Schorndorf

Schorndorfer Sportverein SG startet mit viel Ungewissheit wieder durch

SGKindersport
Die Sportgemeinschaft bietet nun unter anderem wieder Kurse für Kinder an. © Gaby Schneider

Für aktive Vereinssportler waren die vergangenen Wochen schwierig. Ein Training in der Gruppe war unmöglich. Mit den kürzlich beschlossenen Lockerungen kann es nun zumindest in kleinem Kreis sportlich weitergehen, wie etwa bei der Sportgemeinschaft Schorndorf (SG). Doch eine langfristige Planung ist für den Verein schwierig, es bleibt viel Ungewissheit.

Einige Kinder haben nun erstmals wieder das Sportangebot der SG genutzt, nachdem zum 8. März die Corona-Regeln gelockert wurden. Auf dem Platz des Vereins haben die Mädchen und Jungen geturnt, gehüpft und mit Abstand gespielt. Mit den neuen Corona-Regeln ist es der SG nun möglich, einige Angebote wieder zu starten.

Unter anderem wird nun das Ulrich-Schatz-Sportzentrum, also das vereinseigene Fitnessstudio, an Einzelne wieder zu vermieten sein. Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten können die Fläche nun für Zeitfenster von einer Stunde buchen. Der geschäftsführende Vorstand Benjamin Wahl ist froh, dass zumindest dies wieder möglich ist. „Zumindest können wir damit einigen ihr Training ermöglichen“, sagt er.

Und was ist mit der Inzidenz?

Selbst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 darf der Verein die Fläche so vermieten. Momentan liegt der Wert bei 44 (Stand 10. März). Allerdings bleiben die Duschen und Kabinen zu, wer trainieren will, der muss in Sportkleidung kommen. Außerdem muss jedes Gerät nach der Nutzung desinfiziert werden.

Wie das Studio darf nun auch die AOK-Arena, die Freilufthalle des Vereins, vermietet werden. Bislang war dies nicht gestattet. Öffentlich hatte der Sportverein daran Kritik geübt. Während seit einigen Wochen rund um die Halle regelmäßig viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene Sport treiben oder sich im Freien aufhalten, musste die Freilufthalle dicht bleiben. Nun kann sie ebenfalls für einzelne Zeitfenster gebucht werden. Diese Möglichkeit ist bislang aber ausschließlich Vereinsmitgliedern vorbehalten.

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 darf der Verein außerdem Kurse in der Freilufthalle anbieten. Zehn Personen dürfen gleichzeitig in die Halle, anmelden können sich also neun Personen. Auch wenn die Anzahl gering ist, bietet der Verein nun seit Dienstag entsprechende Kurse an. Functional Work-out, Bodycombat und Tabata finden derzeit abends in der Halle statt.

Zu den Kursen für Kinder unter 14 Jahre dürfen sogar insgesamt 20 Mädchen und Jungen kommen. Allerdings ist hierbei nur „kontaktarmer“ Sport erlaubt. In der Praxis bedeutet das laut Wahl, dass Fußballspielen zwar möglich ist, aber beispielsweise nicht zusammengestanden werden darf. Selbst bei einem Wert zwischen 50 und 100 darf die SG solche Kinder-Kurse anbieten.

Es ist kompliziert

Den Durchblick bei all den Regeln zu behalten ist für die Sportvereine derzeit nicht einfach. Weil es auch bei der SG Unsicherheit bezüglich der vielen Regeln gab, haben sie sich bei der Schorndorfer Verwaltung abgesichert. Doch auch wenn es in der Praxis schwer umzusetzen sei, sagt Wahl: „Das ist alles besser als gar nichts.“ Was der geschäftsführende Vorstand allerdings kritisiert, ist die starke Abhängigkeit der Regeln von der Inzidenz. Er schaue inzwischen ständig auf die Zahl, erzählt Wahl..

Zwar gibt es nun eine Lockerung, aber zumindest die Innensportanlagen bleiben für den Freizeitsport auch weiterhin geschlossen, wie Wahl erklärt. Für manche Abteilung im Verein sei dies nach wie vor keine gute Nachricht. Tischtennis oder Badminton würden eben normalerweise nicht im Freien gespielt. Wie die einzelnen Gruppen nun weitermachen wollen, sei teilweise aber noch unklar.

Nach Wahls Kenntnisstand soll ab dem 22. März auch kontaktfreier Sport im Innenbereich mit mehr Personen und Kontaktsport im Außenbereich möglich sein, sofern alle Sportler einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen können und die Inzidenz unter 100 liegt.

Im April könnte es laut Deutschem olympischen Sportbund (DOSB) sogar so weit sein, dass solche Tests überhaupt nicht mehr notwendig sind, sofern der Grenzwert eingehalten wird. „Das ist ein sehr positives Signal“, sagt Benjamin Wahl.

Für aktive Vereinssportler waren die vergangenen Wochen schwierig. Ein Training in der Gruppe war unmöglich. Mit den kürzlich beschlossenen Lockerungen kann es nun zumindest in kleinem Kreis sportlich weitergehen, wie etwa bei der Sportgemeinschaft Schorndorf (SG). Doch eine langfristige Planung ist für den Verein schwierig, es bleibt viel Ungewissheit.

Einige Kinder haben nun erstmals wieder das Sportangebot der SG genutzt, nachdem zum 8. März die Corona-Regeln gelockert wurden. Auf

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