Schorndorf

Wie geht Saharastaub vom Auto ab? Fachmann in Schorndorf sagt, was zu tun ist

Waschanlage
In der Waschstraße wird das Auto wieder sauber. © Alexandra Palmizi

Eine feine rote Schicht auf Terrassenmöbeln, auf Fenstersimsen, Mülleimern und Autos: Das waren die Spuren, die der Saharastaub vor zwei Wochen hinterlassen hat. Nun ist erneut eine Staubwelle im Anzug: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist mit dem Wetterphänomen auch an diesem Mittwoch in Baden-Württemberg zu rechnen. Vermutlich sei der Saharastaub aber nicht ganz so stark ausgeprägt wie beim letzten Mal, heißt es seitens des Wetterdienstes.

Ansturm, wenn der Regen nachlässt

Das glaubt auch Ralph Lindauer, Inhaber von Pro-Wash in Schorndorf. Nachdem der Saharastaub vor zwei Wochen das Land und die Autos rot gepudert hatte, hatte er in seiner Waschanlage über zehn Tage einen enormen Ansturm zu verzeichnen. „Es war ein Glück für die Waschanlagen“, sagt er lachend: „Es hat kaum geregnet.“ Das ist dieses Mal anders. Dem Saharastaub folgt der Regen auf den Fuß. Lindauer rechnet deshalb nicht sofort mit einem Ansturm, sondern erst, wenn der Niederschlag nachlässt. Außer Saharastaub werden uns in den nächsten Tagen auch verstärkt Pollen um die Nase wehen. Mit Folgen für den Autolack: „Wenn Staub und Pollen zusammenkommen, gibt es einen Film, der auf dem Autolack besonders stark haftet.“ Wer Wert auf ein sauberes Auto legt, sollte schnell sein: „Die ersten Tage geht der Schmutz noch gut weg, aber je länger der Film drauf ist, desto schwerer wird das“, sagt der Experte. Egal, ob die Autofahrer ihren Wagen zu Hause waschen oder in die Waschanlage fahren: Der klebrige Film muss runter. Abspritzen mit dem Gartenschlauch (oder auch mit der Gießkanne) und dann den Staub gründlich runterwaschen sei unabdingbar. In der Waschanlage muss eine Vorwäsche gewählt werden und zu Hause das Auto notfalls auch zweimal gewaschen werden, um den gesamten rot-braunen Film aus den Ritzen zu bekommen. Wer regelmäßig in die Waschanlage fährt, hat laut Lindauer jetzt gute Karten: „Durch die Wachse ist die Oberfläche gut geschützt.“ Der Schmutz könne auf der glatteren Oberfläche nicht so gut haften.

So extrem war’s nur einmal in 20 Jahren

Der letzte Saharastaub-Sturm hat den Betreibern eine Menge Arbeit in die Waschstraßen geweht. Selbst Autobesitzer, die sonst das ganze Jahr problemlos mit ihren dreckigen Autos unterwegs sind, störten sich offenbar an den rot gepuderten Wagen. „Seit fast 20 Jahren bin ich in der Branche“, sagt Ralph Lindauer, der früher bei Auto Lorinser in Waiblingen gearbeitet hat. Aber so extrem wie vor zwei Wochen sei der Ansturm auf die Waschstraßen noch nie gewesen.

Eine feine rote Schicht auf Terrassenmöbeln, auf Fenstersimsen, Mülleimern und Autos: Das waren die Spuren, die der Saharastaub vor zwei Wochen hinterlassen hat. Nun ist erneut eine Staubwelle im Anzug: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist mit dem Wetterphänomen auch an diesem Mittwoch in Baden-Württemberg zu rechnen. Vermutlich sei der Saharastaub aber nicht ganz so stark ausgeprägt wie beim letzten Mal, heißt es seitens des Wetterdienstes.

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Ansturm, wenn der Regen

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