Schorndorf

Weshalb das Schorndorfer Tierheim nicht mehr alle Tiere aufnehmen kann

Tierheim
Kitten aus dem Schorndorfer Tierheim. © Gabriel Habermann

Wenn Steffen Töllner früher Kitten, also kleine Kätzchen, ausgeschrieben hat, kamen sofort Anfragen an das Schorndorfer Tierheim. Als der Leiter des Heims im Hegnauhofweg 105 dies zuletzt getan hat, hat sich überhaupt niemand darauf gemeldet.

Auswirkungen der Pandemie

„Der Markt ist gesättigt“, berichtet Töllner auf unsere Nachfrage. Das Problem: „Während der Pandemie haben sich viele ein Haustier angeschafft“, die Nachfrage ist deshalb gerade sehr gering, „die Vermittlungen laufen fast gar nicht.“

Dabei kämen immer neue Tiere nach, zumal in der Sommerzeit, wenn Menschen verreisen und dann regelmäßig besonders viele Haustiere in den Heimen landen. Und zugleich seien um diese Zeit nur wenige auf der Suche nach einer neuen Katze oder einem neuen Hund. „Das ist letztlich ein Teufelskreis“, sagt der Tierheim-Leiter.

Fundtiere werden aufgenommen

Apropos Hunde: Die kann das Schorndorfer Tierheim im Moment gar nicht mehr aufnehmen. Zumindest nicht, wenn sie von ihren bisherigen Besitzern abgegeben werden wollen. Der Grund: „Wir haben uns verpflichtet, Fundtiere aufzunehmen, deshalb müssen wir immer einen Puffer haben.“ Mit den Kommunen Schorndorf, Remshalden, Winterbach und Rudersberg gebe es einen Aufnahmevertrag. Wenn dort ein Tier gefunden wird, das zunächst keinem Besitzer zugeordnet werden kann, findet es in Schorndorf einen sicheren Platz.

Welche Tiere im Heim leben

Neben Hunden leben in dem Tierheim auch Katzen sowie Kleintiere. Vom Veterinäramt hat das Heim etwa kürzlich Kaninchen bekommen, die ihrem Besitzer wegen schlechter Haltungsbedingungen entzogen wurden. Es gibt auch Hamster, die abgegeben wurden. Und drei verschmuste Fundkatzen, bei denen der Besitzer gesucht wird.

Auch wenn das Tierheim in Schorndorf vergleichsweise klein ist und daher schnell an seine Grenzen kommen kann, weiß Töllner, dass die allgemeine Situation in anderen Tierheimen gerade recht ähnlich ist: Es gibt viele Aufnahmen, aber nur wenige Vermittlungen – ein Dilemma.

Individuelle Termine im Heim

Wer auf der Suche nach einem neuen Haustier ist, sollte daher etwas Gutes tun und möglichst ein Tierheim aufsuchen. In Schorndorf warten neben den Kleintieren mehrere Wohnungskatzen und ein Freigänger auf neue Besitzer. Auch Hunde können vermittelt werden – momentan aber nur an erfahrene Hundehalter.

Seit dem Ausbruch der Pandemie hat das Heim übrigens keine festen Öffnungszeiten mehr. „Wir machen individuelle Einzeltermine“, berichtet Töllner. Und das werde man auch künftig so beibehalten. Denn die Erfahrungen sind positiv, „da sind die Tiere entspannter“. Anstatt wie früher mit den Interessenten ins Heim hinein, geht es jetzt mit den potenziellen Haltern hinaus. Mit den Hunden wird dann etwa gleich mal Gassi gegangen. „Da ist das Kennenlernen dann ganz anders, das hat eine andere Qualität.“

Terminvereinbarung und Kontakt

Für die Terminvereinbarung ist das Tierheim im Hegnauhofweg 105 täglich zwischen 8 und 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr telefonisch erreichbar. Ansonsten ist der Anrufbeantworter eingeschaltet.

Eine Kontaktaufnahme ist auch per E-Mail an tierheim@tierschutzverein-schorndorf.de möglich.

Wenn Steffen Töllner früher Kitten, also kleine Kätzchen, ausgeschrieben hat, kamen sofort Anfragen an das Schorndorfer Tierheim. Als der Leiter des Heims im Hegnauhofweg 105 dies zuletzt getan hat, hat sich überhaupt niemand darauf gemeldet.

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