Schorndorf

Schorndorfer Weihnachtsmarkt eröffnet: Beste Adventsstimmung bei fairen Preisen

Weihnachtsmarkt
Vor allem abends wuselte es am Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt. © Christopher Czernecki

Viele fröhliche Menschen bummeln über den Marktplatz, der Posaunenchor stimmt „Alle Jahre wieder“ an und plötzlich liegt der Geruch von Glühwein und frischen Bratwürsten in der Luft. Pünktlich zum ersten Adventswochenende, und nach zweijähriger Corona-Pause, ist er endlich wieder da: der Schorndorfer Weihnachtsmarkt. Bis zum 21. Dezember wird auf dem Marktplatz an 23 Verkaufs- und Essensständen für ordentlich Weihnachtsstimmung gesorgt. Die Preise, zum Beispiel für Glühwein, sind beinahe einheitlich und durchaus verbraucherfreundlich.

Faire Preise trotz Inflation: Ein normaler Glühwein kostet zwischen 3,50 und vier Euro

„Ich bin wirklich froh, dass der Weihnachtsmarkt wieder stattfinden kann“, sagte Oberbürgermeister Bernd Hornikel bei seiner Eröffnungsrede am Samstagvormittag. Der Verwaltungschef findet es besonders wichtig, mit dem Markt in einer durch Krisen geprägten Zeit  für Freude zu sorgen. „Hier können die Menschen für kurze Zeit ihre Probleme vergessen, sich treffen und sich unterhalten“, so Bernd Hornikel. Auch wenn der Weihnachtsmarkt im Vergleich zu 2019 etwas kleiner ausgefallen ist und die traditionelle Weihnachtsmütze nicht auf dem Rathaus prangt.

Doch auch wenn der Weihnachtsmarkt im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit sechs Verkaufsbuden weniger hat, gibt es drei neue Essensstände: Das Ama Deli hat direkt vor seinem Lokal einen kleinen Glühwein-Stand aufgebaut und beim Stand „Heiße 3er“ gleich daneben gibt es ebenfalls Glühwein sowie Punsch und den schwäbischen Klassiker Dinnete. Bei „Little Quarter“ auf der Höhe des Telekom-Ladens kann jeder die spanisch-mexikanische Spezialität Churros, heiße Schokolade und Feuerzangenbowle genießen.

Auch die Dauerbrenner, wie der Pizzabäcker „Donato Stellato“ oder der Thüringer-Bratwurst-Stand der Fleischerei Lippmann aus Kahla, kommen nach wie vor gut an. Schon wenige Minuten nach der Eröffnung hatte sich dort im Grillrauch eine Riesenschlange gebildet. Der ein oder andere musste mehr als 15 Minuten auf seine Wurst warten. Doch das hat sich mehr als gelohnt, wie Katja Brenner aus Stuttgart fröhlich kauend erzählt. „Der Schorndorfer Weihnachtsmarkt hat ein besonderes Flair, deshalb komme ich immer wieder gerne hierher“, berichtet sie. Den Preis von vier Euro findet sie „wirklich fair“.

Recht ehrliche Preise gibt es eigentlich an jedem Stand auf dem Marktplatz, auch wenn alle Lebensmittel ein wenig teurer geworden sind. Ein normaler Glühwein kostet beim Stand „Heiße 3er“ und dem direkt nebenan 3,50 Euro. Bei den Buden der Schorndorfer Gastronomien Ama Deli und Santa Lucia bezahlt man 3,80 Euro und bei „Edelheiss“ sowie „Little Quarter“ kostet die Tasse vier Euro. Und auch an anderen Glühwein-Ausschänken bezahlt man für eine normal große Tasse nicht mehr als vier Euro.

Schwedische Zelte und eine Eisenbahn für die Kinder

Darüber freut sich auch der Leiter des Eigenbetriebs Tourismus und Citymanagement, Lars Scheel. Sein Team ist zum ersten Mal für den Weihnachtsmarkt zuständig und schon seit dem vergangenen Jahr in der Vorbereitung. Seit dem Stadtmarkt im Oktober sei die detaillierte Planung dann so richtig losgegangen. „Wir haben viel positives Feedback von den Gästen und Beschickern erhalten“, erzählt er.

Das bestätigt René Brecht, der seit 25 Jahren Mineralien und Schmuck auf dem Schorndorfer Weihnachtsmarkt verkauft. Nach zwei Jahren Pause hat er sich „besonders darauf gefreut“.

Wenn der Weihnachtsmarkt erstmals von einem neuen Team geführt wird, darf die ein oder andere Neuheit natürlich nicht fehlen. Besonders sticht die große Aufenthaltsfläche mit zwei Tipi-ähnlichen Zelten vor dem Rathaus hervor.

Diese kommen allerdings nicht etwa aus Amerika, sondern aus Nordschweden. Genau genommen handelt es sich um sogenannte „Kote“, die traditionellen Behausungen der samischen Bevölkerung Skandinaviens. Der schwedische Vermieter der Zelte musste bei der Konstruktion auf dem Marktplatz sogar besonders kreativ werden. Denn wie Lars Scheel erklärt, werden die Zelte normalerweise in die Erde gepflockt. Das ging auf dem Pflasterstein der Altstadt allerdings nicht.

OB Bernd Hornikel schreibt als Erster ins traditionelle Wunschbuch

Statt des großen Karussells gibt es für Kinder dieses Mal eine kleine Eisenbahn, die ihre Runden durch ein kleines Weihnachts-Wäldchen dreht. „Das ist mal was anderes, eine gute Abwechslung zum Karussell“, sagt Andreas Fink aus dem Organisationsteam.

Was nach der Corona-Pause natürlich auch nicht fehlen darf, ist das vom Rotary Club gespendete Wunschbuch. Hier können Groß und Klein verschiedenste Wünsche eintragen. Seit dem Start im Jahr 2013 haben Gäste des Weihnachtsmarkts über 40.000 Wünsche hineingeschrieben. „Im vergangenen Jahr gab's kein Wunschbuch“, sagt Waldemar Junt, Initiator des Wunschbuchs. „Da haben sich in der Zwischenzeit viele Wünsche angestaut, und die wollen aufs Papier gebracht werden.“ Die Ehre, den ersten Wunsch einzutragen, hatte Schirmherr Bernd Hornikel. Es liegt ab sofort an einem kleinen Stand beim Rathaus-Eingang aus.

Am Sonntag fand dann auf dem Unteren Marktplatz der Weihnachtsmarkt der Vereine statt. Rund 20 Vereine, Kindergärten, Schulen und karitative Einrichtungen verkauften dort Schmuck, Deko, Plätzchen, Kerzen, Speisen, Getränke und vieles mehr.

Viele fröhliche Menschen bummeln über den Marktplatz, der Posaunenchor stimmt „Alle Jahre wieder“ an und plötzlich liegt der Geruch von Glühwein und frischen Bratwürsten in der Luft. Pünktlich zum ersten Adventswochenende, und nach zweijähriger Corona-Pause, ist er endlich wieder da: der Schorndorfer Weihnachtsmarkt. Bis zum 21. Dezember wird auf dem Marktplatz an 23 Verkaufs- und Essensständen für ordentlich Weihnachtsstimmung gesorgt. Die Preise, zum Beispiel für Glühwein, sind beinahe

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