Schorndorf

Trotz täglicher Leerung: Öffentliche Mülleimer in Schorndorf quellen über

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Hat Schorndorf ein Müllproblem? Immer häufiger sind die öffentlichen Mülleimer in Schorndorf überfüllt. © Gaby Schneider

Wer oft durch die Innenstadt läuft, kennt das Problem: Will man seinen Plastikbecher, die Bäckertüte oder das Kaugummi-Papier entsorgen, kann man das oft nicht. Nicht, weil es in der Stadt keine Mülleimer gibt, sondern weil diese randvoll sind. Das sieht auf Dauer nicht nur schlecht aus, sondern schafft auch ein ganz anderes Problem: Leute legen ihren Abfall auf oder neben den öffentlichen Mülleimer. Beim ersten Windstoß wird dieser durch die halbe Stadt getragen. Wie will die Stadt dieses Problem lösen?

Zunehmend mehr Haus- und Partymüll

Zuständig für die Entsorgung von Müll ist die Betriebsgruppe „Stadtreinigung“ der Zentralen Dienste. Wie die Pressestelle der Stadt mitteilt, werden wöchentlich 500 Abfalleimer in ganz Schorndorf geleert. In der Kernstadt und den Ortsteilen erfolge die Leerung wöchentlich, im Bereich der Innenstadt sogar täglich.

„Wir beobachten zunehmend, dass sowohl Hausmüll beziehungsweise Partymüll, aber auch Verpackungsmüll und Hundekottüten über die städtischen Abfallbehältnisse entsorgt werden“, sagt Claudia Lösler, Pressesprecherin der Stadt. „Auch bei täglicher Leerung sind insbesondere im Innenstadtbereich die Behältnisse immer gefüllt.“

Während der Pandemie, so Claudia Lösler weiter, wurden sogar zusätzliche Müllboxen aufgestellt. Schon während der Lockdowns gab es ein erhöhtes Müllaufkommen in der Stadt. Diese Mülleimer seien im vergangenen Jahr 1552-mal geleert worden.

Stadt fordert Umdenken der Bürger

Allerdings ist von der “Übermüllung“ längst nicht jedes Stadtgebiet gleich betroffen. Gerade rund um den Bahnhof oder an Parkplätzen sei ein besonders hohes Müllaufkommen zu beobachten. Und auch an der Grafenbergschule quellen die Behälter so gut wie täglich über.

Die Stadtverwaltung berichtet, dass sie auf diese Entwicklung nur bedingt Einfluss nehmen könne. „Hier muss zuallererst ein Umdenken in der Bürgerschaft erfolgen - Müll, der nicht entsteht, muss auch nicht entsorgt werden“, so Claudia Lösler.

Die Stadtverwaltung argumentiert damit, dass sie sowohl mehr öffentliche Mülleimer betreibt, als auch häufigere Leerungen als üblich vornimmt.

Zumindest die rechtliche Lage in diesem Fall ist relativ klar: Die Stadt teilt mit, dass es gemäß des Kreislaufwirtschaftsgesetzes verboten ist, Müll außerhalb eines dafür vorgesehenen Behälters abzulegen. „Dabei spielt es keine Rolle, ob der Mülleimer voll ist. Sollte dieser voll sein, muss der Müll bis zum nächsten dafür vorgesehenen Behälter mitgenommen werden.“ Wer, gerade an Sonntagen, aufmerksam durch die Stadt geht, wird aber schnell merken: In der Praxis sieht das ganz anders aus. Immerhin ist meistens der nächste Mülleimer genauso überfüllt.

Ablagerungen können gemeldet werden

In den vergangenen Jahren ist es in Schorndorf das ein oder andere Mal zu Problemen mit illegaler Müllablagerung gekommen. Gerade rund um die Glas- und Altpapiercontainer entdecken die Zentralen Dienste der Stadt immer wieder Sperrmüll - teilweise sogar ganze Möbelstücke. Und auch an vielen Spielplätzen sind die Mülleimer sogar an Regentagen prallvoll. Ein Hinweis darauf, dass Anwohner ihren Hausmüll dort entsorgen. Daher hat die Stadt bereits vergangenes Jahr darum gebeten, solche Vorfälle auf dem Online-Meldungsportal sags.schorndorf.de zu melden.

Wer oft durch die Innenstadt läuft, kennt das Problem: Will man seinen Plastikbecher, die Bäckertüte oder das Kaugummi-Papier entsorgen, kann man das oft nicht. Nicht, weil es in der Stadt keine Mülleimer gibt, sondern weil diese randvoll sind. Das sieht auf Dauer nicht nur schlecht aus, sondern schafft auch ein ganz anderes Problem: Leute legen ihren Abfall auf oder neben den öffentlichen Mülleimer. Beim ersten Windstoß wird dieser durch die halbe Stadt getragen. Wie will die Stadt dieses

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