Schorndorf

Verkehrschaos an der Deponie Schorndorf am Freitagmittag

Schlange an der Deponie Schorndorf am 22.05.2020
Die Blechschlange der Kundschaft vor der Deponie Schorndorf © ZVW/Lea Krug

Den Brückentag nutzen viele, um eifrig die Wohnung oder das Haus zu entrümpeln. Auf und vor der Schorndorfer Deponie hat der große Andrang am Freitagmittag ein Verkehrschaos verursacht.

Seit der Corona-Pandemie sorgt dort ein Sicherheitsdienst von Bunk für Abstand und Ordnung, der angesichts der Schwemme an wertstoffbringenden Kunden allerdings an seine organisatorischen Grenzen stieß. Einigen ungeduldige Kunden ging es wohl nicht schnell genug; sie wurden nach Angaben der Security ausfallend und so musste der Sicherheitsdienst um Sicherheit bangen. Er verständigte die Polizei, die ihrerseits das Ordnungsamt vor Ort baten. Ab etwa 14 Uhr versuchten sie, das Chaos an der Göppinger Straße wieder in den Griff zu bekommen. Die Autoschlangen wurden aber nicht kürzer, und die Wartezeit an der Deponie ebenfalls nicht. So mancher saß wohl eine Stunde oder länger fest. Noch am Nachmittag wurden Kunden weggeschickt, ihnen wurde mitgeteilt, sie sollten später wiederkommen. Ein Rückstau auf die Straße wollte das Ordnungsamt so vermeiden. Die meisten Bürger hätten dafür Verständnis gezeigt, so das Ordnungsamt.

Schorndorf Deponie am 22.05.2020
Ordnungsamt, Polizei und Sicherheitsdienst sorgen am Freitagmittag für Anstand und Abstand. © ZVW/Lea Krug



Kritik am Betreiber

Unter den genervten Kunden befand sich am Mittag Ralf Wörner. Er habe erst eine halbe Stunde auf der Straße gewartet, bis er schließlich ganz weggeschickt wurde. Von der Abfallwirtschaft Rems-Murr (AWRM) ist der Schorndorfer genervt. Dass am Brückentag viele kommen, hätten die Betreiber wissen müssen. Etwa die Öffnungszeiten hätten verlängert werden können, meint er und spricht von „Desorganisation“. Seine Gartenabfälle musste er wieder mit nach Hause nehmen.

Schon Ende April gab es Schwierigkeiten auf der Deponie. Auch damals wurde die Zufahrt schon geschlossen.