Schorndorf

Nicht der erste Leichenfund im Badesee

KR Auto mit vermisstem Rentner im Badesee Pluederhausen
Am 16. Oktober 2001 finden Polizeitaucher einen Ford Fiesta im Wasser, darin die Leiche eines 82-Jährigen aus Waldhausen. (Archivbild) © Ramona Adolf

Plüderhausen. Am Mittwochabend hat die DLRG-Ortsgruppe im Plüderhäuser Badesee ein Auto mit einer Leiche geborgen. Dies ist nicht der erste derartige Fall. Immer wieder werden die Seen zwischen Plüderhausen und Lorch zu Schauplätzen außergewöhnlicher Einsätze. Schon 2001 wurde eine Fahrzeug mit einer Leiche darin aus dem See geborgen.

Am 16. Oktober 2001 fanden Polizeitaucher im Plüderhäuser Badesee einen Ford Fiesta, darin die Leiche eines Mannes. Es handelte sich um einen 82 Jahre alten Mann aus Waldhausen, der im März 2001 als vermisst gemeldet worden war. Er war von einer Fahrt zur Apotheke nicht zurückgekommen. Nach monatelanger Suche entlang der vermuteten Fahrstrecke wurde die Polizei schließlich im Badesee, etwa drei Meter vom Ufer entfernt fündig. Ein Verbrechen wurde ausgeschlossen.

Die Leiche eines 40-Jährigen wird am 27. Juli 1999 aus dem Plüderhäuser Badesee geborgen. Archivbild: Schneider / ZVW

Zwei Jahre zuvor, am 27. Juli 1999, hatte eine andere Vermisstensuche am Plüderhäuser Badesee bereits ein trauriges Ende genommen. In dreieinhalb Metern Tiefe und zwölf Meter vom Ufer entfernt fand die Polizei die Leiche eines 40-Jährigen Mannes. Der Mann, der als erfahrener und begeisterter Schwimmer galt, war zwei Tage zuvor von einem Badeausflug mit einem Bekannten nicht zurückgekehrt. Insgesamt 90 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, DRK, DLRG, Rettungshundeführern und Hubschrauberpiloten hatten nach dem Mann gesucht.

Einsatzkräfte bergen ein zuvor gestohlenes Auto aus dem Plüderhäuser Badesee. Archivbild: Habermann / ZVW

Im selben Jahr im September musste die Polizei ein Fahrzeug aus dem Badesee bergen. Es handelte sich dabei um einen Opel, der im August als gestohlen gemeldet worden war. Ein Heroinabhängiger hatte dem Besitzer des Fahrzeugs in einer Gaststätte in Schwäbisch Gmünd den Schlüssel gestohlen. Später war es der Täter selbst, der der Polizei den Hinweis gab, wo er den Wagen „zur Spurenbeseitigung“ entsorgt hatte.

Im August 2015 hatte eine 37-Jährige die Polizei und Rettungskräfte rund um den Badesee auf Trab gehalten. Die Frau, die sich auf dem Heimweg aus einer Gaststätte in Waldhausen befunden hatte, war laut Zeugenaussagen unvermittelt und vollständig bekleidet in den See gesprungen. Angler hatten sie noch dazu aufgefordert, zurückzuschwimmen. In der Mitte des Sees ging die Frau unter. Polizei, Feuerwehr und DLRG nahmen die Suche nach der Frau auf. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Da die Frau ihre Tasche am Ufer zurückgelassen hatte, fuhren Beamte zu ihrer Wohung. Dort fanden sie ihre nassen Kleider. Kurz vor vier Uhr ging dann schließlich die Mitteilung ein, dass die Frau unversehrt zu Hause angetroffen wurde.

Nicht so glimpflich endete die Geschichte für einen 46-jährigen Mann, der drei Tage zuvor in den benachbarten Lorcher Waldsee gesprungen war. Der Mann hatte sich um 17 Uhr in der Nähe des Sees mit seinem Auto festgefahren. Zeugen beschrieben ihn der Polizei als betrunken. Als die Polizisten den Mann entdeckten, rannte er zum See und schwamm davon. In der Mitte des Sees ging er unter. Die Polizisten versuchten ihn zu retten, sahen ihn aber nicht mehr. Rettungskräfte konnten den Mann bergen, Reanimationsversuche waren jedoch erfolglos.