Schorndorf

Wurden 13 Hühner Opfer von Brandstiftung?

Wurden Hühner Opfer von Brandstiftung?_0
Die Remshaldener Feuerwehr bei den Löscharbeiten an der Gartenhütte am Schönbühl: Sie brannte trotz des Einsatzes komplett nieder. © SDMG / Kohls

Remshalden.
13 Hühner sind in der Nacht von Montag auf Dienstag auf einem Gartengrundstück am Schönbühl im Gewann Föhrenbacher Rain oberhalb des Remshaldener Ortsteils Geradstetten Opfer eines Brandes geworden. Ein Zeuge hatte gegen 23.45 Uhr Alarm geschlagen und das Feuer in einer Hütte gemeldet. Die Remshaldener Feuerwehr rückte mit 32 Einsatzkräften aus, konnte aber nicht verhindern, dass die Hütte vollständig abbrannte. Außerdem wurden angrenzende Geflügelställe in Mitleidenschaft gezogen. Nur fünf der insgesamt 18 Hühner überlebten. Der geschätzte Sachschaden liegt laut Polizei bei rund 15 000 Euro.

„Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es Brandstiftung war“

In der Nacht war auch die Polizei mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber im Einsatz, um einen möglichen Brandstifter zu fassen. Sie wurden jedoch nicht fündig. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es Brandstiftung war“, sagt Polizeisprecher Holger Bienert zum derzeitigen Stand der Ermittlungen. Konkrete Hinweise darauf gab es am Dienstag jedoch noch nicht.

Als „auffällig“ bezeichnet es Holger Bienert, dass es in der gleichen Gegend schon am 3. November gebrannt hat. Auch dort ging eine Hütte in Flammen auf und wurde vollständig zerstört. Bei diesem Brand sei man bisher tendenziell eher von einer technischen Ursache ausgegangen, so der Polizeisprecher, da in der Hütte Geräte abgestellt gewesen seien.

Keine einfachen Ermittlungen

Gegen eine Brandstiftung habe gesprochen, dass das Feuer am helllichten Samstagnachmittag um 16 Uhr herum ausgebrochen sei. Ein Nachbar entdeckte den Brand, hatte aber zuvor keine verdächtigen Beobachtungen gemacht.

Jetzt erscheine der Vorfall durch den zweiten Brand in der gleichen Gegend „in einem neuen Licht“, sagt Holger Bienert, auch hier müsse man wieder stärker die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass jemand das Feuer gelegt hat und sehen, ob man einen Tatzusammenhang herstellen könne.

In beiden Fällen seien die Ermittlungen nicht einfach, weil die Hütten komplett abgebrannt seien. „Da ist kaum noch etwas übrig, das macht die Ursachenermittlung schwierig."