Schorndorf

OB-Wahl in Schorndorf: Stimmen zum Wahlausgang

OB Wahl
ZVW-Wahlstudio im Burg-Gymnasium. Rechts Chefredakteur Frank Nipkau. © Alexandra Palmizi

Gleich drei Kandidaten nach dem ersten Wahlgang beinahe gleichauf – mit diesem ungewöhnlichen Wahlausgang hat wohl kaum jemand gerechnet. Auch Landrat Dr. Richard Sigel, der am Sonntagabend in die Aula des Burg-Gymnasiums gekommen war, hatte das Ergebnis nach dem ersten Wahlgang so nicht erwartet und fand es „überraschend eng“. Was jetzt aber folgt, da ist sich Sigel sicher, ist eine heiße Wahlkampfphase.

Matthias Klopfer, der am Sonntagabend ebenfalls ins Burg-Gymnasium gekommen war und das Ergebnis als gerade verabschiedeter Schorndorfer Oberbürgermeister nicht kommentieren wollte, wünscht sich – bei einem so knappen Wahlausgang – eines: Eine höhere Wahlbeteiligung für den zweiten Wahlgang, der in drei Wochen, am Sonntag, 28. November, stattfindet.

Burbott: "Es ist ein Traum"

Dann will Manuel Burbott nicht mehr dabei sein – auch wenn er mit 8,5 Prozent der Stimmen auf Platz vier gelandet und mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist: „Es ist ein Traum.“ Mehr als 1000 Leute habe er, so Burbott nach der Verkündigung des vorläufigen Endergebnisses, davon überzeugen können, dass er der richtige Kandidat ist. Ganz besonders freut ihn ein Teil-Ergebnis: „In Weiler habe ich sogar einen Wahlkreis gewonnen.“

Sehr frustriert und unzufrieden mit seinem Ergebnis zeigte sich Horst Zwipp: Mit 5,5 Prozent der Stimmen kam er auf Platz fünf. Vielleicht, spekuliert der 66-Jährige, habe sein Alter eine Rolle gespielt. „Dabei habe ich gehofft, durch meine offene und ehrliche Art mehr Menschen zu erreichen. Dennoch war der Wahlkampf für ihn „ein toller Ausflug“, den er nicht missen möchte: „Ich habe viel gelernt.“

Tobias Schwenk auf Platz sechs gelandet

„Megazufrieden“ ist dafür Tobias Schwenk: Er ist mit 3,6 Prozent der Stimmen auf Platz sechs gelandet – und das, obwohl er im Wahlkampf auf Plakate, Flyer und Wahlkampfstände verzichtet hat. „Ich freue mich über jede Stimme“, sagte er am Wahlabend. Besonders zufrieden ist er, dass offenbar alle seine Unterstützer, die bisher wenig mit Kommunalpolitik anfangen konnten, zur Wahl gegangen sind – und ihm auch noch Fotos aus der Wahlkabine geschickt haben. Beim zweiten Wahlgang will er aber nicht mehr antreten.

Brigitte Aldinger, die Kandidatin der Querdenker-Partei „Die Basis“, landete mit 3,5 Prozent der Stimmen nur knapp hinter Tobias Schwenk. Auch sie war am Sonntagabend kurz ins Burg-Gymnasium gekommen, als Erster Bürgermeister Thorsten Englert das vorläufige Endergebnis verkündete, war sie aber schon nicht mehr vor Ort.

Dörte Schnitzer wird beim zweiten Wahlgang nicht mehr dabei sein

Auf Platz acht landete Dörte Schnitzer mit 2,3 Prozent der Stimmen. Obwohl sie geschätzt hatte, dass sie fünf Prozent der Stimmen bekommen könnte, trug sie das Ergebnis mit Fassung: Sie gehe, sagte Dörte Schnitzer nach der Verkündigung des vorläufigen Endergebnisses, mit erhobenem Haupt raus. Ist sie doch überzeugt: „Jede Stimme ist ein Gewinn für den Klimaschutz.“ Aus dem Wahlkampf, den sie fair, aber auch anstrengend fand, nimmt sie für sich mit, dass sie mit allen Kandidatinnen und Kandidaten gut klar gekommen ist. Und das Positive für sie ist: „Ich kenne den zukünftigen OB, auch wenn ich’s nicht bin.“ Sie ist sich sicher: „Es werden sich auf jeden Fall Türen auftun.“ Beim zweiten Wahlgang wird sie nicht mehr dabei sein. Sie zieht zugunsten von Bernd Hornikel zurück.

Gleich drei Kandidaten nach dem ersten Wahlgang beinahe gleichauf – mit diesem ungewöhnlichen Wahlausgang hat wohl kaum jemand gerechnet. Auch Landrat Dr. Richard Sigel, der am Sonntagabend in die Aula des Burg-Gymnasiums gekommen war, hatte das Ergebnis nach dem ersten Wahlgang so nicht erwartet und fand es „überraschend eng“. Was jetzt aber folgt, da ist sich Sigel sicher, ist eine heiße Wahlkampfphase.

Matthias Klopfer, der am Sonntagabend ebenfalls ins Burg-Gymnasium gekommen war

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