Schorndorf

Vortrag bei der VHS: Gastroenterologe Dr. Fröhlich gibt Tipps zum Schlankwerden

Dr. Bernhard Fröhlich
Dr. Bernhard Fröhlich, Chefarzt der Gastroenterologie am Krankenhaus Schorndorf, gibt am 14. Juli bei der VHS Schorndorf Tipps und Tricks zum Thema „Endlich schlank werden“. © privat

Haben Sie schon Ihre Bikinifigur? Ist Ihr Bauchansatz alles andere als ein Sixpack? Sie sind sicher nicht die Einzigen, die hin und wieder mit der Figur hadern. Aber was ist ein Idealgewicht, wie geht gesundes Abnehmen und wie kann man sein Gewicht halten? Alles Fragen, die Dr. Bernhard Fröhlich (53), Chefarzt der Gastroenterologie im Krankenhaus Schorndorf, beim Arzt-Patienten-Forum mit seinem Vortrag „Endlich schlank werden“ am 14. Juli versuchen wird zu beantworten. Und – um es gleich vorwegzunehmen: Dabei werden Diätvorschläge keine Rolle spielen.

Body Mass Index weist die Richtung auf

Gastroenterologe Dr. Bernhard Fröhlich ist schlank – so zumindest der erste Eindruck. Der Arzt, der seit Dezember 2012 im Schorndorfer Krankenhaus tätig und dort seit 2014 Chefarzt ist, lacht herzhaft. „Na ja, das ist eine Sache des Betrachters. Ich bin 1,78 Meter groß, wiege 72 Kilo und habe somit einen BMI von 24,6. Damit habe ich ein Normalgewicht.“ Der Arzt erklärt: Der Body Mass Index (BMI) setzt Gewicht und Körpergröße ins Verhältnis. Die Formel, die dahinterliegt, setzt das Körpergewicht in Kilogramm mit der Körpergröße in Metern zum Quadrat ins Verhältnis. Empfehlenswert ist es, wenn sich der Body Mass Index bei Erwachsenen über 20 Jahre in einer Spanne von 18,5 bis 24,9 bewegt. In diesem Bereich spricht man von Normalgewicht und einem optimalen BMI. „Also liege ich gerade mal so an der oberen Grenze, bei der das Gewicht noch als normal betrachtet wird.“ Ein BMI „über 35 ist katastrophal“. Dann spreche man von Übergewicht oder gar Adipositas.

Die Herausforderung bei Normalgewicht: dies zu halten und nicht zuzunehmen. „Ich bemühe mich, mein Gewicht zu halten, und stelle mich regelmäßig auf die Waage“, gibt Fröhlich zu. Das, was die Waage anzeige, stimme aber nicht bei jedem mit dem Gemütszustand überein: Bei manch einem zeige die Waage sicher etwas mehr an, derjenige oder diejenige könne aber trotzdem sein Wohlfühlgewicht damit haben. Über seine eigenen Erfahrungen und die Tücken des Körpers wird Dr. Bernhard Fröhlich in seinem Vortrag „Endlich schlank werden“ sprechen – „alles aus einem medizinischen Blickwinkel“.

Erhebliches Übergewicht sei die Wurzel vieler Krankheiten. Fettleibigkeit stellt beispielsweise einen Risikofaktor für folgende Erkrankungen dar: Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Atherosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gicht, Gallensteine, Kropfbildung, Beinvenenthrombose, einige Krebserkrankungen sowie Gelenkschäden der Wirbelsäule, der Hüfte und des Knies. „Das muss nicht immer eintreffen, aber wenn man ein bestimmtes Gewicht hat, können solche Beschwerden oder Krankheiten schneller oder in erhöhtem Maße auftreten.“

Gerade junge Menschen sollten da auf der Hut sein. Bei älteren Menschen sei ein kleiner Bauchansatz manchmal gar nicht so schlecht: „Wenn da ein kleines Polster vorhanden ist, ist das aus ärztlicher Sicht nicht zu kritisieren. Die Abwehrkräfte sind bei älteren Menschen nicht mehr so vorhanden wie bei jüngeren, und in einem Krankheitsfall könnten diese Körperreserven Gutes bewirken.“ Untergewicht sei dagegen kein gutes Zeichen und „in jedem Alter schlecht“. In welchem Zusammenhang die Leber mit dem Übergewicht steht, auch das wird Fröhlich beim Arzt-Patienten-Forum erläutern, ebenso, was es mit dem metabolischen Syndrom, dem Cholesterin und den Blutfetten auf sich hat.

Ausdauersport ist das Zauberwort

„Wie der Körper reagiert, ist eigentlich ein Summenspiel aus Bewegung, Ernährung und dem Konsequent-Sein“, beschreibt es der Mediziner. „Wenn ich Energie zuführe, muss ich auch schauen, dass ich sie wieder loswerde.“ Wichtig sei es nicht nur, den Energie-Grundumsatz im Blick zu behalten, sondern auch den Aufbau von Muskelmasse. Wenn es um Sport geht, zählt Fröhlich auf: Ausdauersport ist das Zauberwort. Joggen sei empfehlenswert, „weil da etwas für den ganzen Körper getan wird“, Radfahren eher nicht so, „weil da die Arme nicht in Bewegung sind“. „Schwimmen ist eine wunderbare Sache – vor allem auch für diejenigen, die beispielsweise Gelenkprobleme haben. Die sind im Wasser meistens nicht so spürbar“, weiß der Arzt, der selbst jeden Morgen zehn Minuten Yoga praktiziert – gegen seine Rückenprobleme. Stretchen, dehnen, kräftigen – einfache Übungen, die, konsequent umgesetzt und angewendet, viel bewirken.

Und was ist nun mit der Ernährung? Von Diäten hält der Gastroenterologe nichts: Das bringe rein gar nichts, denn im Grunde mache man nur für einige Zeit einen Essensplan, den man einhält oder auch nicht, um dann kurzfristig eventuell etwas abzunehmen, aber automatisch wieder zuzunehmen, wenn die Diätzeit vorbei ist.

Beim Schlankwerden – oder -bleiben – gehe es darum, die Lebensgewohnheiten bewusst umzustellen. „Zahlen sollte man dabei nicht im Kopf haben, sondern eher das Gewicht, mit dem sich ein Wohlgefühl einstellt“, empfiehlt der Arzt. Dem Darm seine Ruhepausen gönnen, das sei ausschlaggebend: „Das haben wir glücklicherweise schon zusätzlich nachts, wenn wir schlafen.“ Um dies auszubauen, könnte das Intervallfasten ein Baustein sein. Dies mache physiologisch Sinn, da „der Körper so aufgebaut ist“. Es nutze aber nur, wenn man es konsequent mache und in den Alltag integrieren kann.

Nichts sollte erzwungen werden

„Es bringt zum Beispiel nichts, wenn man sich seine Essenszeiten so legt, dass man abends vor dem Schlafengehen noch größere Portionen zu sich nimmt und sich dann nicht mehr bewegt.“ Der Mediziner erzählt aus seinem Leben: „Ich frühstücke ausgiebig, mittags ist manchmal leider nur eine Butterbrezel drin, und abends esse ich – wenn überhaupt – nur noch eine große Schüssel Salat. So halte ich mein Gewicht.“ Bernhard Fröhlich lacht: „Und am Wochenende mache ich, was ich will.“ Tatsächlich spielt eines eine wichtige Rolle: „Nichts sollte erzwungen werden. Wenn man das Gefühl hat, man muss auf was verzichten, führt das nicht zum gewünschten Ziel.“ Die Mahlzeiten sollten geschickt gewählt werden und vor allem bewusst.

Die wichtigen fünf Stichworte beim Schlankwerden? „Da braucht es gar keine fünf“, sagt der Arzt, „Konsequenz, Bewegung, Ernährung – das reicht schon.“ Und bei allem Vorhaben: Wenn die Tendenz stimmt, und man sieht, dass sich am Körper etwas verändert, dann sollte man sich Zeit geben, bis das eigene Ziel und das Wohlfühlgewicht erreicht sind. 

Haben Sie schon Ihre Bikinifigur? Ist Ihr Bauchansatz alles andere als ein Sixpack? Sie sind sicher nicht die Einzigen, die hin und wieder mit der Figur hadern. Aber was ist ein Idealgewicht, wie geht gesundes Abnehmen und wie kann man sein Gewicht halten? Alles Fragen, die Dr. Bernhard Fröhlich (53), Chefarzt der Gastroenterologie im Krankenhaus Schorndorf, beim Arzt-Patienten-Forum mit seinem Vortrag „Endlich schlank werden“ am 14. Juli versuchen wird zu beantworten. Und – um es gleich

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