Schorndorf

Tierschutzverein Schorndorf: Kritik an Äußerungen zum Tierschutz in der Stadt

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Symbolfoto. © pixabay (CC0 Public Domain)

Sabine Hermann wollte ihren ersten Urlaubstag eigentlich genießen und hatte sich auf „eine entspannte Zeit gefreut“. Dann hat sie den Artikel „Wenn Samtpfoten ein Zuhause suchen ...“, der in den Schorndorfer Nachrichten am 8. August erschienen ist, gelesen.

Äußerung kann man so nicht stehen lassen

In dem Text hat Irma Rommel von den Schorndorfer Katzenfreunden behauptet: „Die Stadt Schorndorf kümmert sich sehr wenig um Fundtiere. Der Tierschutz hat in Schorndorf keinen Stellenwert.“ Das könne sie so nicht stehen lassen, wehrt sich die Erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Schorndorf und hat eine Mail an die Redaktion geschrieben.

„Die erste Aussage, dass sich die Stadt wenig um Fundtiere kümmere, ist schon mal falsch“, sagt Sabine Hermann. Richtig sei, dass die Stadt Schorndorf (wie alle Kommunen) gesetzlich verpflichtet ist, sich um Fundtiere zu kümmern. „Da eine Stadtverwaltung sich ja in der Regel mit der Aufnahme, Behandlung und Unterbringung von Fundtieren schwertut, schließt diese gewöhnlich mit einer Organisation – in der Regel dem ortsansässigen Tierschutzverein – einen Fundtierkostenvertrag ab. Und genau das hat die Stadt Schorndorf getan“, stellt Hermann klar.

Bereits seit vielen Jahren bestehe dieser Vertrag, in dem sich der Tierschutzverein Schorndorf verpflichtet hat, sämtliche Fundtiere auf der Gemarkung Schorndorf aufzunehmen und zu versorgen. Somit hat die „Stadt ihre Schuldigkeit getan“, so Sabine Hermann und weiter: „Alle, die uns aktiv auf den sozialen Medien verfolgen, wissen, wie häufig wir Fundtiere aufnehmen. Das gehört quasi zu unserem Tagesgeschäft. Und das tun wir nicht nur für Katzen, sondern auch für Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen, Schildkröten, Vögel, Exoten, ja sogar für Minischweine, Ziegen und so weiter.“

Bundesweit Nachholbedarf

Für jedes Fundtier werde eine Fundtieranzeige erstellt, in der die Finder und der Fundort festgehalten werden. Denn der ursprüngliche Besitzer habe sechs Monate Zeit, sein Besitztumsrecht anzumelden und die Herausgabe des Tieres zu fordern. Hermann: „Deshalb ist es auch wichtig, dass die Tiere zu uns gebracht und nicht eigenmächtig weitervermittelt werden. In der Regel wenden sich verzweifelte Besitzer an uns in der Hoffnung, ihr Tier bei uns wiederzufinden.“ Eine weitere Aussage von Irma Rommel („Der Tierschutz hat in Schorndorf keinen Stellenwert“) greift Sabine Hermann auf: „Auch ich bin der Meinung, dass es bundesweit großen Nachholbedarf und viele Verbesserungen zum Thema Tierschutz gibt. Aber ich kann sagen, dass der Tierschutzverein Schorndorf mit allen Ehrenamtlichen und dem Team aus dem Tierheim sich jeden Tag größte Mühe geben, alles in ihrer Macht Mögliche für die Tiere und den Tierschutz zu tun. Wir stehen sieben Tage die Woche, bei Notfällen oftmals rund um die Uhr, zur Verfügung.“

Nicht selten erreichen den Tierschutzverein von der Polizei spätabends oder außerhalb der Öffnungszeiten noch Anrufe, „wo wir Tiere aufnehmen oder noch beim Tierarzt vorstellig werden müssen“. Der Tierschutzverein kümmert sich laut Hermann auch um die wichtigen Katzenkastrationen bei verwilderten Katzen.

„Wenn wir Meldungen über wilde Katzenpopulationen erhalten, gehen wir vor Ort, um uns ein Bild zu machen, und versuchen, die Katzen einzufangen und sie kastrieren zu lassen. Dies ist eine zeitlich sehr aufwendige Aufgabe, denn es dauert in der Regel lange bis die Katzen in die aufgestellten Fallen gehen.“

Sabine Hermann wollte ihren ersten Urlaubstag eigentlich genießen und hatte sich auf „eine entspannte Zeit gefreut“. Dann hat sie den Artikel „Wenn Samtpfoten ein Zuhause suchen ...“, der in den Schorndorfer Nachrichten am 8. August erschienen ist, gelesen.

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In dem Text hat Irma Rommel von den Schorndorfer Katzenfreunden behauptet: „Die Stadt Schorndorf kümmert sich sehr wenig um Fundtiere. Der Tierschutz hat in Schorndorf keinen

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