Schorndorf

Strobl verurteilt Gewalt gegen Polizei in Schorndorf

Schowo im Ausnahmezustand_0
Großaufgebot der Polizei in Schlosspark und Stadt - damit sich Vorfälle wie in der Nacht auf Samstag nicht wiederholen © zvw

Stuttgart/Schorndorf.
Nach den Krawallen bei der SchoWo hat der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) die Gewalt gegen die Polizei scharf verurteilt. "Es gilt glasklar: Wir dulden solche Exzesse nicht, bei uns gibt es keine rechtsfreien Räume, wir haben null Toleranz bei Gewalt, bei sexuellen Übergriffen, bei Gewalt gegen die Polizei", sagte er nach Angaben eines Ministeriumssprechers am Montag. Das gelte unabhängig von der Herkunft der Täter. Bei dem Stadtfest waren nach Angaben der Polizei zwei Frauen von Flüchtlingen begrapscht worden.

Die Polizei werde nun beim Volksfest an den kommenden Abenden deutlich mehr Präsenz zeigen, sagte der Minister. Zugleich warnte er vor Kritik an der Polizei. "Schuld ist nicht die Polizei, sondern schuld sind die, die Frauen begrapschen, übergriffig sind, Straftaten begehen, Polizisten mit Flaschen bewerfen, Gewalt ausüben. Ich kann nur davon abraten, ein Schwarzer-Peter-Spiel zu beginnen", sagte er. Zugleich gab es einen Seitenhieb für das Rathaus: "Die Stadt hätte übrigens die Lage für die Polizei wesentlich einfacher machen können, wenn sie Licht eingeschaltet hätte." Das erledige nun die Feuerwehr.

Die AfD im Landtag hat für diesen Donnerstag zur Landtagssitzung eine aktuelle Debatte ansetzen lassen unter dem Thema "Schorndorfer Stadtfest: Die "Kölner Silvesternacht" ist in der schwäbischen Provinz angekommen". Die Partei zog damit eine Parallele zur Kölner Silvesternacht 2015/2016, als es zahlreiche Übergriffe auf Frauen gegeben hatte.