Schorndorf

Zukunft der Klinik: Keine Standortgarantie für Schorndorf

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Landkreis und Gesundheitsamt richten sich nach Vorgaben der Gesundheitsministerien und des Robert-Koch-Instituts, auch was den Sieben-Tage-Inzidenz-Grenzwert von 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner (0,05 Prozent) binnen sieben Tagen angeht. „Um auf eine zweite Welle bestmöglich vorbereitet zu sein, hat sich der Landkreis gemeinsam mit den Städten und Gemeinden auf ein Konzept verständigt, das dem bisher in der Pandemie praktizierten Prinzip der interkommunalen Zusammenarbeit folgt“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel (im Bild), während der Virologe Prof. Hendrik Streeck keine zweite Corona-Welle auf Deutschland zukommen sieht. © Habermann / ZVW

Waiblingen. Ja, er hatte ein „positives Gefühl“, wann immer er in der Schondorfer Klinik war – aber nein, er kann „keine Standortzusage“ machen, dass das Krankenhaus erhalten bleibt: Versprechungen wären beim derzeit noch vagen Wissensstand um den Sanierungsbedarf „unseriös“, sagt Landrat Richard Sigel.

Gestern Flüchtline, heute Kliniken: Landrat Sigel ist nun ein Dreiviertjahr im Amt und steht von Beginn an unter Volldampf. Im Interview mit unserer Zeitung spricht er über die Herausforderungen der Flüchtlingskrise und das brisante Thema Kliniken.

Sigel wollte „ein Medizinkonzept“ entwickeln für die Kliniken-GmbH.  Schließen wir hier eine Abteilung und bauen da eine aus? Worauf spezialisiert sich Winnenden, wo setzt Schorndorf Schwerpunkte? Aber dann veranlasste Marc Nickel, der Kliniken-Chef, „einen Stubendurchgang“ in Schorndorf. Nach grobem Augenschein vermuteten die Gutachter einen Sanierungsbedarf von bis zu 92 Millionen Euro.

Wie Kai aus der Kiste hüpften die Winnender Chefärzte mit dem Vorschlag ums Eck, das Schorndorfer Haus drastisch zu verkleinern oder zu schließen, im Gegenzug gab OB Matthias Klopfer den Nopper, den Volkstribun des Widerstands, und forderte vom Landrat eine Standortgarantie. Aufruhr!

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