Schorndorf

Stadtwerke Schorndorf erlaubten jetzt einen Blick hinter die Kulissen

Stadtwerke Schorndorf
Stadt, Zentrale Dienste und die Stadtwerke haben am Wochenende reichlich Publikum angelockt. Auch Gartenschau-Biene Remsi war am Start. © Benjamin Büttner

Ein offizielles Fest zur Einweihung des neuen Stadtwerkegebäudes hatte die Corona-Pandemie zuletzt vereitelt. Also war die Belegschaft schon im Frühjahr 2021 ohne viel Aufhebens ins neue Gebäude gezogen. Nun aber wurden am Samstag endlich die Türen für Besucher geöffnet. Und diese Einladung zum Blick hinter die Kulissen wurde bestens angenommen. Immerhin sind nicht nur die Stadtwerke, sondern auch die Zentralen Dienste und einige Abteilungen der Stadt in dem Gebäude untergebracht.

Ein „Must“ sei der Tag dieser Veranstaltung für sie, meinte dementsprechend ein älteres Ehepaar am Samstag. Noch vor einem Jahr seien sie davon ausgegangen, dass es selbstverständlich sei, wenn das Licht angehe, sobald man den Schalter umlege, das Wasser fließe, sobald man den Hahn aufdrehe, und das Gas ströme, wenn man das Ventil öffne.

Mittlerweile sei dies aber alles infrage gestellt, so dass man geradezu mit der Nase darauf gestoßen werde, sich selbst mit der Daseinsvorsorge zu beschäftigen. Daher seien sie gerade dabei, ihre Ölheizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen und auf dem Dach ihres „Häusles“ eine Photovoltaik-Anlage zu installieren.

Beratungen zu individuellen Problemstellungen

Konkrete Antworten auf der - von den Stadtwerken, der Firma Teldanet und der Gruppe Klimanentscheid Schorndorf bestückten – „Infomeile“ erhoffte sich am Samstag ein Hausbesitzer am Infostand der Stabstelle Klimaschutz und Mobilität: Er betreibe seit Jahren auf seinem Dach eine Photovoltaik-Anlage, schilderte der Besucher sein Anliegen.

Im Nachbargebäude habe er einen Tiefgaragenstellplatz, den er nun mit einer Ladestation ausstatten wolle. Da es nicht möglich sei, von seinem Haus zum Tiefgaragenstellplatz ein Kabel zu legen, erhoffe er sich von den Stadtwerken, deren Stromkunde er sei, den von seiner PV-Anlage eingespeisten Strom mit dem von der Ladestation gegenzurechnen. Ein Anliegen, mit dem er sicherlich nicht allein stehe, auf das er bisher aber noch keine zufriedenstellende Antwort erhalten habe.

Saxofon-Quartett sorgt für Stimmung

Für Feierstimmung sorgten währenddessen virtuos die vier jungen Musiker des Saxofon-Quartetts der Jugendmusikschule Schorndorf. Sie lockten die Besucher direkt zu den Oldtimer-Freunden der Schorndorfer Feuerwehr, deren Magirus-Drehleiter, die von 1956 bis 1996 bei den Floriansjüngern im Einsatz war, den Kontrast zu einem seit 2017 aktiven Rüstwagen bildete.

Mittlerweile zog bereits der verführerische Duft von Roter, Bratwurst und Schweinehals durch den Hof. Und mit dem Erlös ihres Waffelverkaufs auf Spendenbasis leisteten der Kinderschutzbund Schorndorf-Waiblingen und die Sozialintegrative Alltagsbegleitung SOA einen Beitrag zum „Spendenfonds Ukrainehilfe“. Mit dessen Hilfe werden aus der Ukraine geflüchtete Familien bei ihrer Ankunft schnell und unbürokratisch mit dringend benötigten Alltagsgegenständen versorgt.

Musikverein Stadtkapelle bessert seine Kasse auf

Für die Versorgung der Festbesucher mit Getränken und Cocktails war währenddessen der Musikverein Stadtkapelle Schorndorf zuständig. Deren Vorsitzender Harald Väth hatte zehn junge Vereinsmitglieder motiviert, sich hinter der Bar einzubringen. Für den Verein, erklärte Väth, sei die Präsenz auf Festen ein wichtiger Posten im Haushalt. Vor allem die intensiv betriebene Jugendarbeit sei kostspielig. Und nach den zurückliegenden „dürren“ Coronajahren hoffe man nun auf viele Kunden, an diesem Tag wie auch auf der SchoWo.

Und während Väth und sein Team sich einen möglichst arbeitsreichen Einsatz herbeiwünschten, war bei Josef Herbert das Gegenteil der Fall. Der Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsverbandes war mit zwei weiteren Helfern im Hof des Stadtwerkegebäudes präsent. Es sei so weit ein gemütlicher und ruhiger Samstag. „Der eigentliche Härtetest, das wird die SchoWo!“, kündigte er an.

Eis für Schleckermäuler, Schlepper für Fahrzeug-Freunde

Begeisterung bei großen und kleinen Kindern gab es an diesem Tag nicht nur am Eisstand von Angelika Bruna und Michael Schmidt. Und Freunde motorisierter Maschinen bekamen große Augen, wenn sie das Schleppdach entlangschlenderten, unter dem der Fahrzeugpark der „Zentralen Dienste“ zu bewundern war, vom Kleintransporter über Schlepper und Kehrmaschinen bis hin zum Unimog, Schneepflug und Streuwagen.

Jugendliche und Heranwachsende waren an diesem Samstag eine Zielgruppe für Franziska Schott, in der Stadtverwaltung stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Personal und Organisation. Zusammen mit ihrer Kollegin Melanie Flügel stellte sie die Stadt Schorndorf als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb vor, der vom Verwaltungsangestellten über den Erzieher bis hin zum gewerblichen Mitarbeiter ein breitgefächertes Angebot bereithält.

Ein offizielles Fest zur Einweihung des neuen Stadtwerkegebäudes hatte die Corona-Pandemie zuletzt vereitelt. Also war die Belegschaft schon im Frühjahr 2021 ohne viel Aufhebens ins neue Gebäude gezogen. Nun aber wurden am Samstag endlich die Türen für Besucher geöffnet. Und diese Einladung zum Blick hinter die Kulissen wurde bestens angenommen. Immerhin sind nicht nur die Stadtwerke, sondern auch die Zentralen Dienste und einige Abteilungen der Stadt in dem Gebäude untergebracht.

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