Schorndorf

Stefan Altenberger kandidiert bei der Wahl zum Ersten Beigeordneten in Gerlingen

Altenberger
Der Schorndorfer Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung, Stefan Altenberger. © ZVW/Benjamin Büttner

Stefan Altenberger, aktuell Fachbereichsleiter für „Sicherheit und Ordnung“ der Stadt Schorndorf und zuvor Bürgermeister der Gemeinde Kernen, kandidiert am Mittwoch (22.07.) bei der Wahl zum Ersten Beigeordneten in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg). Das teilte die Stadt auf ihrer Homepage mit

Altenbergers Chancen stehen mehr als gut, denn von den zunächst 22 Kandidaten waren zwei Bewerber in die Endrunde gekommen. „Kurzfristig hat ein Kandidat sich dazu entschieden, nicht zur Wahl anzutreten, so dass Stefan Altenberger sich als einziger Kandidat im Gerlinger Gemeinderat präsentiert“, heißt es in einer Mitteilung auf der Webseite der Gemeinde.

Erst im April 2020 hat Altenberger seine neue Stelle in Schorndorf angetreten. Dort ist er für die Führung von rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuständig. Ihm sind unter anderem die Ortspolizeibehörde und die Straßenverkehrsbehörde sowie die Feuerwehr unterstellt. Zuvor war der 56-Jährige von 2003 bis 2019 Bürgermeister von Kernen. Bei der Wahl am 29. September des vergangenen Jahres wurde er nach 16 Jahren abgewählt.

Auch wenn es ihm in Schorndorf gut gefalle und spannende Themen zu bearbeiten seien, eröffne ihm die Beigeordneten-Stelle in Gerlingen ganz neue Herausforderungen, auch im Hinblick auf städtebauliche Themen, erklärte Altenberger auf Nachfrage unserer Zeitung sein Interesse. Auch das dortige neue Stadtentwicklungsprojekt verspreche spannende Aufgaben, zudem sei Gerlingen auf dem Weg zur Kreisstadt. Nicht zuletzt habe auch die Stadt Gerlingen seine Sympathien. Auch habe er im Zuge seiner Bewerbung tolle Begegnungen und Gespräche mit dem neuen Bürgermeister Dirk Oestringer und Gemeinderäten gehabt. „Ich bin froh, dass ich mich dort beworben habe.“

Aufgaben in Schorndorf müssen wieder umverteilt werden

Seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender der Remstalkellerei möchte Altenberger für den Fall seiner Wahl in Gerlingen dennoch beibehalten. Und auch sonst will er dem Remstal treu bleiben. Seine Kinder (zehn und 14 Jahre) möchte er nicht aus ihren Strukturen herausreißen. Vielmehr möchte er sich in Gerlingen eine kleine Wohnung nehmen, um möglichst flexibel zu sein, wenn er in der Stadt gebraucht werde.

Der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer würde den Abschied bedauern, zeigt aber auch Verständnis, dass es Stefan Altenberger mit seiner langjährigen Erfahrung wieder in ein Wahlamt mit weiterreichenden Kompetenzen ziehe. Die Überraschung hält sich insofern in Grenzen, jedoch: „Etwas länger hätten wir ihn schon behalten wollen.“ Altenberger sei mit seiner Art gut angekommen bei Kollegen und Bürgern. An anspruchsvoller Tätigkeit habe es angesichts der Coronakrise und den damit einhergehenden Einschränkungen nicht gemangelt.

Die Neubesetzung der Stelle werde sich voraussichtlich bis ins nächste Jahr ziehen. Bis dahin müssten die Aufgaben des Fachbereichsleiters für „Sicherheit und Ordnung“ wie schon bei der letzten Vakanz auf andere Führungskräfte im Rathaus, darunter auch auf den Ersten Bürgermeister Edgar Hemmerich verteilt werden. Just jenen Edgar Hemmerich, von dem unlängst bekannt wurde, dass sich die Stadt Schorndorf im Sommer 2021 von ihm trennen will