Schorndorf

Was geschieht mit dem Volksbank-Gebäude am Schorndorfer Marktplatz?

Marktplatz19
Das Gebäude wird abgebrochen und neu gebaut. © Gaby Schneider

Es wirkt marode, und das ist es auch: Das Haus Nummer 19 am Unteren Marktplatz hat schon bessere Zeiten gesehen. In einem Teil befindet sich im Erdgeschoss heute eine SB-Filiale mit Bankomaten der Volksbank, der andere Teil steht leer, nachdem dort im vergangenen Sommer das Gartenschaulädchen untergebracht war. Einen neuen Laden wird es dort nicht geben, denn die Tage des Hauses sind gezählt. Die Volksbank Stuttgart will das Gebäude abreißen. Nicht ganz einfach wird es aber, ein neues Haus zu bauen, das sich in das alt-ehrwürdige Ensemble am Unteren Marktplatz einfügen wird.

Noch leben Mieter in den Wohnungen

Doch das Haus zu erhalten war definitiv keine Option mehr. „Es ist uralt und in keinem guten Zustand“, sagt Volksbank-Vorstandsmitglied Herbert Schillinger. Noch sind die Wohnungen im Obergeschoss vermietet, bis Mitte nächsten Jahres müssen die Mieter ausziehen. Wegen der sehr guten Lage mitten in der Altstadt will die Volksbank an gleicher Stelle neu bauen. Entstehen soll wieder eine SB-Filiale mit Bankomaten und ein 100 Quadratmeter großes Geschäft, außerdem fünf Wohnungen auf insgesamt 360 Quadratmetern Wohnfläche in den Obergerschossen. Der Brandschutz und die Gestaltung zwischen den umliegenden Häusern waren laut Schillinger eine Herausforderung.

Kein Denkmalschutz für das Gebäude

Mit der Planung des Neubaus wurde das Winterbacher Architekturbüro Bloss/Keinath beauftragt. Nach Angaben des Planers Andreas Bloss steht das Gebäude nicht unter Denkmalschutz, wohl aber das Marktplatz-Ensemble, weshalb das Baugesuch auch im Gestaltungsbeirat vorgestellt wurde, der über besondere Bauvorhaben berät. Dieser hatte nach Angaben von Andreas Bloss keine großen Beanstandungen an der Planung angemeldet. „Jeder hat eingesehen, dass man das Gebäude nicht erhalten kann“, sagt der Architekt. Neu ist, dass aus dem Haus mit einem Giebel ein Neubau mit zwei Giebeln werden wird. Das Baugesuch ist bei der Stadt bereits eingereicht, bis gegen Ende des Jahres erwartet der Architekt grünes Licht dafür. Zunächst folgen die Detailplanung und die Ausschreibungen für die Gewerke.

Untersuchung wegen Fledermäusen 

Noch gibt es keinen Termin für den Abbruch des Hauses und den Baubeginn. Im Rahmen der Voruntersuchungen war nach Angaben des Architekten auch geprüft worden, ob das alte Haus Fledermäuse beherbergt. Das sei zwar nicht der Fall, Tauben oder andere Vögel könnten dort aber durchaus nisten, weshalb während der Brutzeit der Vögel keine Abbrucharbeiten stattfinden können. Angepeilt ist dafür der kommende Herbst, der Neubau soll bis Ende 2022 fertig sein. Noch nicht entschieden ist, wer in den neuen Laden einziehen wird.

Es wirkt marode, und das ist es auch: Das Haus Nummer 19 am Unteren Marktplatz hat schon bessere Zeiten gesehen. In einem Teil befindet sich im Erdgeschoss heute eine SB-Filiale mit Bankomaten der Volksbank, der andere Teil steht leer, nachdem dort im vergangenen Sommer das Gartenschaulädchen untergebracht war. Einen neuen Laden wird es dort nicht geben, denn die Tage des Hauses sind gezählt. Die Volksbank Stuttgart will das Gebäude abreißen. Nicht ganz einfach wird es aber, ein neues Haus

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