Schorndorf

Warum in Schorndorf so viele Kaninchen sterben

Kaninchen
Die niedlichen Kaninchen sind von einer tödlichen Viruskrankheit bedroht. © Alexandra Palmizi

Besitzer von Stallhasen und Kaninchen haben ein Problem. Im gesamten Remstal grassiert die „Rabbit Haemorrhagic Disease“, im Volksmund RHD oder „Chinaseuche“ genannt. Dabei handelt es sich um eine unheilbare Viruserkrankung, die ausschließlich Kaninchen befällt und in den meisten Fällen innerhalb kurzer Zeit tödlich endet. Oftmals merken deren Besitzer gar nicht, dass den Tieren etwas fehlt. Die Kaninchen können sich dabei auf verschiedene Weise anstecken. Durch direkten Kontakt zu erkrankten Artgenossen, durch übertragende Insekten oder auch über das Futter.

Infizierte Tiere zeigen fast keine Symptome, erklärt die Tierärztin Dr. Tina Schwabe aus dem Vets-Kleintierzentrum. „Aber sie sterben einem binnen ein bis zwei Tagen unter den Händen weg.“ Helfen könne man den Tieren dann nicht mehr. Vor rund zwei Wochen habe die Seuche Schorndorf erreicht. Pathologische Untersuchungen der toten Tiere am CVUA in Fellbach haben dies bestätigt. Seitdem hat es in der Praxis viele Vorfälle gegeben. Einige Kunden würden verzweifelt anrufen und mitteilen, dass ihr Kaninchen wie aus dem Nichts gestorben ist. Was laut Dr. Tina Schwabe auffällig ist: Bis auf ein Tier wurden die infizierten Kaninchen allesamt im Freien gehalten und waren nicht gegen den Erreger geimpft.

Denn das Virus existiert bereits seit den 1980er Jahren. Damals wurde es, der Name im Volksmund verrät es bereits, zum ersten Mal in China entdeckt. Ein Impfstoff ist längst auf dem Markt. „Es ist aber lange nichts mehr passiert, und die Impfung ist für Tierhalter mit Kosten verbunden“, erklärt Dr. Tina Schwabe. Deshalb appelliert sie: Je mehr Kaninchen geimpft sind, desto besser. Da das Virus auch durch Insekten übertragen wird, hoffen Dr. Tina Schwabe und ihre Kollegen nun auf die winterliche Kälte. Diese versetzt einen der Krankheitsüberträger nämlich vorerst in die Winterstarre.

Kaninchen-Besitzern gibt die Tierärztin einen wichtigen Tipp mit: Vorerst sollten keine neuen Tiere von außerhalb hinzugeholt werden. Außerdem solle man auch bei der Wahl des Futters vorsichtig sein.

Besitzer von Stallhasen und Kaninchen haben ein Problem. Im gesamten Remstal grassiert die „Rabbit Haemorrhagic Disease“, im Volksmund RHD oder „Chinaseuche“ genannt. Dabei handelt es sich um eine unheilbare Viruserkrankung, die ausschließlich Kaninchen befällt und in den meisten Fällen innerhalb kurzer Zeit tödlich endet. Oftmals merken deren Besitzer gar nicht, dass den Tieren etwas fehlt. Die Kaninchen können sich dabei auf verschiedene Weise anstecken. Durch direkten Kontakt zu

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