Schorndorf

Rekordsommer im Oskar-Frech-Seebad Schorndorf: Die meisten Gäste seit Umbau 2012

Oskar-Frech-Seebad
Mehr heiße Tage als üblich: Das Wetter lockte die Massen ins Oskar-Frech-Seebad. © Alexandra Palmizi

Der Sommer war heiß, richtig heiß. Schon lange vor den Ferien schossen die Temperaturen regelmäßig auf über 30 Grad, Regen ließ lange Zeit auf sich warten. Was für Landwirte eine Katastrophe ist, freut die Betreiber von Freibädern umso mehr. Auch im Oskar-Frech-Seebad ist man hochzufrieden mit dem Sommer. Das Bad verzeichnet schon vor dem Ende der Freibad-Saison einen Besucherrekord. Betriebsleiter Jörg Bay ist trotzdem froh, dass ab kommender Woche wieder etwas Ruhe einkehrt.

Viele Badegäste, aber keine schlimmen Unfälle

„Der Sommer war bombastisch“, sagt Jörg Bay. Sage und schreibe 95.000 Badegäste (Stand Montag, 5. September) besuchten in der laufenden Saison das Freibad. Zum Vergleich: Im Jahr 2019, also vor den Pandemie-Beschränkungen, waren es gerade einmal 69.000. Und dabei schließt das Bad erst am Sonntag seine Pforten.

Es könnten also noch ein paar Besucherinnen und Besucher mehr werden. Lediglich im Sommer 2003, an den sich Jörg Bay noch bestens erinnert, besuchten das Freibad noch mehr Leute. „Damals bin ich tagein, tagaus im Bad gewesen. Sechs Wochen ohne Regen, man hat sogar vergessen, welcher Wochentag ist.“

Jörg Bay ist außerdem besonders froh, dass es trotz des hohen Besucheraufkommens keine großen Unfälle gab. Bis auf ein paar badetypische Kleinigkeiten habe sich kein Gast schwerer verletzt. Dafür sind allen voran die Mitarbeiter, Azubis und Badeaufsichten verantwortlich, die den gesamten Sommer über im Dreischicht-Betrieb für die Sicherheit der Schwimmer gesorgt und damit ordentlich Überstunden gemacht haben. Wenn das Seebad voll ist, müssen immer drei bis vier Badeaufsichten aufpassen.

Menschen weiterhin vorsichtig

Zu den Stoßzeiten mussten sogar Mitarbeiter aus dem Hallenbad aushelfen. Über den tollen Einsatz freut sich der Chef: „Ich bin stolz und dankbar, so tolle Mitarbeiter zu haben, die das in diesem Sommer durchgezogen haben.“ Die Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen sich trotz der vielen Badegäste weiterhin, so die Beobachtung vom Bäderbetriebsleiter. „Man hat schon gemerkt, dass die Menschen noch vorsichtig sind. Oder sie haben sich alle Pools daheim gebaut.“ Denn trotz des enormen Besucheraufkommens den gesamten Sommer über gab es keine „absoluten Spitzentage“.

Obwohl das Wetter auch an den Wochenenden schön war, gab es laut Jörg Bay keinen Tagesrekord. Am 24. Juli zum Beispiel, als die Temperaturen schon früh am Tag die 33-Grad-Marke geknackt haben, waren 3000 Gäste im Oskar-Frech-Seebad. „Normalerweise hätten es 5000 oder 6000 sein müssen“, sagt Jörg Bay. Er vermutet, dass viele Menschen während der Pandemie neue Hobbys für sich entdeckt haben und deshalb auf ständige Freibadbesuche verzichtet haben. Aber: Ein kontinuierlich stabiler Schnitt von eineinhalb bis zweieinhalbtausend Badegästen und überdurchschnittlich viele Sonnentage haben letztlich für einen Rekordsommer gesorgt.

Doch nicht nur auf das Seebad war der Run groß. Gerade im August sei das Hallenbad mit knapp 5000 Gästen pro Woche sehr gut besucht worden. Und auch wenn viele Leute die Hitze im Freien kaum ausgehalten haben, besuchten andere fleißig die Sauna.

Bäder in Buhlbronn und Schlichten gut besucht

Auch in den beiden anderen Bädern, die die Stadtverwaltung betreibt, lief der Sommer recht gut, auch wenn keine Rekorde gebrochen wurden. Sowohl im Buhlbronner Freibad (6700 Gäste) als auch in Schlichten (4260 Gäste) sind die Besucherzahlen mit dem Vor-Corona-Niveau vergleichbar, berichtet Jörg Bay.

Nun sind alle Mitarbeiter des Oskar-Frech-Seebads froh, dass mit dem Beginn der Schulzeit etwas Ruhe einkehrt. Denn durch fehlende Regentage war kaum Zeit für etwas Erholung. Gerade in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien sei es besonders ruhig im Bad. „Wer in Ruhe morgens schwimmen will, kann das am besten in den nächsten Wochen zwischen 11 und 14 Uhr machen. Man kann sich die Bahn aussuchen“, merkt Jörg Bay an.

Doch viel Zeit zum Erholen bleibt trotzdem nicht. Denn wenn das Wetter schlechter wird und das erste verregnete Herbstwochenende vor der Tür steht, „dann geht es im Hallenbad so richtig los“. Gespannt ist Jörg Bay vor allem auf den Winter. In den letzten beiden Jahren hatte das Bad in der kalten Jahreszeit nämlich entweder ganz geschlossen oder nur unter strengen Corona-Auflagen geöffnet.

Der Sommer war heiß, richtig heiß. Schon lange vor den Ferien schossen die Temperaturen regelmäßig auf über 30 Grad, Regen ließ lange Zeit auf sich warten. Was für Landwirte eine Katastrophe ist, freut die Betreiber von Freibädern umso mehr. Auch im Oskar-Frech-Seebad ist man hochzufrieden mit dem Sommer. Das Bad verzeichnet schon vor dem Ende der Freibad-Saison einen Besucherrekord. Betriebsleiter Jörg Bay ist trotzdem froh, dass ab kommender Woche wieder etwas Ruhe einkehrt.

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