Schorndorf

Pfleiderer-Areal in Schorndorf: Die ersten Wohnungen sind fast fertig

Bismarckstraße 18
Der erste Wohnblock ist fast fertig. Die geförderten Wohnungen sollen im Januar bezogen werden können. © Gabriel Habermann

Der Wohnungsbau in Schorndorf schreitet fort. Während auf dem Breuninger-Areal derzeit rund  230 Mietwohnungen entstehen, geht der Bau von 131 zumeist Eigentumswohnungen im Mühlenviertel auf dem ehemaligen Pfleiderer-Areal in die Schlussrunde. Gebaut wurden vom Ludwigsburger Bauträger Bonava fünf Wohnblöcke, einen davon hat die Schorndorfer Stadtbau mit 35 öffentlich geförderten Wohnungen übernommen.

Inzwischen ist der Bau dieser Ein- bis Vierzimmerwohnungen fast abgeschlossen, ab sofort können sich Menschen mit einem Wohnberechtigungsschein der Stadt dafür bewerben. Nach Angaben von Stadtbau-Chef Martin Schmidt findet im Dezember die Übergabe der Wohnungen statt. Ende des Jahres wechseln die Wohnungen dann in den Besitz der Stadtbau. Das heißt: Wer den Zuschlag für eine der begehrten 30 bis 85 Quadratmeter großen Wohnungen bekommt, kann vielleicht schon Anfang nächsten Jahres umziehen.

Die Stadt rechnet mit einem riesigen Andrang auf die Wohnungen

Schon jetzt rechnet Beate Härer, stellvertretende Abteilungsleiterin im Fachbereich Familie und Soziales, mit einem Riesen-Run. Schließlich liegen die Wohnungen nicht nur stadtnah, sondern sind ihrer Meinung zufolge schon aufgrund ihrer Größe ideal auch für Senioren. Infrage kommen als Mieter Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen.

Um einen Wohnberechtigungsschein zu bekommen, liegt die Einkommensgrenze bei einer Person oder bei einem Paar bei 51 850 Euro im Jahr. Familien mit drei Personen dürfen maximal 60 850 Euro im Jahr verdienen, vierköpfige Familien 69 850 Euro. Bei Familien mit fünf Personen liegt die Einkommensgrenze bei 78 850 Euro und bei Familien mit sechs Personen bei 87 850 Euro. Wohnberechtigungsscheine gibt es im Amt für Soziales und Familie der Stadt, online gibt es auch ein Formular, mit dem sich Interessenten für eine Wohnung bewerben können.

Während die Wohnungen der Stadtbau fast bezugsfertig sind, wird die Bonava die Eigentumswohnungen erst bis Juni übergeben. „75 Prozent der Wohnungen sind verkauft“, sagt Bonava-Projektleiter Manuel Junker. Die Wohnungen sind zwischen 50 und 150 Quadratmeter groß und gruppieren sich um einen Innenhof, in dem Autos tabu sein werden.

Ein leichter Hügel soll angelegt werden, für die Bewohner sollen  Spielpunkte und Sitzgelegenheiten aufgestellt und ein Urban-Gardening-Bereich ausgewiesen werden. Auch Car-Sharing ist geplant. „Wir stellen an der Bismarck- und Olgastraße vier Fahrzeuge zur Verfügung“, kündigt Manuel Junker an. Die Autos sollen über eine App gebucht werden können. Auch ein Gemeinschaftsraum soll den künftigen Bewohnern zur Verfügung stehen.

Daneben entsteht ein kleiner Laden, in dem, so wünscht es sich die Bonava, möglichst ein Bäcker einziehen soll. Trotz Corona gab es beim Bau keine Verzögerungen: „Wir halten die Verträge ein“, sagt Manuel Junker. 2019 wurden die Bestandsgebäude abgerissen und die Erdbauarbeiten erledigt. Mitte 2020 begannen die Hochbaumaßnahmen. Unter den Wohnungen befindet sich eine große Tiefgarage, gleichwohl sollen in einem riesigen Pflanztrog drei erdgebundene Bäume gepflanzt werden, sagte Junker.

Was es bedeutet, wenn auf einen Schlag 131 Wohnungen entstehen

Wo derzeit das neue Wohnviertel entsteht, befand sich früher die Firma Carl Pfleiderer, die Radio- und Fernsehgehäuse produzierte. Diese Zeiten sind lange vorbei, zuletzt hatten sich dort mehrere kleine Werkstätten angesiedelt. Wie immer bei einer Umwandlung von Gewerbe- in Wohnbauflächen, mussten im Zuge des Wohnraumversorgungskonzepts 20 Prozent der Wohnfläche für geförderte Wohnungen reserviert werden. So kam die Stadtbau ins Spiel, die den Wohnblock mit den 35 mit öffentlichen Geldern geförderten Wohnungen erwarb und die Wohnungen nun entsprechend günstig vermietet.

Wenn auf einen Schlag 131 Wohnungen entstehen, bedeutet das: Zahlreiche Menschen müssen integriert werden. Dafür steht schon der Verein „Gute Nachbarschaft im Mühlenviertel“ bereit, der laut Vereinsvorsitzendem Gunter Kaiser auf die neuen Bewohner zugehen und sie einladen will, mitzumachen und mitzuhelfen. Flyer wurden bereits verteilt. Sobald die Briefkästen hängen, bekommen die Bewohner erneut Post vom Gute-Nachbarschaft-Verein.

Der Wohnungsbau in Schorndorf schreitet fort. Während auf dem Breuninger-Areal derzeit rund  230 Mietwohnungen entstehen, geht der Bau von 131 zumeist Eigentumswohnungen im Mühlenviertel auf dem ehemaligen Pfleiderer-Areal in die Schlussrunde. Gebaut wurden vom Ludwigsburger Bauträger Bonava fünf Wohnblöcke, einen davon hat die Schorndorfer Stadtbau mit 35 öffentlich geförderten Wohnungen übernommen.

Inzwischen ist der Bau dieser Ein- bis Vierzimmerwohnungen fast abgeschlossen, ab

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