Schwaikheim

Coronavirus in Schwaikheim: Bürgermeister Gerhard Häuser in Quarantäne

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Gerhard Häuser, Bürgermeister von Schwaikheim.

Bürgermeister Gerhard Häuser ist in Quarantäne. Die für den heutigen Dienstag geplante Sitzung des Technischen Ausschusses des Gemeinderates ist abgesagt.

Nach einem dienstlichen Treffen, an dem außer dem Bürgermeister noch zwei weitere Rathausmitarbeiter beteiligt waren, gelte Häuser seit Montagmorgen als Kontaktperson ersten Grades, so die Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung. Ebenso wie die beiden Mitarbeiter habe er sich damit unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben. Die Amtsgeschäfte führt er in den kommenden Tagen vom Homeoffice aus.

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Das gab es schon mal: Häuser im Austausch mit Amtsleitern über Videochat. © Dominik Thewes


Die Quarantäneanordnung endet am 12. November, ab dem 13. November wird der Verwaltungschef demnach voraussichtlich wieder im Rathaus sein. Seine Hoffnung sei, dass weitere Mitarbeiter verschont bleiben, so Häuser: „Die Gesundheit steht für uns alle natürlich an oberster Stelle.“ Das zeige sich unter anderem daran, dass die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen, die teils seit der Lockdown-Phase im Frühjahr gelten und in den vergangenen Wochen angepasst wurden, offensichtlich greifen. „Sie haben letztlich dafür gesorgt, dass drei und nicht noch mehr Mitarbeiter nun in Quarantäne sind“, betont Häuser. Auch, dass man sehr früh im Jahr - nicht nur, aber eben doch als Reaktion auf das Virus - die Digitalisierung vorangetrieben habe, zahle sich nun aus. „Damit ist gewährleistet, dass die Verwaltung im Fall der Fälle voll arbeitsfähig bleibt“, versichert der Bürgermeister.

Die abgesagte Ausschusssitzung werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Vor allem der Ausfall der Mitarbeiter des betreffenden Fachamtes lasse die Beratungsgegenstände obsolet erscheinen, heißt es zur Begründung der Absage in der Pressemitteilung weiter. Und dass die Absage nach Rücksprache mit der Rechtsaufsichtsbehörde erfolgt sei.

Ihm gehe es gesundheitlich gut, so Häuser auf Nachfrage, „aber natürlich ist das eine Situation, die man niemandem wünscht“. Auf der anderen Seite sei man mit der Situation, nämlich Homeoffice, arbeiten von zuhause aus, vertraut, weil es die schon mal gab, im Zeitraum März/April, als die Verwaltung während des Lockdowns über Wochen hinweg in Wechselschichten (eine Hälfte im Rathaus, die andere daheim) arbeitete. Die Verwaltung sei also voll funktionsfähig, betont Häuser. Und vergisst nicht anzufügen, dass er sich selbstverständlich unverzüglich habe testen lassen. Das Ergebnis stehe noch aus.

Kontaktpersonen ersten Grades

Kontaktpersonen der Kategorie I müssen für 14 Tage nach dem letzten Kontakt mit einer infinizierten Person, bei dem sie nach Einschätzung des zuständigen Gesundheitsamtes nicht ausreichend geschützt waren, in häusliche Quarantäne. Getestet werden sie frühestens drei Tage nach dem ersten Kontakt zum bestätigten Fall – ob die Personen Symptome haben oder nicht.

Wie dann weiter verfahren wird, erklärt das Land Baden-Württemberg folgendermaßen:

  • "Fällt dieser Test positiv aus, wird er an das Gesundheitsamt gemeldet und fließt in die Statistik der Covid-19-Infizierten ein."
  • "Ist der Test negativ, verbleibt die Person dennoch bis zu Tag 14 in häuslicher Quarantäne, da ein Ausbruch der Erkrankung noch bis zu diesem Tag möglich ist."