Schorndorf

Sauna im Schorndorfer Oskar-Frech-Bad geöffnet: Diese Regeln gelten

Sauna
Bobby ist der Meister der ätherischen Öle. Seine Aufgüsse sind berühmt. © Gabriel Habermann

Den ganzen Winter über haben sie viele schmerzlich vermisst, nun darf die Sauna ausgerechnet im Sommer wieder eröffnen. Überzeugte Fans des Schwitzbads im Oskar-Frech-Bad freuen sich darüber aber genauso wie über eine Öffnung in der kalten Jahreszeit: „Ich hab’s fast nicht erwarten können“, sagt Sauna-Besucherin Ulrike Schneider. Für den ersten Öffnungstag nach der langen Zwangspause hat sie extra einen Tag Urlaub genommen, um die Sauna wieder genießen zu können. Ein- bis zweimal in der Woche will sie jetzt wieder regelmäßig ins Schwitzbad gehen, denn Saunieren sei nicht nur gut fürs Immunsystem: Für regelmäßige Saunagänger sei auch die Hitze des Sommers besser zu ertragen.

Saune, Hallenbad und Ziegeleisee sind noch getrennt

Es ist schön an diesem Vormittag im Saunagarten. Ein paar Saunagänger entspannen auf den Liegestühlen, andere flanieren im Garten und genießen die milde Morgensonne. Zu ihnen gehört Christa Straub, die aus Uhingen in die Schorndorfer Sauna gekommen ist. „Eine schöne Anlage“, findet sie. Weil sie auch gern schwimmen geht, schätzt sie normalerweise besonders die Möglichkeit, im Ziegeleisee ein paar Bahnen ziehen zu können. Doch aufs Schwimmen im See und im Hallenbad muss sie derzeit noch verzichten. „Aufgrund der Corona-Krise sind die Bereiche noch getrennt“, erklärt Bäderchef Jörg Bay. Fürs Hallenbad, für die Sauna und das Seebad gelten verschiedene Zeitzonen und es müssen jeweils extra Tickets gelöst werden. Nur so sei’s möglich, dass möglichst viele Personen die Bäder nutzen können. Für die Sauna gibt es zwei Zeitfenster von 9 bis 15 Uhr und von 15.30 bis 22 Uhr. Für das Seebad gelten die Time-Slots von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 19 Uhr. Fürs Hallenbad gibt es vier Badezeiten: von 8 Uhr bis 11 Uhr, 11.30 Uhr bis 14 Uhr, 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr und 18 Uhr bis 21 Uhr.

Die geschlossenen Türen zwischen Sauna und Bädern sind nicht die einzige Einschränkung des Betriebs unter Corona-Bedingungen: In den Innenbereichen müssen die Besucher geimpft, genesen oder getestet sein, Abstand muss eingehalten werden. Das Dampfbad ist noch untersagt, Aufgüsse in der Sauna sind erlaubt. Anders als sonst dürfen sie aus Infektionsschutzgründen aber nicht mit dem Handtuch „abgeschlagen und verwedelt“ werden, erklärt der Bäderchef.

Für die Aufgüsse ist seit vielen Jahren Bobby zuständig. Der Mann mit dem markanten langen Bart heißt mit vollständigem Namen Oliver Schacherl und ist ein Zauberer mit seinen Duftölen. Über die Wiedereröffnung der Sauna ist er mindestens so glücklich wie seine Stammkunden. Weil in den einzelnen Schwitzhütten viel weniger Personen als sonst zugelassen sind, eilt er von Sauna zu Sauna, um die Schwitzfans in drei Saunen gleichzeitig mit seinen Aufgüssen glücklich zu machen. Für die Aufgüsse benutzt er reine ätherische Öle, die er tröpfchenweise auf einer Eiskugel aufbringt. Während das Eis aus der Eismaschine schmilzt und das Wasser verdampft, entwickelt sich nach und nach ein intensiver Duft. Die Öle werden miteinander kombiniert, so dass ganz verschiedene Effekte eintreten sollen. Auf ausgesuchte Duftreisen schickt Bobby seine Saunagäste während eines dreiteiligen Aufgusses: auf einen Waldspaziergang etwa, bei dem sich die Aromen von Birken, Fichtennadel und Kiefer abwechseln und leicht mischen, auf eine Sommerwiese oder mittels eines Räucheraufgusses in eine Zeit der Entspannung. Während der Sauna-Zwangspause habe Bobby richtig tolle Konzepte entwickelt, erzählt Jörg Bay. Bay muss es wissen, weil er sich zum Ausprobieren jedes Mal als Testperson „geopfert“ habe.

Die "Blauen Bademäntel" und "die Adelberger" werden schon erwartet

Knapp acht Monate nach dem Beginn der Zwangspause kommen jetzt endlich auch die Saunafans in diesen Genuss. 75 Personen dürfen gleichzeitig anwesend sein, so will es die Landesverordnung Corona und Bäder. Viele Stammgäste stehen in den Startlöchern, und Jörg Bay ist zuversichtlich, dass alle wiederkommen. Die Damen-Clique, die immer dienstags die Frauen-Sauna bevölkert, etwa, die Gruppe „Blaue Bademäntel“ oder „die Adelberger“.

Morgens viele Stammgäste, abends Saunafans von außerhalb

Zu den treuen Stammgästen gehört auch Werner Beck. „Ich bin glücklich, dass die Sauna wieder geöffnet ist“, sagt er hocherfreut: „Ich hatte schon Entzugserscheinungen.“Dreimal in der Woche will er jetzt wieder in die Sauna gehen. „Das brauche ich und es zahlt sich aus: Ich bin viel weniger erkältet.“ Seit 30 Jahren schwört Beck auf das regelmäßige Schwitzen, seit zwölf Jahren geht er dazu ins Oskar-Frech-Bad. Nicht nur die Anlage gefällt ihm, „toll“ seien dort auch die vielen netten Leute und die Cliquen: „Man ist nie allein da.“ Vor allem morgens unter der Woche sei die Sauna auch ein Stück Familie, bestätigt Jörg Bay. Anders am Abend und am Wochenende. Dann kommen auch Saunafans von außerhalb ins Oskar-Frech-Bad.

Den ganzen Winter über haben sie viele schmerzlich vermisst, nun darf die Sauna ausgerechnet im Sommer wieder eröffnen. Überzeugte Fans des Schwitzbads im Oskar-Frech-Bad freuen sich darüber aber genauso wie über eine Öffnung in der kalten Jahreszeit: „Ich hab’s fast nicht erwarten können“, sagt Sauna-Besucherin Ulrike Schneider. Für den ersten Öffnungstag nach der langen Zwangspause hat sie extra einen Tag Urlaub genommen, um die Sauna wieder genießen zu können. Ein- bis zweimal in der

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