Schorndorf

Polizei sichert Spuren nach Messerangriff in Plüderhausen

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Symbolbild. © Laura Edenberger

Plüderhausen/Waiblingen. Nach dem Messerangriff in Plüderhausen in der Nacht auf Sonntag ermittelt die Polizei auf Hochtouren. Die Kripo konnte am Tatort Spuren sichern; „wir tappen nicht komplett im Dunkeln“, so ein Polizeisprecher.



Das 53-jährige Opfer hat schwere Verletzungen erlitten und muss weiter im Krankenhaus behandelt werden. Ein Unbekannter war über ein offenes Fenster in ein Haus eingestiegen. Der 53-Jährige ertappte den Mann, woraufhin dieser zustach.

Polizei hält sich mit Informationen zurück 

Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, hält sich die Polizei derzeit mit Informationen zurück. Welcher Art die Spuren sind, die der Täter zurückgelassen hat, und welche Ermittlungsansätze sich daraus ergeben, darüber wird momentan Stillschweigen bewahrt.

Offenbar hatte der 53-Jährige den Eindringling festhalten wollen. Der Mann zückte ein Messer und stach mehrmals auf den Familienvater ein. Der Hausbewohner hatte den Eindringling im Schlafzimmer seiner Tochter ertpappt; die Tochter war nicht zuhause gewesen.

"Absoluter Ausnahmefall"

Mitten in der Nacht steht ein bewaffneter Fremder im Haus – ein Alptraum. Heftiger lässt sich das Sicherheitsgefühl nicht erschüttern. Ob es sich um einen Einbruch handelte oder etwas anderes dahintersteckt, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Der Fall ist außergewöhnlich und ein „absoluter Ausnahmefall“, wie Polizei-Pressesprecher Ronald Krötz sagt. Seine Kollegen, die zuerst vor Ort waren, mussten die Notfallausrüstung einsetzen und erste Hilfe leisten. Lebensgefahr bestand und besteht aber nicht.

Grundsätzlich gilt im äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass man sich nachts zuhause einem Einbrecher gegenübersieht: 110 wählen, sich still verhalten, sich dem Täter nicht in den Weg stellen, dazu rät Ronald Krötz. Ein Einbrecher wird sich einen Fluchtweg zurechtlegen und diesen auch antreten, sobald er sich ertappt fühlt. „Aber wenn er sich in die Enge getrieben fühlt, kann es passieren, dass er sich wehrt“, so Krötz. „Es ist ein absoluter Ausnahmefall“, betont der Sprecher mehrfach.

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