Schorndorf

Neue Parkplätze am Rathaus

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Parkplätze sind begehrt, auch ums Rudersberger Rathaus. © Schneider/ZVW

Rudersberg. Das neue Rathaus-Quartier kommt, und es sind viele Parkplätze neben dem Rudersberger Rathaus weggefallen. Was tun? Einen ersten Schritt hat der Gemeinderat nun beschlossen: Sechs neue Parkplätze sollen hinter dem Rathaus entstehen. Außerdem will die Verwaltung untersuchen, wo im Ortskern weitere Stellplätze entstehen können.

Dass die Parkplätze rund ums Rathaus knapp geworden sind, das haben einige der Besucher der jüngsten Gemeinderatssitzung gemerkt: Wer mit dem Auto kam, musste sich zum Teil in den umliegenden Straßen einen Stellplatz suchen und die Beine in die Hand nehmen, so voll war’s auf den sonst üblichen Plätzen bereits.

Das Phänomen knapper Stellplätze kannte auch Bürgermeister Raimon Ahrens. „Es sind durchaus einige Parkplätze durch den Baubeginn weggefallen“, bestätigte er und machte in Sachen Stellplätze Handlungsbedarf aus. Wobei die Schaffung von Parkplätzen nicht nur in kommunaler Verantwortung liege, bezog der Bürgermeister auch die Geschäftsleute in das Thema mit ein.

Auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus, so hatte die Verwaltung nun vorgeschlagen, sollen durch Umgestaltung, Verlegung und Neuanlage sechs neue Parkplätze geschaffen werden. „Das ist ein Anfang, ein erster Schritt“, so Raimon Ahrens. Sind die Stellplätze fertig, soll ein Teil insbesondere für Besucher des Rathauses als Kurzzeitparkplätze ausgewiesen werden.

Parken auf Rathausplatz? Ahrens: „Das passt nicht wirklich dorthin“

Darüber hinaus sollen Rathaus-Mitarbeiter „mit offenen Augen durch den Ort“ gehen und nach Parkplätzen schauen. Dadurch werden „keine 30“ neuen Stellplätze entstehen, aber der eine oder andere doch, meinte der Bürgermeister. Von der Idee, auch auf dem Platz vor dem Rathaus zu parken, hielt er hingegen nichts. „Das passt nicht wirklich dorthin. Da gibt es andere, bessere Möglichkeiten.“

Bauamtsleiter René Schaal erinnerte daran, dass ein Planungsbüro 2011 das Parkraumangebot, dessen Bewirtschaftung sowie die Nachfrage nach Stellplätzen im Ortskern untersucht hatte. „Zwischenzeitlich sind verschiedene Parkplätze weggefallen“, bilanzierte Schaal, auch auf dem Parkplatz am Feuerwehrgerätehaus. Insgesamt seien 66 Stellplätze entfallen, so der Bauamtsleiter. Es seien aber auch andere entstanden. Und: Es wurden einige der vorhandenen Parkplätze bisher nicht erfasst, geben die Sitzungsunterlagen der Gemeinderäte Auskunft. „Dies sind insbesondere die Parkplätze In der Vorstadt, Im Hof und am Bahnhofweg“, heißt es dort.

Es ergibt sich ein Minus von 21 Parkplätzen

Insgesamt geht die Verwaltung von 45 bislang nicht erfassten Parkplätzen aus. Verrechnet man beide Zahlen miteinander, ergibt sich ein Minus von 21 Parkplätzen, so der Bauamtsleiter. Man wollte auch an der Ortsdurchfahrt schauen, wo sich die eine oder andere Parkmöglichkeit ausweisen lässt, unter Beachtung des Platzes, den Kinderwagen und andere benötigen.

Freie-Wähler-Rat Steffen Knödler unterstrich die Bedeutung der Parkplätze und die einer klaren Kennzeichnung entlang der Ortsdurchfahrt. „Hinweisschilder sind ein wichtiges Thema“, stand für Knödler fest. Er wies außerdem auf eine zeitliche Beschränkung für Kurzparker hin anstelle von Dauerparkplätzen. Zu den Parkplätzen am Feuerwehrhaus sagte Steffen Knödler, dass ein Teil dieser an eine Firma gegangen sei und nur ein Teil der Feuerwehr vorbehalten sei.

Zwei öffentliche Parkplätze

Rudersberger-Bürger-Rat Wolfgang Bogusch ermunterte zur zusätzlichen Suche nach Parkplätzen an der Ortsdurchfahrt und erkundigte sich, wie viele öffentliche Parkplätze auf dem Areal des künftigen Rathaus-Quartiers vorhanden sein werden. Zwei sind’s, sagte der Bauamtsleiter.

Die Räte befürworteten einstimmig, dass durch Umgestaltung und Neuanlage der Parkplätze hinter dem Rathaus weitere Stellplätze entstehen. Dafür geht die Verwaltung von Kosten, mögliche Förderungen berücksichtigt, von rund 14 000 Euro aus.

Befristet für E-Autos?

Steffen Knödler brachte eine neue Regelung für Parkplätze für Elektrofahrzeuge mit Ladesäule, wie es sie am Rathaus gibt, ins Gespräch. Bisher können Elektrofahrzeuge dort zeitlich unbegrenzt parken. Knödler regte für sie eine zeitliche Befristung an. Der Bürgermeister nahm die Anregung auf.