Schorndorf

Yoga-Studio "Ananda" in Schorndorf: Von Wellness bis Yoga nach Krebs

Yoga Ananda Schorndorf
Von links Birgit Hutt, Lisa Huttelmaier und Stefanie Jehle in ihrem neu eröffneten Yoga-Studio in der Damaschkestraße. © Gabriel Habermann

Ein eigenes Yoga-Studio: Davon hat Birgit Hutt schon lange geträumt. Aber wer ist so verrückt, dass er diesen Traum ausgerechnet in einer Pandemie realisiert, hat sie sich immer wieder gefragt. Bis sie es schließlich einfach getan hat, trotz Abstandsgeboten und Corona-Einlassregeln. Anfang des Jahres eröffnete die Erzieherin und Yoga-Lehrerin das „Ananda Studio“ in der Damaschkestraße. Dort bietet sie zusammen mit den Yoga-Lehrerinnen Lisa Huttelmaier und Stefanie Jehle eine große Bandbreite an Yoga-Kursen an: vom klassischen Yoga über Aroma-Yoga und Yoga für Männer bis zum Wellness- und Gesundheitstraining. Ein besonderes Angebot ist Yoga nach Krebs.

Das Zusammenfinden war ihrer Meinung nach Fügung

Auf die Vielfalt ihres Angebots sind die drei Yoga-Lehrerinnen stolz. Ohnehin, glaubt Birgit Hutt, dass ihr Zusammenfinden Fügung war: „Die Dinge entwickeln sich, wie sie sollen“, ist die 43-Jährige überzeugt. Lisa Huttelmaier (52), die nicht nur Yoga gibt, sondern als Läuferin ursprünglich in erster Linie als Fitness- und Personal Trainerin unterwegs war, kannte sie zunächst als Mutter aus dem Kindergarten. Später kam Stefanie Jehle dazu, die Hatha-Yoga lehrt und eine Fortbildung zum Thema Yoga nach Krebs gemacht hatte. Im Nachhinein wirkt auch der Eröffnungstermin ihres Studios im Januar gar nicht mehr deplatziert, sondern gut gewählt: In der Pandemie hätten viele zur Bewegung und zum Sport gefunden, meint Lisa Huttelmaier. Und: „Wir bekommen von unseren Teilnehmern die Rückmeldung: Es ist der richtige Zeitpunkt.“

Alle drei Frauen arbeiten noch in anderen Berufen

Auch wenn alle drei Frauen noch in anderen Berufen tätig sind – Birgit Hutt an zwei Tagen als Erzieherin, Lisa Huttelmaier halbtags in einem Büro und Stefanie Jehle zu 40 Prozent als beratende Ingenieurin –, haben sie einen Kursplan mit täglichen Angeboten aufgestellt. Die meisten Kurse finden ab 17.30 Uhr statt, was sicherlich auch dem Interesse vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer entspricht. Dazu kommen Veranstaltungen außerhalb des Kursplans wie ein Aromatag mit Massagen mit ätherischen Ölen oder Yoga am Silvestermorgen, wo es um das Thema Loslassen ging. Ein Special zum Thema Herzöffnung hat Birgit Hutt am Tag vor Weihnachten angeboten.

Yoga nach Krebs: Besonders sanft 

Noch finden nicht alle Kurse im Kursraum in der Damaschkestraße statt. Den Kurs Yoga nach Krebs bietet Stefanie Jehle, die selbst an Brustkrebs erkrankt war, derzeit nur online an. Die Yogastunden für Krebspatientinnen seien besonders sanft, erklärt die 53-Jährige. Vor allem auch aufgrund der Meditationen würden die Selbstheilungskräfte angesprochen. Dass Yoga Krebspatienten helfen kann, bestätigt übrigens unter anderem auch ein Artikel, der in der Ärzte-Zeitung erschienen ist. Danach profitieren sowohl während der Therapie als auch danach Patienten von regelmäßigen Yogastunden. In verschiedenen Studien habe sich gezeigt, dass Vitalität und Lebensqualität steigen und Stress vermindert wird. Nachteile gebe es keine.

Nur wenige Wochen nach der Eröffnung des Yoga-Studios sind die Kurse gut nachgefragt. Diese dauern 75 Minuten, aktuell finden sie mit maximal zehn Teilnehmern statt, nach der Pandemie mit zwölf. Wer mitmachen will, meldet sich für einen Block an – das sind acht bis zehn Einheiten.

Vom Yoga-Unterricht profitiert sie auch selbst

Ob sie einmal Vollzeit in das Yoga-Studio einsteigen werden? „Das ist wohl nicht realistisch“, meint Birgit Hutt. Ihre Arbeit an zwei Tagen in der Woche als Erzieherin in einer Inklusionseinrichtung macht ihr Spaß. Auf der anderen Seite profitiert sie aber auch von ihrem Yoga-Unterricht: „Das trägt bei mir Früchte und erfüllt mich auch selbst.“ Insofern sind die schlaflosen Nächte und die Zweifel, die sie hatte, ob sie ihren Wunschtraum je realisieren kann, wohl längst Geschichte. Auch weil sie, wie sie sagt, tolle Vermieter habe: „Die finden gut, was ich mache, und unterstützen mich, wenn irgendwas ist.“

Ein eigenes Yoga-Studio: Davon hat Birgit Hutt schon lange geträumt. Aber wer ist so verrückt, dass er diesen Traum ausgerechnet in einer Pandemie realisiert, hat sie sich immer wieder gefragt. Bis sie es schließlich einfach getan hat, trotz Abstandsgeboten und Corona-Einlassregeln. Anfang des Jahres eröffnete die Erzieherin und Yoga-Lehrerin das „Ananda Studio“ in der Damaschkestraße. Dort bietet sie zusammen mit den Yoga-Lehrerinnen Lisa Huttelmaier und Stefanie Jehle eine große Bandbreite

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