Schorndorf

Schorndorf: Einzelhändler Andreas Uhlig muss die Schulranzen-Messe wieder absagen

Taschenhändler Uhlig
Bis Ostern ist das Schulranzengeschäft für Andreas Uhlig und andere Fachgeschäfte in der Regel gelaufen. © Benjamin Büttner

Uhligs Schulranzenmesse – 15 Jahre lang ein fester Termin, zu dem Ende Januar bis zu 800 Eltern, Kinder und Großeltern an einem Samstag in die Künkelinhalle strömten. Vergangenes Jahr konnte die Messe wegen Corona schon nicht stattfinden. Stattdessen blieb dem Schorndorfer Taschenhändler nur „Click & Collect“, also die Möglichkeit, nach telefonischer Voranmeldung, aber ohne Beratung, Schulranzen zu verkaufen. Funktioniert hat die von der Landesregierung ersonnene Geschäftsidee bei Uhlig nicht wirklich gut.

Individuelle Beratung nach Terminvereinbarung

Da ist die Situation in diesem Jahr schon viel komfortabler: Nach Terminvereinbarung übers Internet, übers Telefon oder einen persönlichen Besuch im Geschäft an der Johann-Philipp-Palm-Straße nehmen sich Uhlig und sein Team bis zu einer Stunde Zeit für eine individuelle Beratung. Der Vorteil liegt für den Einzelhändler auf der Hand: „Wir können den Kundenfluss steuern und uns in Ruhe der Sache widmen.“ Und es kommt offenbar auch bei der Kundschaft gut an: Die Google-Bewertungen sind durchweg positiv.

Doch so zufrieden Andreas Uhlig auch ist, sobald die Corona-Situation es zulässt, will er natürlich wieder mit einer Schulranzen-Messe in der Künkelinhalle präsent sein. Im Moment aber hält er eine solche Veranstaltung für unverantwortlich: „Das wird zum Spreader-Event“, ist Uhlig überzeugt. „Sicherheit“, sagt er, „geht vor“. Auf einer Schulranzen-Messe, wie er sie bisher erlebt hat, sei viel Betrieb und viel Bewegung, Abstände werden selten eingehalten: „Das ist ja nicht wie im Kino, wo ich am Platz sitzen bleibe.“ Jetzt eine Messe zu veranstalten, hält Uhlig nicht nur für nicht zeitgemäß, es ist auch gar nicht erlaubt: Laut aktueller Corona-Verordnung des Landes sind Messen und Ausstellungen in der Alarmstufe II, die angesichts der drohenden Omikron-Welle bis 1. Februar unabhängig von der Auslastung der Intensivbetten und der Hospitalisierungsrate gilt, untersagt.

Schulranzentag im Küchenstudio

Diese Bedenken teilt man bei „Springer Schreiben & Schenken“ in Schwäbisch Gmünd nicht: Erstmals in Schorndorf aktiv, lädt das Fachgeschäft auf Samstag, 22. Januar, von 9 bis 16 Uhr zu einem Schulranzentag in die Räume des Küchenstudios Hem an der Stuttgarter Straße ein. In Schwäbisch Gmünd wurden ein Jeansmarkt und zwei Autohäuser als Kooperationspartner gefunden, um für alle Beteiligten eine Win-win-Situation zu schaffen. Die gesetzlichen Vorgaben, versichert auch Küchenstudioleiter Alexander Thürrigl, werden eingehalten und kontrolliert. Und dass die Massen strömen werden, das kann er sich nicht vorstellen. Thürrigl sieht den Schulranzentag eher als Möglichkeit, auch mal jüngeres Publikum anzusprechen.

Uhligs Schulranzenmesse – 15 Jahre lang ein fester Termin, zu dem Ende Januar bis zu 800 Eltern, Kinder und Großeltern an einem Samstag in die Künkelinhalle strömten. Vergangenes Jahr konnte die Messe wegen Corona schon nicht stattfinden. Stattdessen blieb dem Schorndorfer Taschenhändler nur „Click & Collect“, also die Möglichkeit, nach telefonischer Voranmeldung, aber ohne Beratung, Schulranzen zu verkaufen. Funktioniert hat die von der Landesregierung ersonnene Geschäftsidee bei Uhlig

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