Schorndorf

Testzentrum im Toom-Baumarkt: SG-Sportler testen ehrenamtlich

Toom Coronatestzentrum
Das Testzentrum befindet sich direkt am Eingang zum Toom-Baumarkt. © Gabriel Habermann

Da die Sieben-Tage-Inzidenz immer weiter sinkt, könnte schon bald wieder etwas Normalität in die Stadt zurückkehren. Um trotzdem verantwortungsvoll mit dem Coronavirus umzugehen, muss weiterhin fleißig getestet werden. Wenn die Inzidenz unter 150 bleiben sollte, kann man schon bald mit einem negativen Test einkaufen gehen. Dafür hat die Uhland-Apotheke in Kooperation mit der SG Schorndorf im Toom-Baumarkt ein Schnelltest-Zentrum ins Leben gerufen. Der Sportverein möchte damit einen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

In der Uhland-Apotheke wird bereits seit Anfang des Jahres durchgehend getestet. Außerdem betreut das Team von Inhaber Thorsten Leiter das Testzentrum im Marktkauf. Als dann auch noch Christoph Sugg, Inhaber des Toom-Baumarkts, ein Testzentrum anfragte, war schnell klar: „Um das zu schaffen, brauchen wir einen Kooperationspartner.“ Dieser war mit der SG Schorndorf schnell gefunden. Der Sportverein hat besonders mit Corona zu kämpfen. Neben dem nicht zu übersehenden Mitgliederschwund fehlen viele Einnahmen, weil kein Sportbetrieb stattfinden kann. Es ist wenig los, und die Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Doch das ändert sich nun zum Teil. Rund 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer betreuen seit vergangenen Freitag das Schnelltest-Zentrum im Toom-Baumarkt.

Ehrenamtliche wollen Beitrag leisten

„Ich bin sehr bemüht darum, dass Leute aus der Region voneinander profitieren“, sagt Christoph Sugg. Deshalb organisiert kein externer Dienstleister, sondern die SG Schorndorf das Testzentrum im Café seines Baumarkts. Er erhofft sich außerdem, dass die gesamte Stadt davon profitieren kann, wenn die Geschäfte wieder öffnen dürfen. Denn der Toom-Baumarkt liegt in der Stuttgarter Straße am nordwestlichen Stadteingang von Schorndorf.

Tanja Horn, die normalerweise in der Geschäftsstelle der SG tätig ist, arbeitet nun als Projektleiterin des Testzentrums. Damit kann sie sogar ihre Kurzarbeit beenden. Unterstützt wird sie dabei von Ehrenamtlichen aus den verschiedenen Abteilungen des Vereins. Einer davon ist Manfred Gassner. Der Rentner erzählt, dass er von der wirtschaftlichen Situation seines Vereins mitbekommen hat und deshalb seinen Beitrag leisten will. „Außerdem sieht man so manche Sportlerkollegen wieder“, sagt er.

Denn das Testzentrum hat sich innerhalb der SG schon herumgesprochen, wie Tanja Horn erzählt. Viele Mitglieder kommen extra zum Toom-Baumarkt, um sich dort von ihren Bekannten testen zu lassen. Der geschäftsführende Vorstand der SG, Benjamin Wahl, sagt: „Vom Rentner bis zu den Jugendlichen sind alle dabei. Das bildet die Vielfalt des Vereins ab.“

Organisatorisch läuft alles so ab wie in anderen Testzentren. Anmelden kann man sich über die Internetseite schorndorf.schnelltest.de. Spontane Tests sind möglich, auch wenn es dabei zu einer kurzen Wartezeit kommen kann. Das Testergebnis erhält man dann, je nach Wunsch, per E-Mail, oder auf einem ausgedruckten Formular. Das Testzentrum hat von Montag bis Samstag geöffnet. Feste Uhrzeiten gibt es aktuell noch nicht. Erst einmal soll ausprobiert werden, wann sich die meisten Menschen testen lassen wollen. Außerdem steht die Überlegung im Raum, die Tests in Zukunft auch für Vereinsmitglieder direkt am Ulrich-Schatz-Sportzentrum durchzuführen. „Wenn es erlaubt werden sollte, könnten unsere Leute so vielleicht bald wieder Sport machen“, erklärt Benjamin Wahl.

Ein Gewinn für alle Beteiligten

Damit im Testzentrum im Toom-Baumarkt alles nach den Vorgaben der neuesten Testverordnung abläuft, hat Thorsten Leiter von der Uhland-Apotheke trotzdem die fachliche Leitung. Auch wenn sich mittlerweile viele Menschen selbst testen, bestehe immer eine Gefahr der falschen Anwendung. Deshalb ist der Test durch geschultes Personal seiner Meinung nach die bessere Option. Die Angst vor falsch positiven Tests versteht Thorsten Leiter nicht ganz. „Es gibt zwar vereinzelt auch falsch positive Tests, doch lieber lässt man sich dann ein zweites Mal testen, bevor man wochenlang ungetestet herumläuft“, betont er. Alle positiven Tests, die die Uhland-Apotheke bislang durchgeführt hat, seien später auch vom PCR-Test als positiv bestätigt worden. Er weist auch darauf hin, dass sich jeder mindestens einmal pro Woche testen lassen darf. Das bedeutet allerdings nicht, dass es nur bei einem Test bleiben muss. Theoretisch könnte jeder täglich ins Testzentrum kommen. „Lieber einmal zu viel als zu wenig.“ Mit drei Schnelltests pro Woche ist man auf der sicheren Seite, wie der Inhaber der Uhland-Apotheke erklärt.

Besonders zufrieden ist Thorsten Leiter mit den flächendeckenden Testzentren in ganz Schorndorf und hebt dabei auch die gute Arbeit des Landkreises hervor. Wenn die Öffnungsschritte in Kraft treten, sei die Stadt sehr gut aufgestellt, sagt er. Die Kooperation zwischen seiner Apotheke, dem Toom-Baumarkt und der SG Schorndorf bezeichnet er als Gewinn für alle Seiten: „Es ist gut, dass sich die Schorndorfer gegenseitig helfen.“

Da die Sieben-Tage-Inzidenz immer weiter sinkt, könnte schon bald wieder etwas Normalität in die Stadt zurückkehren. Um trotzdem verantwortungsvoll mit dem Coronavirus umzugehen, muss weiterhin fleißig getestet werden. Wenn die Inzidenz unter 150 bleiben sollte, kann man schon bald mit einem negativen Test einkaufen gehen. Dafür hat die Uhland-Apotheke in Kooperation mit der SG Schorndorf im Toom-Baumarkt ein Schnelltest-Zentrum ins Leben gerufen. Der Sportverein möchte damit einen Beitrag

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