Schorndorf

Wie Spargel und Erdbeeren zum Gaumenschmaus werden können: Auf dem Schorndorfer Wochenmarkt gab es Antworten

Erdbeerspargelmarkt
Wie der Spargel ist auch die Erdbeere ein Schlankmacher. © Gaby Schneider

„Es gibt kein besseres Gericht im Juni als Spargel-Erdbeer-Salat“, sagt Margarethe Krekelst. Die Urbacherin hat’s in der Zeitung gelesen: Der Wochenmarkt am Samstag sollte ein besonderes Motto haben – „Spargel und Erdbeeren“ eben. Beides ist untrennbar mit dem Frühling verbunden. Aus diesem Grund hatte die Stadt Schorndorf den Wochenmarkt unter diesen Titel gestellt. Neben dem Beginn der regionalen Erdbeerernte, auf den schon sehnsüchtig gewartet wurde, stand auch das perfekte Spargelmenü im Mittelpunkt, das in verschiedensten Varianten zubereitet und serviert werden kann.

Sie gelten schlichtweg als ein Traumpaar: Die fruchtig-süße Erdbeere und der knackige Spargel sind die absoluten Frühlingshighlights. Die „Königin der Beerenfrüchte“ gemeinsam mit dem, laut Goethe, „König aller Gemüse“, bilden einen köstlichen Zweiklang, der im Mai und Juni zu den kulinarischen Höhepunkten auf dem Teller gehört. Es gibt ihn in Grün, Weiß oder im Miniformat: Der Spargel ist längst auf dem Schorndorfer Wochenmarkt angekommen. Und einige Standbetreiber haben sogar Tipps, warum die Erdbeere sehr gut dazu passt, welche Soße dazu empfehlenswert ist und welcher Wein den Genuss verfeinert.

Grüner Spargel liegt im Trend

Weißer Spargel sei ein Dauerbrenner, heißt es da an einem Stand, aber der grüne Spargel hole auf und liege aktuell voll im Trend. Ein Newcomer ist der grüne Spargel eigentlich nicht, denn genau genommen ist der grüne sogar älter als der weiße Spargel. Dieser wurde erst später gezüchtet. Er ist weiß, weil er vor Sonnenlicht geschützt wächst. Doch was unterscheidet die beiden Sorten, abgesehen von der Farbe? „Der grüne Spargel schmeckt etwas herzhafter. Das liegt daran, dass grüner Spargel Sonne tanken kann und auch muss, um überhaupt grün werden zu können“, so eine Erklärung. Es gibt aber noch eine weitere, die vielen Kunden entgegenkommt.

„Ich kaufe sehr gerne grünen Spargel“, so Heike Gleim aus Schorndorf und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Den muss ich nicht schälen.“ Aber auch das wäre an diesem Samstag kein Grund gewesen, nicht auf den weißen Spargel zurückzugreifen, denn als Zugabe zum Motto hatte das Citymarketing eine Spargelschälmaschine besorgt, die von den Schorndorfer Landfrauen betreut und bedient wurde. In wenigen Minuten wurde da der gekaufte Spargel von der Schale befreit. „Wir sind von der Stadt angefragt worden, ob wir das übernehmen“, sagt das Team um Rita Rost. Eine besondere Technik oder Erfahrung seien dafür nicht erforderlich, lachen alle der anwesenden Damen: „Einfach den Spargel reinlegen und auf den grünen Knopf drücken und schon geht es los.“ Und wer dann noch die Schalen des Spargels für eine gute Suppe haben möchte, darf diese auf Wunsch auch noch mitnehmen.

Ob zusammen oder nacheinander in einem Menü, gedünstet, gebraten oder mariniert, süß oder herzhaft: Spargel und Erdbeeren sind in Kombination vorzüglich. Das einzigartige, fruchtige Aroma der Erdbeere unterstreicht den typischen, milden bis kräftigen Geschmack des Spargels – und umgekehrt.

Als Beilage eignen sich Schinken, Kartoffeln oder auch Fleisch

An den verschiedensten Marktständen finden sich an diesem Tag auch besondere Angebote dazu. An den Imbissständen sind beispielsweise spezielle To-go-Angebote zu finden, wie gebratene Nudeln mit Spargel am Frühlingsrollenstand am Mittleren Marktplatz oder Joghurt mit frischen Erdbeeren am Oberen Marktplatz.

„Ich esse am liebsten den weißen Spargel – nur mit etwas zerlassener Butter und Kartoffeln dazu, wahlweise auch mit einer Scheibe gekochten Schinken“, schwärmt Edgar Lobel aus Schorndorf. Der 73-Jährige schwört auf die Kochkünste seiner Frau, aber wenn es um den Spargel gehe, habe er „den Kochlöffel in der Hand“. Es gibt natürlich noch andere Möglichkeiten: Für eine klassische und deftige Zubereitung eignen sich Kartoffeln, Fleisch oder auch Käse zum Überbacken.

Für die etwas leichteren Variationen gehört Spargel in den Salat oder in die Suppe. Auch der Eier bedarf es für die meisten Gerichte, denn in der Regel dürfen eine selbst gemachte Sauce Hollandaise oder Kräuterflädle nicht fehlen. „Ich kaufe heute nur für das Mittagessen ein – Spargel in verschiedenen Variationen“, sagt Marianne Tietz aus Plüderhausen. Ergänzend bräuchte sie noch Brot und ein „bisschen Deko“ – aber das sei ja alles auf dem Wochenmarkt zu finden und sie müsse nicht extra in den Supermarkt.

Die deftige Zubereitung kommt bei Reiner Grint und seiner Familie an diesem Wochenende nicht auf den Tisch: „Wir mögen es lieber fruchtig, deshalb gibt es Erdbeeren dazu.“ Erdbeeren bestehen zu fast 90 Prozent aus Wasser, die restlichen zehn Prozent sind für das fantastische Geschmackserlebnis verantwortlich: Je sonnengereifter die Früchte sind, desto höher ihr Gehalt an Aromastoffen, Fruchtsäuren und -zucker – und umso intensiver ist ihr Geschmack. Die Aufteilung bei Familie Grint steht schon vorab fest: „Wir kaufen nur ein bisschen Spargel und mehr Erdbeeren – die Kinder mögen keinen Spargel, zumindest noch nicht. Deshalb gibt’s für uns Eltern den Erdbeer-Spargel-Salat mit Rucola und für die Kinder machen wir selbstgemachtes Erdbeereis.“

Ein Tipp zum Schluss

Na, liebe Leserinnen und Leser, ist Ihnen jetzt nicht auch das Wasser im Mund zusammengelaufen?! Noch ein Tipp zum Schluss: Beide Spargel-Sorten sollten unterschiedlich gelagert werden: Weißer Spargel wird am besten in einem Geschirrtuch im Kühlschrank aufbewahrt. Grüner Spargel hält sich mit den Enden in kaltem Wasser stehend am besten. Mit der richtigen Lagerung bleiben beide Sorten etwa vier Tage frisch.

„Es gibt kein besseres Gericht im Juni als Spargel-Erdbeer-Salat“, sagt Margarethe Krekelst. Die Urbacherin hat’s in der Zeitung gelesen: Der Wochenmarkt am Samstag sollte ein besonderes Motto haben – „Spargel und Erdbeeren“ eben. Beides ist untrennbar mit dem Frühling verbunden. Aus diesem Grund hatte die Stadt Schorndorf den Wochenmarkt unter diesen Titel gestellt. Neben dem Beginn der regionalen Erdbeerernte, auf den schon sehnsüchtig gewartet wurde, stand auch das perfekte Spargelmenü im

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