Schorndorf

Warum Vereine das ausgediente Feuerwehrgerätehaus in Oberberken nicht nutzen können

feuerwehr Oberberken
Absolut nicht mehr zeitgemäß: Das alte Feuerwehrgerätehaus in der Oberberkener Ortsmitte. Der Neubau im Asperfeld soll im Herbst 2022 fertig sein. © Gabriel Habermann

Läuft alles nach Plan, kann die Feuerwehr in Oberberken – zusammen mit der Verwaltungsstelle – bereits im Herbst 2022 in ein neues Gerätehaus im Asperfeld ziehen. Das alte Gerätehaus in der Ortsmitte will die Stadt verkaufen, so sieht es die vom Gemeinderat beschlossene Immobilienstrategie vor. Für das Rathaus mit der Volksbank-Filiale gibt es ähnliche Pläne. Dabei gäbe es im Ort durchaus Bedarf: Die von der Feuerwehr genutzten Räume im Obergeschoss könnten, so ein Haushaltsantrag aus dem Ortschaftsrat, zum Dorfgemeinschaftshaus werden, das danebenliegende, ehemalige Lagerhaus der Raiffeisenbank von den Vereinen genutzt werden. Konkreten Bedarf haben der Förderverein zur Erhaltung und Entwicklung der Dorfgemeinschaft in Ober– und Unterberken, die Landfrauen und die Sportfreunde bereits angemeldet. Schließlich hat die Dorfgemeinschaft dort schon bisher Zelte, Grills und Schrannen eingelagert, die anderen Vereine nutzen alte Bauernhäuser als Lager.

So naheliegend die Idee sein mag, Oberbürgermeister Matthias Klopfer lehnte ein solches Ansinnen in der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Sozialausschusses ab: Schließlich stelle die Stadt Schorndorf auch Vereinen wie der 1. SMTV, die mit einem großen Stand auf der SchoWo vertreten ist, ja auch keine Lagerräume. „Dafür sind wir nicht zuständig.“ Außerdem gebe es in Oberberken genug andere Lagermöglichkeiten.

Stadt möchte den Verkaufserlös

Dass der Wunsch des Ortschaftsrats auch vom Verwaltungs- und Sozialausschuss abgelehnt wurde und die Stadt den Verkaufserlös mitnehmen möchte, dafür zeigte Ortsvorsteher Siegbert Doring durchaus Verständnis: Schließlich sei das Gebäude nicht barrierefrei und eine Sanierung angesichts der maroden Bausubstanz mit hohen Kosten verbunden. Darum, erklärte Doring, sei der Antrag auch als Prüfantrag gestellt worden: Und auch wenn er sich über das neue Feuerwehrgerätehaus freut, „ich hätte mir eine ausführliche Prüfung gewünscht“.

Dass man sich Gedanken macht, wo die Vereine ihre Utensilien unterbringen können, dafür plädierte auch CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Beutel und regte an, noch ein Jahr bis zur Entscheidung zu warten. Bei der Abstimmung, bei der die Mehrheit der Ausschussmitglieder gegen den Haushaltsantrag aus Oberberken stimmte, enthielt sich die CDU-Fraktion.

Pro und Contra abgewogen

Dass Doring in seinem Wortbeitrag das Pro und Contra abgewogen hat, das ist für SPD-Stadtrat Hans-Ulrich Schmid „ehrenwert“. Doch auch Schmid sieht Oberberken mit der Schurwaldhalle und dem Neubau für Feuerwehr und Verwaltungsstelle gut aufgestellt. Für ihn ist eher die Frage, wie es mit dem Dorfladen weitergehen wird. Gäbe es Geld zu verteilen, würde er es lieber dafür ausgeben.

Und was passiert mit der BMX-Bahn, die für das neue Feuerwehrgerätehaus weichen muss? Konkrete Pläne gibt es dafür noch nicht. Ortsvorsteher Doring könnte sich aber eine Neuanlage hinter dem Gerätehaus vorstellen.

Läuft alles nach Plan, kann die Feuerwehr in Oberberken – zusammen mit der Verwaltungsstelle – bereits im Herbst 2022 in ein neues Gerätehaus im Asperfeld ziehen. Das alte Gerätehaus in der Ortsmitte will die Stadt verkaufen, so sieht es die vom Gemeinderat beschlossene Immobilienstrategie vor. Für das Rathaus mit der Volksbank-Filiale gibt es ähnliche Pläne. Dabei gäbe es im Ort durchaus Bedarf: Die von der Feuerwehr genutzten Räume im Obergeschoss könnten, so ein Haushaltsantrag aus dem

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