Schorndorf

Schorndorf: Im Eventraum im Röhm-Areal gibt's noch Hochzeitstermine für 2023

Zeit.Raum
„Zeit.Raum“-Geschäftsführerin Eva Wiedmer freut sich, dass wieder Hochzeiten und Tagungen stattfinden können. © Gabriel Habermann

Ohne die staatlichen Überbrückungshilfen, ohne den Mietzuschuss der Stadt Schorndorf und die 7000 Euro, die über die Spendenplattform „betterplace.org“ zusammengekommen sind, hätte Eva Wiedmer die beiden Corona-Jahre mit ihrem Seminar- und Veranstaltungszentrum „Zeit.Raum“ im Röhm-Areal nicht überstanden. „Das ist der Grund, warum ich noch da bin“, sagt die 39-Jährige. Nach zwei Krisenjahren liegt die Event-Branche am Boden. Und auch Eva Wiedmer hat es „gerade so überstanden“, dass bei ihr im Jahr 2021 bestimmt 30 Hochzeitsfeiern abgesagt wurden, dass Firmen keine Veranstaltungen mehr buchten, ja überhaupt nichts stattfinden konnte in ihren direkt am Remsufer gelegenen Räumen in der alten Lederfabrik. „Ich hatte null Umsatz.“

Die Hochzeitstermine für 2022 sind schon ausgebucht

Seit vier Wochen läuft es wieder an. Seitdem klar ist, dass zumindest über die Frühlings- und Sommermonate keine Corona-Beschränkungen drohen, werden wieder Hochzeiten und Veranstaltungen gebucht. Und die Zahlen sind durchaus ermutigend: Für 2022 sind die Hochzeitstermine schon ausgebucht. Für 2023 geht’s schon los. Vergangene Woche fanden mal wieder mehrere größere Tagungen parallel statt. Kürzlich, erzählt Eva Wiedmer, kam sogar wieder die erste Daimler-Buchung nach drei, vier Jahren rein. „Die Leute freuen sich auf Veranstaltungen“, sagt die „Zeit.Raum“-Geschäftsführerin – und so langsam kehrt auch wieder der Spaß an der Arbeit zurück. Gleichzeitig, sagt sie, sei bei ihr die Demut für ein funktionierendes Geschäft gewachsen. Den Glauben an ihr 2013 gegründetes Seminarzentrum hat sie aber nie verloren. Selbst in der dunkelsten Corona-Zeit war sie sich sicher: „Der Zeit.Raum ist noch nicht vorbei.“

Nach zwei Corona-Jahren ein großer Berg an Mietschulden

Ihre Mitarbeiterin ist seit eineinhalb Jahren in Kurzarbeit, sie selbst hatte trotz der finanziellen Hilfen fast kein Einkommen. Weil sie nicht auch noch in Privatinsolvenz gehen wollte und Geld zum Leben brauchte, hat sich in den vergangenen zwei Jahren ein großer Berg an Mietschulden angesammelt. Den gilt es jetzt abzutragen – und gleichzeitig das Geschäft wieder zum Laufen zu bringen. Um nicht völlig untätig zu sein, hat sich Eva Wiedmer, die auch Personal Coach ist, während der Zwangspause weitergebildet in der Entspannungsmethode „Access Bars“. Inzwischen sieht sie in ihren Life-Coaching-Angeboten ein drittes, festes Standbein – neben den Hochzeitsfeiern und Tagungen.

Wie’s im Herbst mit dem Coronavirus weitergeht, ob es wieder Kontaktbeschränkungen geben wird – das weiß im Moment niemand. Auf schlechte Zeiten vorbereiten kann sich Eva Wiedmer auch nicht so richtig: Tatsächlich müsste sie zwischen 10.000 und 14.000 Euro in die technische Ausstattung stecken, um künftig auch Hybrid-Veranstaltungen anbieten zu können. Diese Geldsumme hat sie nicht. Und obwohl sie ihre Preise nicht wie alle anderen erhöhen möchte, ist sie realistisch genug: „Ich befürchte“, sagt die 39-Jährige, „das wird sich nicht lange durchhalten lassen.“

Ohne die staatlichen Überbrückungshilfen, ohne den Mietzuschuss der Stadt Schorndorf und die 7000 Euro, die über die Spendenplattform „betterplace.org“ zusammengekommen sind, hätte Eva Wiedmer die beiden Corona-Jahre mit ihrem Seminar- und Veranstaltungszentrum „Zeit.Raum“ im Röhm-Areal nicht überstanden. „Das ist der Grund, warum ich noch da bin“, sagt die 39-Jährige. Nach zwei Krisenjahren liegt die Event-Branche am Boden. Und auch Eva Wiedmer hat es „gerade so überstanden“, dass bei ihr

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