Schorndorf

Neu in Schorndorf: Ristorante da Santino in der Traditionsgaststätte „Harmonie“

santino
Wilhelm Gruber, Vorsitzender des Gesangvereins Harmonie, ist froh, mit Santino Magno (rechts) einen neuen Pächter für die „Harmonie“ gefunden zu haben. © Buettner

Das Flair in der Moserstraße war schon immer irgendwie italienisch, jetzt hat die „Harmonie“ nachgezogen: Mit Santino Magno hat der Gesangverein Harmonie, dem das Gebäude in der Altstadt seit Anfang der 1960er Jahre gehört, einen neuen Pächter gefunden. Ulrich Nuding, der hier zuletzt zehn Jahre lang Schwäbisches auf der Speisekarte stehen hatte, hat sich im Februar aus Altersgründen zurückgezogen. Vier Bewerber für die Gaststätte mit den Außensitzplätzen auf dem Kopfsteinpflaster gab es, letztendlich hat Santino Magno den Zuschlag bekommen.

Und er ist kein Unbekannter in der Gastroszene im Remstal: Fünf Jahre lang hat der 57-Jährige das Ristorante Da Santino im Schützenhaus Beutelsbach betrieben. Im Oktober 2021 ist er dort raus, weil der Pachtvertrag Ende März 2022 ausgelaufen und die Pacht deutlich erhöht worden wäre. Jetzt bietet er seine süditalienischen Speisen und Weine in Schorndorf an.

Von Schnitzel mit Pommes bis Pizza

Dass hier ausgerechnet Paniertes Schnitzel mit Pommes und Salat ganz oben mit Kreide auf die Tageskarten-Tafel geschrieben ist, das ist für den Wirt dabei kein Widerspruch: „Das ist auch italienisch“, sagt Santino Magno, der aber natürlich auch Rigatoni mit Hackfleisch-Schinken-Soße, Tagliatelle Mare e Monti, Spaghetti aus dem Parmesan-Laib, dazu Fleisch- und Fischgerichte und bestimmt 20 Pizza-Sorten zu bieten hat. Den Wein bezieht er direkt aus Italien. Ein-, zweimal im Jahr fährt er dafür extra nach Kalabrien, besucht Weingüter und sucht die passenden Tropfen aus. Aus Italien kommt natürlich auch sein Espresso, den es bei ihm nicht aus dem Vollautomaten, sondern aus einer klassischen Siebträger-Maschine gibt.

Als gelernter Buchhalter in der Gastronomie

Geboren in Altomonte in Kalabrien, kam Santino Magno Ende der 1980er Jahre nach Deutschland. In Italien hatte er als Buchhalter und Journalist gearbeitet. Da seine Eltern in Göggingen bei Schwäbisch Gmünd eine italienische Gaststätte betrieben, seine Mutter eine ausgezeichnete Köchin war, ist auch er ins Gastgewerbe eingestiegen. Zusammen mit seinem Bruder hatte er in Schwäbisch Gmünd nicht nur ein Ristorante, sondern auch einen Weinhandel. Dann war er fünf Jahre lang im Schützenhaus, idyllisch gelegen inmitten der Streuobstwiesen zwischen Beutelsbach und Strümpfelbach.

Der Gesangverein Harmonie – und mit ihm der Vorsitzende Wilhelm Gruber – ist froh, einen erfahrenen Pächter gefunden zu haben. Vor zehn Jahren schon hat der Gesangverein kräftig in den Umbau seiner Gaststätte investiert, die Küche für 50.000 Euro modernisiert. Jetzt ist noch ein großer Pizzaofen dazugekommen. Außerdem wurde der Gastraum umgestaltet, die historischen Bilder, die an die Belagerung Schorndorfs durch die Franzosen erinnern, sind überdeckt – und der Naturkeller so umgebaut, dass er als Lager taugt. Die „Armonie“, die Santino Magno gemeinsam mit seiner Frau betreibt, ist jeden Tag durchgehend geöffnet. Einen Ruhetag gibt es nicht  und den will der Wirt auch nicht einführen - vorausgesetzt, er findet genug Personal.

Das Flair in der Moserstraße war schon immer irgendwie italienisch, jetzt hat die „Harmonie“ nachgezogen: Mit Santino Magno hat der Gesangverein Harmonie, dem das Gebäude in der Altstadt seit Anfang der 1960er Jahre gehört, einen neuen Pächter gefunden. Ulrich Nuding, der hier zuletzt zehn Jahre lang Schwäbisches auf der Speisekarte stehen hatte, hat sich im Februar aus Altersgründen zurückgezogen. Vier Bewerber für die Gaststätte mit den Außensitzplätzen auf dem Kopfsteinpflaster gab es,

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