Schorndorf

Unverpacktladen kommt im Frühling

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Larissa Berger hat vor ein paar Tagen den Mietvertrag für den Unverpacktladen unterzeichnet. © ZVW/Gabriel Habermann

Schorndorf.
Ganz am linken äußeren Ende des Gewerbehauses Karlstraße 3, wo bis August 2019 noch die „Bar Zentral“ ihre Gäste empfing, wird bald der erste Unverpacktladen in Schorndorf seine Türen öffnen. Die Tinte unter dem Mietvertrag mit der Stadtbau Schorndorf und der Kreisbau ist noch nicht ganz trocken: Erst am Samstag hatte ihn Gründerin Larissa Berger unterzeichnet.

Dort also, wo bisher Nachschwärmer ihre Drinks konsumierten, werden zukünftig unverpackte Lebensmittel und Alltagswaren aller Art feilgeboten. Natürlich muss erst mal kräftig umgebaut werden - das eher schicke, dunkle Ambiente der ehemaligen Bar passt nicht so Recht zu einem Unverpacktladen. Schon gar nicht, wenn man wie Larissa Berger noch ein gemütliches Tagescafé dazu plant. Die 140 Quadratmeter Fläche, die ihr jetzt zur Verfügung stehen, bieten reichlich Platz für beides. Zudem gibt es in den ehemaligen Barräumen auch genügend Lagerfläche sowie die obligatorischen Toiletten.

Die Resonanz war unglaublich

„Erstaunlich, wie schnell jetzt alles ging“ staunt die 27-Jährige im Gespräch. Erst im Dezember hatten wir noch von ihrer Suche nach geeigneten Ladenflächen für ihren Traum von einem Unverpacktladen berichtet. Die Resonanz auf den Artikel war „unglaublich“, wie sie sagt. „Die vielen positiven Kommentare haben mich bestärkt, dass der Bedarf auf jeden Fall da ist“. Hilfe bei der Ladensuche gab es auch von der Stadt Schorndorf. Im Januar war dann ihre Crowdfunding-Seite fertig, über die sie einen Teil der Finanzierung stemmen will. Ihr erstes Finanzierungsziel von 12 500 Euro hatte sie bereits wenige Wochen nach Start erreicht, jetzt wird schon fleißig für das zweite Ziel über 25 000 Euro gespendet. Dieses Geld, so beschreibt sie es auf der Projektseite, soll in den Kauf von hochwertigen Geräten wie einer Getreide-Mühle oder einer Siebträger-Kaffeemaschine fließen. Die Siebträger-Kaffeemaschine wird sie brauchen für ihr Tagescafé im Laden. Dort sollen ihre Kunden neben diversen heißen und kalten Getränken auch Kleingebäck, Kuchen und „gesunde Naschereien“ serviert bekommen, möglichst von regionalen Bio-Anbietern. Eine Freundin mit Erfahrung in der Systemgastronomie hilft ihr beim Aufbau. Allerdings wird das nicht reichen und so sucht Larissa Berger jetzt schon nach Aushilfen, die ihr auch langfristig gedacht zur Seite stehen könnten.

Mit der Lage in der Karlstraße ist sie sehr zufrieden. „Man kann prima mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, sogar per Bahn. Und für die, die mit dem Auto kommen, gib es ja ein Menge Parkhäuser“. Besonders gut gefällt ihr die Barrierefreiheit: Alles ist ebenerdig und leicht zu erreichen.

Wann genau der Laden eröffnet, steht noch nicht fest. Angedacht ist Mai. Einen Namen aber hat Larissa Berger schon gefunden. „Bergerei“ sollen Café und Shop heißen, als Reminszenz an ihren Familiennamen und an ihre Familie, die „voll und ganz hinter mir steht“.

Das Logo dazu ist auch schon fertig. Eine Grafikerin in Schwäbisch Gmünd hatte von ihrem Projekt über Instagram erfahren und ihre Dienste angeboten. So verbindend kann eine gute Idee sein.

Info

Bis April 2020 kann man Larissa Berger noch über ihre Crowdfunding-Seite unterstützen unter: https://www.startnext.com/unverpackt-schorndorf.

Larissa Berger sucht für ihren Laden Aushilfen. Interessierte für einen Aushilfsjob können sich unter jobs@bergerei-schorndorf.de melden.