Schorndorf

Unzufriedene Anwohner: Stadt Schorndorf beendet Verkehrsversuch im Fuchshof

ParkenMaybachstrasse
Mittlerweile ist der Verkehrsversuch in der Wilhelm-Maybach-Straße beendet, die mobilen Verkehrsschilder sind wieder abgeräumt. © Gaby Schneider

Dass die Wilhelm-Maybach-Straße als Schleichweg von der Burg- in Richtung Schlichtener Straße genutzt wird und die Anwohner unter dem Durchgangsverkehr leiden, ist kein Geheimnis. Eine Verbesserung der Situation ist dennoch nicht in Sicht: Der Verkehrsversuch, den die Stadt Schorndorf Anfang 2022 eingerichtet hat, um herauszufinden, wie versetztes Parken sich auf den Verkehrsfluss auswirkt, ist beendet: Die mobilen Halteverbotsschilder, die anzeigten, wo zwischen Friedhof- und Silcherstraße geparkt werden kann, sind weggeschafft. Damit ist der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt: Geparkt werden darf nur bergaufwärts am rechten Fahrbahnrand – und nicht mehr wechselseitig auf beiden Straßenseiten.

Widerspruch beim Regierungspräsidium

Dass der Verkehrsversuch beendet wurde, liegt aber nicht am Widerspruch, der vermutlich von einem Anwohner vor einem halben Jahr beim zuständigen Regierungspräsidium eingelegt wurde. Tatsächlich hat die Stadt Schorndorf – noch vor einer Entscheidung der übergeordneten Behörde – nach einer Befragung der Anwohnerinnen und Anwohner die Reißleine gezogen: Der Großteil der Betroffenen hatte angegeben, dass die geänderte Verkehrsführung keine Entlastung bringt, sondern „eine Verschlechterung der Gesamtsituation, insbesondere bei Lärm und Verkehrsfluss“, erläutert Jessica Pulzer, Sachgebietsleiterin Verkehrsangelegenheiten, auf Anfrage und erinnert, dass die Stadt den Verkehrsversuch initiiert hat, „um eine Entlastung für die Anwohnerinnen und Anwohner zu erzielen“. Die hatten aber schon zuvor beklagt, dass das vermehrte Anfahren und Bremsen nicht zu einer Verkehrsberuhigung führen würde, sondern zum Gegenteil.

Dass Raser auf diesem Straßenabschnitt im Fuchshof ausgebremst werden, dies hat nicht zuletzt auch FDP/FW-Stadtrat Jochen Schäfer als betroffener Anwohner schon wiederholt gefordert: Allzu oft werde die Straße im Berufsverkehr als Abkürzung genutzt – und nicht immer bei Tempo 30. Im Zuge der Haushaltsberatungen hat die FDP/FW-Fraktion denn auch den Antrag gestellt, den Durchgangsverkehr im Fuchshof zwischen Burg- und Schlichtener Straße mit einer Einbahnstraßenregelung zu vergrämen. Das lehnt die Stadtverwaltung aus verkehrsrechtlichen Gründen ab. Wie sich die Verkehrssituation im Fuchshof verbessern lässt – und womöglich auch ein Radweg eingerichtet werden kann – diesen Prüfauftrag hat sie vom Gemeinderat aber bekommen.

Idee im Jahr 2018: Halteverbote

Wie der Verkehr auf diesem Abschnitt der Wilhelm-Maybach-Straße geregelt werden soll, dazu gab es auch in der Vergangenheit schon Ideen: Erst 2018 wurden dort Halteverbote eingerichtet, die verhindern sollten, dass es wegen des wechselseitigen Parkens für Rettungsfahrzeuge, Feuerwehr oder Lastwagen zu eng wird. Dass Fahrzeuge fortan bergaufwärts nur noch am rechten Straßenrand parken durften, führte aus Sicht der Stadtverwaltung aber dazu, dass es der aus Richtung Stadtmitte kommende Verkehr besonders zu den Hauptverkehrszeiten schwer hatte, an der langen Reihe parkender Fahrzeuge vorbeizukommen.

Für einen Ausgleich der Verkehrsströme wurde im jetzt beendeten Verkehrsversuch das Halteverbot versetzt eingerichtet, und zwar mit so großem Abstand, dass große Fahrzeuge durch die Wilhelm-Maybach-Straße kommen konnten. Eine Lösung der Verkehrssituation hat das nicht gebracht.

Dass die Wilhelm-Maybach-Straße als Schleichweg von der Burg- in Richtung Schlichtener Straße genutzt wird und die Anwohner unter dem Durchgangsverkehr leiden, ist kein Geheimnis. Eine Verbesserung der Situation ist dennoch nicht in Sicht: Der Verkehrsversuch, den die Stadt Schorndorf Anfang 2022 eingerichtet hat, um herauszufinden, wie versetztes Parken sich auf den Verkehrsfluss auswirkt, ist beendet: Die mobilen Halteverbotsschilder, die anzeigten, wo zwischen Friedhof- und Silcherstraße

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