Schorndorf

Zeltverleiher verunglückt: SchoWo 2022 stand kurzzeitig auf der Kippe

SABB   Schulamtsband Backnang
Erinnerung an die SchoWo 2018: Auftritt der Schulamtsband Backnang auf dem Archivplatz. © Gabriel Habermann

Ein halbes Jahr weniger Vorbereitungszeit nach zwei Jahren Corona-Zwangspause, der Wechsel an der Spitze der Feuerwehr und im Rathaus – und dann kam vergangene Woche noch ein Beschleuniger für die Achterbahnfahrt dazu, die Jürgen Dobler als Sprecher der Vereinsgemeinschaft (VG) Schorndorfer Vereine im Vorfeld der SchoWo sowieso immer erlebt: Der Zeltverleiher aus Schwäbisch Gmünd ist mit seinem XXL-Manitou-Gabelstapler verunglückt. „Seine Frau“, berichtet Jürgen Dobler, „hat alle Aufträge storniert.“ Und das in einer Zeit, in der ein Fest aufs andere folgt und Zelte heiß begehrte Mangelware sind. Nachdem die SchoWo-Macher dann von Alternativ-Zeltverleihern auch noch eine Absage nach der anderen kassiert haben, ist Dobler in seiner Not zu Oberbürgermeister Bernd Hornikel gegangen und hat ihn vorgewarnt: „Ohne Zelte keine SchoWo.“

Nervenkitzel pur: Wer kann Vier-auf-vier-Meter-Stände liefern?

Insgesamt sieben Stationen hätten vom Gmünder Zeltverleiher beliefert werden sollen: das Ama-Deli, der TSV Miedelsbach, die SG, der Info-Stand auf dem Oberen Marktplatz, das Lindhälder-Stüble, die Remstalkellerei an der Stadtkirche und das Courage auf dem Archivplatz. Nervenkitzel pur also. Ende der Woche ist es der VG dann endlich gelungen, in Göppingen einen Zeltverleiher zu finden, der liefern kann: Paul Lambert, eigentlich spezialisiert auf Marktschirme, hat die für die SchoWo benötigten Vier-auf-Vier-Meter-Zelte auf Lager (nur die SG braucht keine, die Sportler haben eine eigene Quelle aufgetan). Die notwendigen Zeltböden baut Oliver Schönek, eigentlich auf der SchoWo für Licht und Sound zuständig, aus Bühnenpodesten. Und die Bodenabdeckungen steuert Linda Brandl vom Lindhälder-Stüble bei.

Mit vereinten Kräften kann es jetzt also tatsächlich losgehen: Am Dienstag, 12. Juli, kommen nach dem Wochenmarkt die Container, die Stromkästen und die meisten Zelte. Außerdem geht’s mit dem Aufbau der Marktplatz-Bühne und des Dimido-Karussells los. Am Dienstagabend kommen die ersten Kühlwagen – und am Mittwochnachmittag fangen die Vereine mit dem Aufbau der Stände an, damit die SchoWo am Freitag, Punkt 18 Uhr, eröffnet werden kann.

Und auch wenn die 52. SchoWo natürlich an Altbewährtes anknüpft, es gibt auch einige Neuerungen. Die erste Änderung betrifft den Bierpreis: Erst im Januar wurde der Preis von 3,80 Euro – so viel kostete die Halbe im Jubiläumsjahr 2019 – auf vier Euro erhöht. Wegen des Ukraine-Kriegs, höheren Getreide- und Energiekosten folgte im Juni die zweite Erhöhung auf 4,20 Euro.

Bier und SchoWo-Bähnle: Preise erhöht

Um jeweils 50 Cent teurer werden auch die Fahrten mit dem SchoWo-Bähnle: Kinder zahlen in diesem Jahr für die Zehn-Minuten-Fahrt zwei Euro, Erwachsene 2,50 Euro. Die große Rundfahrt kostet für alle 3,50 Euro. Auf dem Unteren Marktplatz ist aber nicht nur Start- und Endpunkt der Bähnle-Fahrten. Dort wird es rund um die Bobbycar-Bahn auch einen Mini-Fun-Park geben mit schwimmenden Fun-Balls zum Reinklettern, Bungee-Trampolin, Kick-Box-Automat, Entenrennen und Süßigkeitenstand. Parkplätze wird es – wie im Gartenschaujahr 2019 – hinter dem Rathaus keine geben. Auch die Schiffschaukel vor der Stadtkirche ist passé: Stattdessen gibt es am Mondscheinbrunnen erstmals ein kleines, historisches Kinderkarussell. Premiere bei der SchoWo feiert auch das Galli-Theater aus Backnang: am Sonntag um 13 und 14 Uhr beim Hobby-Kunst-Markt in der Künkelinhalle und um 16 Uhr im Schlosshof.

Weil zur SchoWo besonders heiße Temperaturen erwartet werden, haben sich die SchoWo-Macher außerdem etwas Cooles einfallen lassen: Auf dem Oberen Marktplatz wird oberhalb des Marktbrunnens eine Erfrischungs-Station aufgebaut, die einen feinen Wassernebel versprüht. Wer Abkühlung braucht, kann durch diesen feinen Wassernebel spazieren und sich erfrischen. Weitere Stationen sind am Archivplatz und am Ochsenberg vorgesehen.

Die SchoWo 2022 hat auch zwei neue Bands zu bieten: die Partyband „Friendly Elf“ am Samstagabend auf der Archivplatz-Bühne und „The Blackbyrds“ mit Garagenrock auf der Marktplatzbühne. Außerdem gibt es was für Klassikfans: am Freitagabend, 20 Uhr, beim Jubiläumskonzert der Jugendmusikschule in der Künkelinhalle und beim SchoWo-Abschiedskonzert von Hannelore Hinderer am Sonntag, 11.15 bis 12.15 Uhr, in der Stadtkirche.

Erstmals auf dem Stadtfest zu haben ist auch der SchoWo-Wein, den es in den vergangenen Wochen zur Einstimmung auf dem Wochenmarkt zu kaufen gab: bei „Steve’s“ und bei der Stadtkapelle – zum Vor-Ort-Genuss oder zum Mitnehmen.

Neu sind auch die schwarzen Welcome-Back-T-Shirts, mit denen sich das 16-köpfige Orga-Team der VG auf der SchoWo präsentieren wird: Gesponsert hat das neue Outfit die Volksbank Stuttgart, die die SchoWo obendrein mit einem vierstelligen Euro-Betrag unterstützt. Und da es mehr T-Shirts als Orga-Team-Mitglieder gibt, wird der Rest verlost. Wer also für den SchoWo-Besuch ein solches T-Shirt haben möchte, kann eine E-Mail an info@schowo.de schreiben und begründen, warum.

Ein halbes Jahr weniger Vorbereitungszeit nach zwei Jahren Corona-Zwangspause, der Wechsel an der Spitze der Feuerwehr und im Rathaus – und dann kam vergangene Woche noch ein Beschleuniger für die Achterbahnfahrt dazu, die Jürgen Dobler als Sprecher der Vereinsgemeinschaft (VG) Schorndorfer Vereine im Vorfeld der SchoWo sowieso immer erlebt: Der Zeltverleiher aus Schwäbisch Gmünd ist mit seinem XXL-Manitou-Gabelstapler verunglückt. „Seine Frau“, berichtet Jürgen Dobler, „hat alle Aufträge

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