Schorndorf

Neuer Laden mit Obst und Gemüse in der Arnold-Galerie Schorndorf: Freude über Markthallen-Feeling

Gemüseladen
Ibrahim Isiktas in seinem Obst- und Gemüseladen in der Arnold-Galerie. © Gabriel Habermann

Eineinhalb Jahre stand der ehemalige Blumenladen Fink in der Arnold-Galerie leer – jetzt ist neues Leben eingekehrt. Ibrahim Isiktas, derzeit noch Teilzeitmitarbeiter in der Obst- und Gemüsegroßhandlung Palmer in Berglen, hat dort einen Obst- und Gemüseladen eröffnet. Das Angebot ist bei den Kunden unerwartet eingeschlagen. „Es ist toll angekommen“, sagt Ibrahim Isiktas strahlend. Die Kunden hätten sich über das neue Markthallen-Feeling im Arnold gefreut, berichtet der neue Betreiber. Das spezielle Markthallengefühl ist durch den neuen Mix entstanden: Neben Brot und Brötchen von Maurer und Wurst und Fleisch der Metzgerei Wolz gibt es nun auch frisches Obst und Gemüse zu kaufen – und bald auch noch Feinkost. Tatsächlich war die Resonanz der Kunden so groß, dass Isiktas seine eigenen ursprünglichen Pläne geändert hat.

Wie toll der Laden angenommen wird, überrascht sogar den Betreiber

Eigentlich, sagt er, habe er neben der Arbeit in seinem Gemüselädchen noch halbtags arbeiten wollen. Um sich finanziell abzusichern, wollte er mit einer 50-Prozent-Stelle weiter bei Palmer angestellt bleiben. „Ich habe gedacht, von dem Gemüseladen allein kann ich nicht leben“, sagt er. Schnell habe er aber gemerkt, dass er den Andrang der Kundinnen und Kunden mit halber Kraft nicht bewältigen könnte. Seinen Chef hat er bereits informiert, die halbe Stelle in Berglen ist gekündigt.

Vorgenommen hat sich Ibrahim Isiktas auch für die Zukunft eine ganze Menge für seinen kleinen Laden. Noch verkauft er Obst und Gemüse auf rohen Gestellen, doch eine Ladeneinrichtung mit Regalen soll folgen, außerdem eine Theke, auf der er Feinkost wie eingelegte Oliven und Olivenöl verkaufen will. „Aber das braucht Zeit“, sagt er.

Am Eröffnungstag hat er alles im Hof aufgebaut

Viel Zeit hat er sich indes nicht genommen, um das Gemüselädchen zu eröffnen. Schon länger habe er nach geeigneten Ladenräumen gesucht, erzählt er. Doch als Uli Fink im Dezember 2020 seinen Blumenladen dichtmachte, tobte Corona, und die Zeit der Pandemie wollte Ibrahim Isiktas abwarten. Glück für ihn: Ein neuer Nutzer wurde nicht gefunden, die Räume blieben leer. Als er dieses Jahr im April beim Vermieter nachfragte, ob er den Laden mieten könne, sei der noch nicht so weit gewesen. Kurze Zeit später sei er dann aber auf ihn zugekommen. „Am 29. Juni hat er angerufen und gesagt, dass ich am 1. Juli loslegen kann“, erzählt Ibrahim Isiktas. Sieben Tage habe er gebraucht und dann am 7. Juli im Hof einen Stand aufgebaut. „Die Leute sind am Eröffnungstag praktisch drübergefallen“, erzählt er vergnügt. „So sind wir gesehen worden.“

Geöffnet täglich ab 9 Uhr

Erfahrung bringt er eigenen Angaben zufolge nicht nur von seiner Stelle bei Palmer in Berglen mit. Als gelernter Kaufmann habe er im Großmarkt in Stuttgart angefangen und später in der Markthalle in Stuttgart gearbeitet. 15 Jahre hatte er einen Stand auf dem Wochenmarkt in Schwäbisch Gmünd und ist nun seit 23 Jahren bei Palmer angestellt. Geöffnet hat er seinen Laden im Arnold montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr, samstags bis 18 Uhr.

Dass der neue Mieter so gut bei den Kunden ankommt, freut auch Carl-Georg Porth, geschäftsführender Gesellschafter der Porth-Gruppe, die Eigentümerin der Arnold-Galerie. Nun sucht Porth nur noch im Erdgeschoss einen Nachmieter für die ehemaligen Räume der Bäckerei Maurer, die in den Regro-Räumen an der Straße ein Café eröffnet und den Laden im hinteren Bereich frei gemacht hat. Am liebsten, sagt er, wäre ihm „ein inhabergeführtes Unternehmen aus der Region“, gerne aus der Gastronomie. Hier sieht Porth neben Maurer und dem Eiscafé noch Bedarf.

Co-Working-Space im Arnold-Areal?

Einen Wechsel wird es auch im Obergeschoss geben. Der Fachbereich Familie und Soziales im Arnold-Areal zieht am 12. August ins Künkelin-Rathaus. Durch den Umzug des Fachbereichs Finanzen in die Johann-Philipp-Palm-Straße wurden dort Räumlichkeiten frei. Im Arnold-Areal werden dadurch 500 bis 600 Quadratmeter große Flächen frei, die nach Angaben Porths auch teilbar sind. „Wir suchen einen Büronutzer“, sagt er. Aber auch eine andere Option ist denkbar: Plan B ist der Um- und Ausbau der Etage zu einem Co-Working-Space. „Das würde gut in das Objekt passen“, ist Carl-Georg Porth überzeugt. Die Lage wäre aus seiner Sicht ideal dafür: mitten in der Innenstadt mit genügend Parkplätzen, aber auch nahe am Bahnhof gelegen.

Eineinhalb Jahre stand der ehemalige Blumenladen Fink in der Arnold-Galerie leer – jetzt ist neues Leben eingekehrt. Ibrahim Isiktas, derzeit noch Teilzeitmitarbeiter in der Obst- und Gemüsegroßhandlung Palmer in Berglen, hat dort einen Obst- und Gemüseladen eröffnet. Das Angebot ist bei den Kunden unerwartet eingeschlagen. „Es ist toll angekommen“, sagt Ibrahim Isiktas strahlend. Die Kunden hätten sich über das neue Markthallen-Feeling im Arnold gefreut, berichtet der neue Betreiber. Das

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