Schorndorf

Secondhand-Brautkleid kaufen in Schorndorf: Bei "Preloved" soll die Kleider-Suche zum Event werden

Preloved - Bridal
Lena Widmann (links), Tobias Zatti und Ramona Mangold in ihrem Secondhand-Brautmodegeschäft. © Gabriel Habermann

„Brautkleider haben eine zweite Chance verdient“, dessen ist sich Ramona Mangold (27) ganz sicher. Gemeinsam mit ihrer Cousine Lena Widmann (24) und ihrem Bruder Tobias Zatti (35) hat sie im September das Secondhand-Brautkleidergeschäft „Preloved“ in Haubersbronn eröffnet.

Tobias Zatti ist Unternehmer und fungiert als Geschäftsführer. Warum sich seine Schwester als gelernte Automobilkauffrau und Cousine Lena Widmann als gelernte Bürokauffrau den Traum eines eigenen Secondhand-Brautmodegeschäfts verwirklichen wollten, hat einen einfachen Hintergrund: „Es war schon lange unser Wunsch, etwas Gemeinsames aufzubauen. Ich war in Zeiten von Corona selbst auf der Suche nach einem Secondhand-Brautkleid“, erzählt Ramona Mangold.

Dabei sei ihr und Lena Widmann eines ganz besonders aufgefallen: „Viele Beratungen waren kühl, verliefen so schnell und wirkten auf uns sehr unpersönlich. Es fehlte das gewisse Etwas.“

Eventcharakter und Gemütlichkeitsfaktor dürfen nicht fehlen

Die jungen Frauen lieben Hochzeiten – und „es gibt keine Feier, die persönlicher, familiärer und emotionaler ist“. Deshalb haben die Cousinen beschlossen, einen eigenen „Brautladen nach unseren Vorstellungen zu eröffnen, bei dem die Suche nach einem Brautkleid genauso emotional und persönlich abläuft wie die Hochzeit selbst.“ Und warum secondhand? „In der Regel trägt man das Kleid einmal und dann nie wieder – so kann das Kleid einen zweiten Auftritt haben und ist gleichzeitig nachhaltiger.“

Die Räume nach Wunsch – in Haubersbronn wurde man fündig: Der Laden in der Miedelsbacher Straße 23 war genau das, was sie suchten. Die ganze Familie habe bei der Einrichtung geholfen, sagt Lena Widmann. „Schon da haben wir uns heimelig gefühlt.“ Denn das, was die beiden bei ihrer Secondhand-Brautkleidsuche vermisst haben, wollten sie in ihrem Geschäft umsetzen: „Die Kundin soll sich wohlfühlen. Wir sind nur für sie da“, sagt Mangold.

„Bei uns soll es sein wie in einem Wohnzimmer“, fügt ihr Bruder hinzu. Der Eventcharakter und der Gemütlichkeitsfaktor spielen eine ausschlaggebende Rolle. So bekommt man beispielsweise beim Betreten des Brautraums Hausschuhe, und auf der kuscheligen Couch kann man auch erst mal ein Gläschen Sekt genießen, bevor man sich die ganze Bandbreite der Brautmode anschauen kann. Derzeit hängen rund 150 Brautkleider auf den Bügeln an der Kleiderstange. „Wir verkaufen neben Secondhand-Brautkleidern Outletkleider, Standesamtkleider sowie ungetragene Brautkleider in allen Stilrichtungen von Boho/Vintage über Meerjungfrau bis hin zur Prinzessin, in allen Größen und auch aufs Budget angepasst.“

Die Kleider werden auf Kommission verkauft. Die bisherigen Erfahrungen mit Ankäufen und Bräuten seien durchweg positiv gewesen: „Es gibt Kundinnen, die es sehr schön finden, wenn ihr Kleid einen zweiten Auftritt und somit eine zweite Chance bekommt.“

Einige Kleider, die auf der Kleiderstange hängen, sind neu, wurden also noch nie getragen: „In der Corona-Zeit wurden ja viele Hochzeiten abgesagt, aber das Kleid war eben schon gekauft. Und entweder hat sich die Braut dann später für ein neues Kleid entschieden und hat uns dann ihr erstes angeboten, oder die Hochzeit ist gar nicht mehr in absehbarer Zeit zustande gekommen“, berichtet Ramona Mangold über die Beweggründe, warum ein Hochzeitskleid den Weg zu ihnen findet. „Und“, so Tobias Zatti, „auf Ebay oder sonstigen Plattformen bekommt man ein Kleid, ohne es anprobieren zu können, schwer bis gar nicht los.“

Keine Öffnungszeiten, nur Termin nach Vereinbarung

Wer sich für ein Secondhand-Brautkleid interessiert, kann sich mit Ramona Mangold und Lena Widmann in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren, denn offizielle Öffnungszeiten gibt es nicht. „Wir möchten individuell für unsere Kundin da sein und versuchen, auf jeden Wunsch einzugehen.“ Ramona Mangold erzählt, dass es dabei schon zu wunderbaren Gesprächen gekommen ist: „Es ist ja auch etwas Besonderes, wenn wir gemeinsam ein Kleid für diesen einzigartigen Tag heraussuchen.“

Wer ein Kleid bei „Preloved“ abgibt, der sollte natürlich darauf achten, dass das Kleid professionell gereinigt ist. Mangold: „Es bleibt für zwölf Monate bei uns. Sollte es keine zweite Chance bekommen, muss das Kleid wieder abgeholt werden oder wir verschicken es per Post. Wir verlangen keinerlei Gebühren oder Aufwandspauschalen, sollte sich das Kleid nicht verkaufen. Wenn das Kleid verkauft ist, das uns die Kundin überlassen hat, bekommt sie 61 Prozent des Erlöses – 39 Prozent gehen an uns.“

„Brautkleider haben eine zweite Chance verdient“, dessen ist sich Ramona Mangold (27) ganz sicher. Gemeinsam mit ihrer Cousine Lena Widmann (24) und ihrem Bruder Tobias Zatti (35) hat sie im September das Secondhand-Brautkleidergeschäft „Preloved“ in Haubersbronn eröffnet.

Tobias Zatti ist Unternehmer und fungiert als Geschäftsführer. Warum sich seine Schwester als gelernte Automobilkauffrau und Cousine Lena Widmann als gelernte Bürokauffrau den Traum eines eigenen

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