sagt er zum allgemeinen Zuspruch. Er dankt den Einsatzkräften von Feuerwehr und DRK, die ab 4 Uhr morgens teilweise mehrere Stunden vor Ort waren, für ihre Arbeit: „Sie haben Schlimmeres verhindert.“

Überwachungskamera hat Aufnahmen gemacht

Gropper, seine Lebensgefährtin und die Mitarbeiter sind immer noch dabei, sich nach dem Brand zu sammeln. Die Kriminalpolizei war am Donnerstag erneut vor Ort. Die Beamten hätten sich die Aufnahmen der Überwachungskameras kopiert, sagt der Gärtnerei-Inhaber. Selbst sei er in all dem Chaos noch gar nicht dazu gekommen, zu schauen, ob es darauf Beweise gibt, die seinen Verdacht untermauern könnten, dass es sich um Brandstiftung handelt.

Wohl keine schnellen Ergebnisse

Die Polizei konnte am Donnerstag keine neuen Erkenntnisse zur Brandursache vermelden. Am Freitag soll nun ein Spezialist vom Landeskriminalamt den Brandort untersuchen. Schnelle Ergebnisse werde man dabei aber wohl nicht bekommen, dämpft Polizeisprecher Rudolf Biehlmaier die Erwartungen.