Schorndorf

OB-Wahl Schorndorf: Der zweite Wahlgang wird ein Dreikampf

OB Wahl
Ihre Stimmergebnisse liegen dicht beisammen: Von links Andreas Schneider, Bernd Hornikel und Markus Reiners. © Alexandra Palmizi

Um 19.35 Uhr stand es fest: Die Wahl des neuen Schorndorfer Oberbürgermeisters geht in die nächste Runde. Keiner der acht Kandidaten und Kandidatinnen erreichte die erforderliche absolute Mehrheit. Das Ergebnis war denkbar knapp – die Zahlen pendelten während der Auszählung der Stimmen den ganzen Abend um die drei Kandidaten, die abwechselnd vorne lagen. Wahlsieger wurde am Ende Markus Reiners mit 26,3 Prozent (3568 Stimmen), gefolgt von Bernd Hornikel, auf den 25,6 Prozent der Stimmen entfielen (3467 Stimmen) und Andreas Schneider, der 24,6 Prozent (3343 Stimmen) auf sich vereinigen konnte.

Mit einigem Abstand folgten die fünf anderen Kandidaten und Kandidatinnen: Manuel Burbott erhielt 8,5 Prozent (1150 Stimmen), Horst Zwipp 5,5 Prozent (742 Stimmen) und Tobias Schwenk 3,6 Prozent (494 Stimmen). Brigitte Aldinger schaffte es auf 3,5 Prozent (477 Stimmen) und Dörte Schnitzer 2,3 Prozent (309 Stimmen). Noch am Wahlabend kündigten Manuel Burbott, Tobias Schwenk und Dörte Schnitzer an, dass sie nicht mehr antreten werden. Dörte Schnitzer zog ihre Kandidatur zugunsten von Bernd Hornikel zurück. Bei ihm, so sagte sie, sei das Thema Klimaschutz in guten Händen. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 Prozent.

Mit dem Kopf-an-Kopf-Rennen hatte keiner gerechnet

Viele hatten bereits im Vorfeld damit gerechnet, dass Markus Reiners, Bernd Hornikel und Andreas Schneider die besten Chancen hatten. Dass der erste Wahlgang aber ein so knappes Kopf-an-Kopf-Rennen werden würde, hatte dann doch überrascht. Das Zittern und die Spannung waren den Zuschauern und Zuschauerinnen in der Aula des Burg-Gymnasiums anzumerken - und erst recht den Kandidaten, die die Entwicklung der Zahlen auf dem Bildschirm gespannt verfolgten. Auch wenn die Wahl keiner der Kandidaten für sich entscheiden konnte - am Ende gaben sich die drei Erstplatzierten froh und erleichtert. „Ich bin zufrieden und entspannter als am Anfang des Abends“, sagte Markus Reiners. Jetzt werde er noch ein Glas Wein trinken und sich am Montag dann mit seinem Team Gedanken über die Wahl machen und danach auch Gespräche aufnehmen. Klar war für ihn: „Ich gehe mit Volldampf in den zweiten Wahlgang.“

Mit Vollgas in den zweiten Wahlgang

Kämpfen wird Reiners um das Amt des Oberbürgermeisters voraussichtlich mit zwei Kandidaten, die bekanntermaßen beide um die Gunst der grünen und eher links orientierten Wähler ringen. Die Frage wird sein, ob einer von ihnen seine Kandidatur zurückziehen wird. „Ich bleibe auf jeden Fall im Rennen“, kündigte Bernd Hornikel allerdings bereits am Wahlabend an. Er hätte sich ein klareres Ergebnis gewünscht, sei aber trotzdem zufrieden: „Wenn man bedenkt, wie ich gestartet bin, wäre es vermessen zu sagen, ich bin unzufrieden“, betonte er mit Verweis auf seine anfängliche Außenseiterposition. Sein Wahlergebnis werde er in den nächsten Tagen analysieren und dann nochmals Gas geben. Vor allem in den Ortschaften wolle er für sich werben und „drei Wochen lang überzeugen und reden“. Optimistisch und „zufrieden, dass es einen zweiten Wahlgang gibt“, gab sich auch Andreas Schneider, mit dessen gutem Abschneiden viele in Schorndorf noch vor ein paar Wochen nicht gerechnet hätten. „Wir sind kampfbereit“, kündigte auch Schneider an. Allerdings, räumte er ein, müsse man sich bei diesem Ergebnis Gedanken darüber machen, was das Beste für Schorndorf sei. Das bedeutet aber nicht, dass er aufgeben will. Auf die Frage, ob er seine Kandidatur zurückziehen wolle, sagte er: „Vielleicht zieht auch ein anderer Kandidat zurück.“

Es bleibt also spannend, zumal ja bis zur Neuwahl am Sonntag, 28. November, auch wieder neue Namen ins Spiel kommen könnten: Neue Bewerbungen sind von Montag, 8. November, bis Montag, 15. November, 18 Uhr, möglich. Bis dahin können auch bestehende Kandidaturen zurückgezogen werden.

Um 19.35 Uhr stand es fest: Die Wahl des neuen Schorndorfer Oberbürgermeisters geht in die nächste Runde. Keiner der acht Kandidaten und Kandidatinnen erreichte die erforderliche absolute Mehrheit. Das Ergebnis war denkbar knapp – die Zahlen pendelten während der Auszählung der Stimmen den ganzen Abend um die drei Kandidaten, die abwechselnd vorne lagen. Wahlsieger wurde am Ende Markus Reiners mit 26,3 Prozent (3568 Stimmen), gefolgt von Bernd Hornikel, auf den 25,6 Prozent der Stimmen

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