Schorndorf

Stadt plant Miedelsbacher Umfahrung

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Möglicher Verlauf der Ortsumfahrung Miedelsbach. Die ganze Grafik finden Sie unterhalb des Artikels. © Leonie Kuhn

Schorndorf. Die Ortsumfahrung Miedelsbach ist das nächste Straßenbauprojekt, bei dem die Stadt die Straßenbauverwaltung, die aktuell nicht über ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen verfügt, planerisch unterstützt. Der Gemeinderat hat der entsprechenden Vereinbarung zwischen dem Land und der Stadt zugestimmt.

Nachdem es bereits in den Jahren 2004 und 2008 Vorplanungsvarianten gab, gibt es jetzt einen weiteren und schon im Ortschaftsrat Miedelsbach vorgestellte Planungsvorschlag, der einen kürzeren Verlauf und einen ortsnäheren Anschluss an die bestehende Landesstraße zwischen Miedelsbach und Rudersberg vorsieht, wobei sich diese Variante nur bei Aufgabe und Verlegung des derzeitigen Rasensportplatzes realisieren ließe.

Berger: „Politik muss auch mal den Menschen dienen“

Es sei klasse, dass die Stadt planerisch in die Bresche springe, sagte im Gemeinderat der in Miedelsbach lebende SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Berger, der hofft, dass das grün-geführte Verkehrsministerium seine Blockadehaltung beim Bau dieser Ortsumfahrung aufgibt – „Lärmaktionsplan hin oder her“. Miedelsbach sei bislang ein durch die Ortsdurchfahrt geteiltes Dorf, sagte Berger, der einerseits Verständnis dafür hat, dass sich die Grünen im Gemeinderat mit dem Projekt schwertun – was sich in der Abstimmung über die Vereinbarung auch in Gegenstimmen und Enthaltungen niederschlug –, andererseits aber zu bedenken gab, dass „Politik halt auch mal den Menschen dienen“ müsse.

Entlastung der Ortsdurchfahrt

„Diese Umfahrung muss kommen“, meinte auch CDU-Fraktionschef Hermann Beutel, der allerdings keine zeitliche Prognose wagen wollte. Es sei „überfällig, dass das auf den Weg kommt“, pflichtete FDP/FW-Stadtrat Konrad Hofer seinen beiden Vorrednern bei und rechnete den Gegnern dieser Umfahrung vor, dass sie künftig 100 Meter von der Straße weg wohnten, während die Anwohner in der Ortsdurchfahrt teilweise nur einen Meter entfernt wohnten.

Die Kosten

Die Stadt rechnet für die Jahre 2017 und 2018 mit Planungskosten von jeweils 200 000 Euro, die sie, wenn auch vermutlich mit Verzögerung, vom Land wieder erstattet bekommt.
Kosten, die für die Planung eines Hochwasserrückhaltebeckens erforderlich werden, bleiben an der Stadt hängen.