Schorndorf

So kontrollieren die Schorndorfer Einzelhändler die 3G-Regel

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3G Einzelhandel
Die meisten Kundinnen und Kunden sind auf die 3G-Kontrolle vorbereitet. © Gabriel Habermann
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Barbara Mühleck vom Modehaus Schill © Gabriel Habermann
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Roland Veil kontrolliert den 3G-Nachweis seiner Kunden im Verkaufsgespräch © Gabriel Habermann

Der Zutritt in viele öffentliche Einrichtungen ist mit Einführung der Alarmstufe nur noch für Geimpfte oder Genesene möglich. Im Einzelhandel hingegen gilt nun wieder die 3G-Regel. Zutritt zu Geschäften haben also auch Leute mit negativem Schnelltest. Doch wie kommt diese Verordnung bei den Schorndorfer Händlern an und wie führen die Ladenbetreiber 3G-Kontrollen durch?

Kontrollen an der Türe oder im Verkaufsgespräch

Es ist früher Mittwochvormittag bei Carl- Max-Meyer am Oberen Marktplatz. Eine Kundin betritt den Laden. Ihr Smartphone, auf dem ihr Impfnachweis gespeichert ist, hat sie bereits aus der Tasche geholt. „Wir müssen uns noch etwas eingrooven“, sagt Susanne Kettner, die für die Kontrolle hinter der Kasse hervorkommt. Die meisten Kunden würden ihren Impf- oder Genesenennachweis aber ohnehin freiwillig gleich am Eingang vorzeigen. Trotzdem, wirft Inhaberin Gerlinde Dannemann ein, wisse nicht jeder Kunde über die neue Regelung Bescheid. Von der 3G-Regel sind beide wenig begeistert. „Ich kann nicht nachvollziehen, dass man im Supermarkt keinen Test vorlegen muss, bei uns aber schon. Das ist eine Ungleichbehandlung“, sagt Andrea Andresen.

Beim Modehaus Schill weist schon am Eingang ein Schild auf die 3G-Regel hin. Kontrolliert wird auch hier jeder, der das Geschäft betritt. Geschäftsführerin Barbara Mühleck hat außerdem mehrere Seiten Zusammenfassung der Regeln vom Handelsverband ausgedruckt und an der Kasse abgelegt. „Wir bemühen uns“, sagt sie. Einen größeren Andrang habe sie an den beiden Tagen vor der Alarmstufe nicht erlebt. Ihrer Schätzung nach seien aber auch die allermeisten ihrer Kunden geimpft. Sie befürchtet aber, dass einige dieser Geimpften in Zukunft aus Angst zu Hause bleiben könnten. „Click and Collect machen wir aber erst wieder, wenn man uns den Laden zumacht“, sagt sie. Dass in absehbarer Zeit ein erneuter Lockdown mit Geschäftsschließungen droht, will Barbara Mühleck nicht ausschließen. „Die Befürchtung ist da“, gibt sie zu Protokoll.

Roland Veil, Inhaber von Betten-Veil, verfolgt einen anderen Ansatz. Zwar braucht man auf seiner Verkaufsfläche einen 3G-Nachweis, jedoch nicht für seine Bettenreinigung. „Da sind wir dann wieder systemrelevant“, sagt er schulterzuckend. Deshalb kontrollieren Veil und seine Mitarbeiter nicht grundsätzlich jeden Kunden, der zur Türe hereinkommt. Sobald es aber zum Verkaufsgespräch kommt oder die Kunden bezahlen wollen, müssen sie ihren Nachweis vorzeigen. Wirklich begeistert von der neuen Regelung ist auch Roland Veil nicht. Die Maßnahme sei im Weihnachtsgeschäft durchaus ein Hemmschuh. „Kontrollieren ist eigentlich auch nicht mein Job, sondern der vom Staat“, merkt er an. Jedoch vermutet er keine größeren Probleme. Weil Schnelltests mittlerweile wieder kostenlos sind, wird es keinen großen Einschnitt geben, sagt Roland Veil.

„Das ist schon eine Herausforderung für die Mitarbeiter“

Ebenfalls nicht direkt am Eingang, sondern im Verkaufsgespräch werden die Kunden im Kaufhaus Bantel kontrolliert. „Da wir aber grundsätzlich jeden Kunden ansprechen, wird auch jeder kontrolliert“, erklärt Claudia Maurer-Bantel, die gemeinsam mit ihrer Schwester Christina Bantel-Wild das Kaufhaus leitet. Auch an der Kasse werden Stichprobenkontrollen durchgeführt, erklärt sie. Einzelkontrollen an den Eingängen könne das Unternehmen nicht leisten, zu dünn sei die Personaldecke. Und gerade während des Krämermarkts tut sich ein weiteres Problem auf: „Wir werden in der Innenstadt als öffentliche Toilette benutzt.“ Die Kapazitäten, jeden zu kontrollieren, habe das Kaufhaus eigentlich nicht. „Das ist schon eine Herausforderung für die Mitarbeiter.“ Jedoch hält sich Bantel an alle Empfehlungen des Handelsverbandes. An allen Eingängen sind deshalb Hinweisschilder angebracht, auch auf der Webseite des Kaufhauses wird über 3G informiert.

Der Zutritt in viele öffentliche Einrichtungen ist mit Einführung der Alarmstufe nur noch für Geimpfte oder Genesene möglich. Im Einzelhandel hingegen gilt nun wieder die 3G-Regel. Zutritt zu Geschäften haben also auch Leute mit negativem Schnelltest. Doch wie kommt diese Verordnung bei den Schorndorfer Händlern an und wie führen die Ladenbetreiber 3G-Kontrollen durch?

Kontrollen an der Türe oder im Verkaufsgespräch

Es ist früher Mittwochvormittag bei Carl- Max-Meyer am

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