Schorndorf

Spatenstich für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Oberberken

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Mit Helm und Spaten tatkräftig dabei: Gesamtkommandant Jürgen Bruckner, Aleksander Ristic von der Pfeil Bauträger GmbH, Architekt Günter Brecht, Oberbürgermeister Matthias Klopfer, Julian Geng von der Jugendfeuerwehr, Ortsvorsteher Siegbert Doring, Abteilungskommandant Jochen Niemann und Erster Bürgermeister Thorsten Englert (von links). © Pienek

150 Kubikmeter Beton auf dem Grundstück sind schon verbaut, mit dem ersten Spatenstich ist der Startschuss für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Oberberken jetzt auch ganz offiziell gefallen: Im Gewerbegebiet „Im Asperfeld“ entsteht aber nicht nur ein neues Domizil für die Freiwillige Feuerwehr, auch die Verwaltungsstelle wird von der Ortsmitte an diesen neuen Standort ziehen. Außerdem soll das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Schurwald Schulungsstandort für die Gesamtwehr werden.

Fünf Jahre lang, erinnerte Oberbürgermeister Matthias Klopfer, habe die Grundstückssuche in Anspruch genommen. Zwischenzeitlich stand nicht nur ein Neubau in der Ortsmitte zur Debatte, sondern sogar die Umwidmung des Kindergartens „In den Geißhecken“. Auf Betreiben des Ortsvorstehers Siegbert Doring habe man sich schließlich auf das auch einsatztaktisch interessante Grundstück im Gewerbegebiet geeinigt – „in der neuen Mitte von Ober- und Unterberken“, wie es Klopfer formulierte.

400 Quadratmeter für die Feuerwehr, 200 für die Verwaltungsstelle

Die Weichen für den 3,3-Millionen-Euro-Neubau hat der Gemeinderat vor eineinhalb Jahren gestellt. Im Herbst 2022 soll das Zweckgebäude, das von der Pfeil Bauträger GmbH aus Althütte und dem Welzheimer Architekten Günter Brecht geplant und errichtet wird, bezugsfertig sein. Rund 400 Quadratmeter sind für die Feuerwehr vorgesehen und 200 Quadratmeter für die Ortsverwaltung. Platz bietet die neue, 150 Quadratmeter große Halle für zwei Fahrzeuge – ein Löschgruppenfahrzeug aus dem Jahr 2002 und einen Mannschaftstransportwagen, Baujahr 2011. Das Dach wird begrünt und mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet, geheizt wird im Gebäude mittels Luft-Wärme-Pumpe.

Dass der Erwartungsdruck der Berkener Feuerwehrkameraden groß war, das hat OB Klopfer bei Korps-Versammlungen in den vergangenen 15 Jahren immer wieder zu spüren bekommen: Immerhin ist das noch bestehende Feuerwehrgebäude in der Adelberger Straße eines der ältesten im ganzen Stadtgebiet – mit einer Ausfahrt direkt auf die Straße und den Umkleiden in einer engen Fahrzeughalle. Der Standort Unterberken besteht sogar nur aus einer angemieteten Garage, in der der Mannschaftstransporter mit Anhänger untergebracht ist.

Gesamtkommandant Jürgen Bruckner erinnerte auch daran, dass die Schorndorfer Wehr im Schnitt alle eineinhalb Tage im Einsatz ist – allein in diesem Jahr in Ober- und Unterberken schon 16-mal: so auch am 16. Mai beim Brand des Kindergartens im SOS-Kinderdorf und beim Unwetter am 23. Juni. In der Feuerwehr Ober- und Unterberken sind insgesamt 33 Feuerwehrleute aktiv – aktuell vier Frauen und 29 Männer. Dass die Feuerwehr letzten Endes aber „eine kommunale Aufgabe ist“, das zeigt sich, merkte Oberbürgermeister Matthias Klopfer an, auch am Zuschuss des Landkreises in Höhe von gerade mal 120 000 Euro.

Wunsch aus dem Ortschaftsrat: Ein Dorfgemeinschaftshaus

Was mit dem alten Feuerwehrgerätehaus und dem Rathaus in der Ortsmitte passiert, ist indes noch offen: Würden die Oberberkener die Räumlichkeiten gerne als Dorfgemeinschaftshaus nutzen – ein entsprechender Prüfantrag aus dem Ortschaftsrat für den städtischen Haushalt liegt vor – sieht die im Gemeinderat beschlossene Immobilienstrategie nicht nur einen Verkauf dieses Gebäudes vor, sondern auch des Rathauses. Und dabei haben der Förderverein zur Erhaltung und Entwicklung der Dorfgemeinschaft, die Landfrauen und die Sportfreunde bereits konkreten Bedarf angemeldet – nicht zuletzt als Lagerraum für Zelte, Grills und Schrannen.

150 Kubikmeter Beton auf dem Grundstück sind schon verbaut, mit dem ersten Spatenstich ist der Startschuss für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Oberberken jetzt auch ganz offiziell gefallen: Im Gewerbegebiet „Im Asperfeld“ entsteht aber nicht nur ein neues Domizil für die Freiwillige Feuerwehr, auch die Verwaltungsstelle wird von der Ortsmitte an diesen neuen Standort ziehen. Außerdem soll das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Schurwald Schulungsstandort für die Gesamtwehr

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