Schorndorf

Schorndorf: Oldtimer-Werkstatt Rühle Motors erweitert um europäische Sportwagen

Rühle Motors
Christian Rühle steht vor einem seiner neuen Europäer im Showroom: Dem schnittigen De Tomaso Pantera. © Gabriel Habermann

Im vergangenen Sommer eröffnete Christian Rühle seine Werkstatt Rühle Motors für US-Oldtimer auf dem Schock-Areal in der Gmünder Straße. Damals erzählte der Autoliebhaber noch, dass er seine Werkstatt mit dem Umzug aus Weinstadt etwas verkleinern und damit wieder näher am täglichen Geschehen sein will. Doch jetzt wird seine Werkstatt doch wieder etwas größer: Rühle Motors bietet ab sofort auch einen Service für klassische europäische Sportwagen an.

Kunden haben nicht nur Amerikaner in der Sammlung

Sei es ein alter Porsche 911 oder ein ungewöhnlicher Exot aus Italien. Christian Rühle hat hochwertige europäische Oldtimer in sein Service-Portfolio mit aufgenommen. Darunter fallen Tüv-Begutachtungen, Wertgutachten, Probe- und Einstellfahrten sowie ein Motor- und Getriebeservice. Auf die Idee gebracht haben ihn seine Kunden. Denn viele, die ihr amerikanisches Schmuckstück zu Rühle Motors bringen, haben genauso europäische Edelkarossen in ihrer Sammlung. Und wollen diese am liebsten in derselben Werkstatt durchchecken oder aufbereiten lassen. Es muss eben doch nicht immer der V8-Motor sein. „Wir haben viele Anfragen“, erklärt Christian Rühle. Zum 1. März vergrößert er deshalb seine Werkstatt mit dem Raum direkt nebenan um gut ein Viertel der bisherigen Fläche. Das tut er vor allem, damit er und sein Team an den amerikanischen und europäischen Oldtimern räumlich getrennt arbeiten können.

„Ein deutsches Auto repariert man nämlich ganz anders als ein amerikanisches.“ Allein die verbauten Teile seien in den US-Schlitten ganz anders. Wenn man alle Autos auf einer Werkstattfläche stehen hätte, würde sich eine Zollschraube schnell mal fälschlicherweise in einen Porsche verirren, erklärt Christian Rühle. Diesen Fehlern möchte er vorbeugen. Außerdem will der Werkstattinhaber keine „eierlegende Wollmilchsau“ sein. Er bietet nicht grundsätzlich jede Reparatur und jeden Service für jedes Auto an. Er spezialisiert sich auf High-End-US-Oldtimer und hochwertige europäische Sportwagen zahlungskräftiger Kunden. Das sieht man auch am Erscheinungsbild seines Showrooms samt Werkstatt: Alles ist blitzsauber und geordnet.

Die Oldtimer-Fans sind im Laufe der vergangenen Jahre tendenziell noch leidenschaftlicher geworden, erzählt der 45-Jährige. Denn während der Pandemie wurde das Oldtimer-Sammeln und -Fahren für viele zum Segen. „Das war eine der wenigen Sachen, die noch gingen. In der Ein-Mann-Zelle konnte man problemlos isoliert durch die Gegend touren.“ Dazu benötigen seine Kunden aber auch eine gewisse Sicherheit, dass das restaurierte Auto nicht bei jeder Fahrt den Geist aufgibt.

Deshalb bietet Christian Rühle Service auf einem gehobenen Niveau an: „Die meisten Oldtimer haben schon billige Reparaturen hinter sich, bei uns dauert es lieber mal eine Stunde länger und dafür passt alles, wie es soll“, erklärt er. Ein gut gerichtetes Auto sei mindestens so gut in Schuss wie zu dem Zeitpunkt, als es vom Band lief.

Oldtimer zu fahren, sagt Christian Rühle, sei eigentlich genauso sinnlos wie Skifahren. „Das Beste, was passieren kann, ist, dass nichts Schlimmes passiert. Aber genau das macht den Reiz aus.“ Damit meint er, dass ein Oldtimer jederzeit auf der Straße liegen bleiben kann. Außerdem wären beliebte alte Autos, wie der seltene De Tomaso Pantera in seinem Showroom, sehr stabile Wertanlagen. Der Preis sinke ab einem gewissen Alter nicht mehr und ab und zu könne man mit dem Investment dann sogar Spaß auf der Straße haben.

Doch um seinen durchaus anspruchsvollen Kunden die bestmögliche Arbeit bieten zu können, hat Christian Rühle für seine Werkstatt eine klare Altersgrenze gesetzt. Sein Team restauriert ausschließlich Autos, die bis Mitte oder Ende der 1970er Jahre gebaut worden sind. Denn ab Beginn der 1980er sei in Autos viel Elektronik verbaut worden, die man heute nicht mehr auslesen könne. Das mache das Reparieren von Autos dieser Zeit zu einer schier unmöglichen Aufgabe. Neben den Restaurationen und dem Service rund um den Oldtimer betreibt Rühle Motors auch Handel mit den Fahrzeugen oder vermittelt diese. „Ich mache das seit über 20 Jahren und habe daher ein gutes Netzwerk. Wenn ein Kunde einen bestimmten Porsche 911 sucht, weiß ich, wo er ihn finden kann.“ Gut ein Viertel seiner Autos restauriert Rühle „auf Halde“ und somit vorerst ohne Auftrag. Dafür beobachtet er den Oldtimer-Markt und dessen Trends genau.

Im vergangenen Sommer eröffnete Christian Rühle seine Werkstatt Rühle Motors für US-Oldtimer auf dem Schock-Areal in der Gmünder Straße. Damals erzählte der Autoliebhaber noch, dass er seine Werkstatt mit dem Umzug aus Weinstadt etwas verkleinern und damit wieder näher am täglichen Geschehen sein will. Doch jetzt wird seine Werkstatt doch wieder etwas größer: Rühle Motors bietet ab sofort auch einen Service für klassische europäische Sportwagen an.

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