Schwaikheim

Durch die Erweiterung des Paula-Korell-Kinderhauses in Schwaikheim verringert sich der Außenspielbereich für die Kinder

paula korell kinderhaus
Auf die Fläche hinter dem Zaun kommt der Erweiterungsbau. Foto: Speiser © speiser

Das Versprechen von Tobias Gula steht: Sein Wendlinger Landschaftsarchitekturbüro versuche, die nach der Planung des Schwaikheimer Architekturbüros Schatz + Collin sehr schön werdende Erweiterung des Paula-Korell-Kinderhauses außen weiterzuführen. Allerdings bedeute die Erweiterung durch den vorgesehenen Anbau, um mit diesem künftig deutlich mehr Kinder dort betreuen zu können, nun mal, dass auf dem Grundstück für die Außenanlagen weniger Platz zur Verfügung steht als bislang. „Wir wollen diesen Verlust zumindest ein Stück weit kompensieren“, so Gula. Unabhängig davon liege im Bestand ohnehin einiges im Argen, es gebe also viel zu tun, auch was die Spielgeräte angeht.

Die Erweiterung bedeutet auch, dass Bäume fallen mussten, weil der Bau dafür an ihre Stelle kommt. Gula betonte dazu, dass alle anderen großen Bäume erhalten blieben, auch weil sie wichtigen Schatten spenden. Außerdem würden neue Sträucher gepflanzt, die eine tunnelartige Wegführung ergeben sollen. Allerdings könne auch der bisherige Eingang nicht beibehalten werden. Die Planung sieht eine Verlegung sozusagen entlang der Rosenstraße, Richtung Eingang der gegenüberliegenden Gemeindehalle vor.

Geplant ist künftig eine stärkere Gliederung des Außenbereichs in altersspezifische Bereiche. Im rückwärtigen, nordwestlichen Teil hinter dem Erweiterungsbau soll es einen Bereich für die U-3-Kinder geben. Dort ist ein Spielhügel mit Rutsche, ein Sandkasten mit Spielschiff und Sonnenschutz sowie ein Spielhäuschen vorgesehen. „Die Krippenkinder bekommen also, wenn man so will, ihr eigenes Reservat“, erläuterte Tobias Gula.

U-3-Kinder und Ü-3-Kinder haben jeweils eigenen Bereich

Gegenüber, im südöstlichen Bereich, sind für die Ü-3-Kinder zwei große Bereiche geplant, durch die ein Wasserlauf führen soll. Im einen soll die Unterlage Sand sein, dort ist ein großes Klettergerüst vorgesehen. Im Bereich mit Holzschnitzeln als Unterlage bleiben das bisherige Klettergerät, die Schaukel, das Spielhäuschen erhalten und werden durch eine „Sandküche“ ergänzt. Oberhalb, zum Bestandsgebäude hin, ist ein Gruppenraum im Freien vorgesehen. Gegenüber dem Sandbereich, jenseits des Weges, direkt angrenzend an den Erweiterungsbau, ist ein weiterer Spielbereich, mit Rieselbelag (kleine Steinchen als Fallschutz), Rutschen und einer Doppelschaukel vorgesehen.

Parcours zum Balancieren und Gemüsegarten

Gula betonte zu den Spielgeräten, dass man von den bisherigen möglichst viele belasse, soweit es eben gehe. Eine weitere Spielfläche ist direkt am Bestandsgebäude, zwischen diesem und dem Gruppenraum im Freien geplant. Dort soll es einen Parcours mit einem Spielgerät zum Balancieren und ebenfalls ein Spielhäuschen geben. Nördlich des Bestandsgebäudes ist ein Gemüsegarten vorgesehen.

 Den Clou der Planung sieht Gula in einer Art „Marktplatz“, in der Aussparung des künftig U-förmigen Gebäudes. In dessen Mitte soll es einen weiteren Sandplatz und ein Baumquartier geben. Das Konzept für die Gestaltung und Ausstattung des Außengeländes lasse viel Kreativität und auch Flexibilität zu, so der Planer. Gula verwies zudem auf die neue, geschwungene Wegeführung und darauf, dass das Gefälle/die Steigung zwischen Gebäude und (neuem) Eingang sich nicht verändern, erhöhen werde.

Deutlich teurer als ursprünglich angenommen

Allerdings wird das Ganze teurer, als es die ursprüngliche Kostenschätzung vom August vergangenen Jahres in Höhe von knapp 250 000 Euro vorsah. Gula geht mittlerweile von fast 340 00 Euro aus (was rund 70 000 Euro Planungskosten, zusätzlich, bedeutet). Er verweist angesichts der Differenz von rund 90 000 Euro darauf, dass es damals noch keine Planung gab, die Schätzung seinerzeit also nur auf Erfahrungswerten zu Quadratmeterpreisen für solche Anlagen beruhte.

Mittlerweile sei man viel weiter, lägen Details vor, seien Mehrkosten unter anderem vorgezogenen Tiefbauarbeiten, einem separaten Zugang für die Feuerwehr, der Verlegung des Haupteingangs geschuldet, und eben auch der Verteuerung der Baupreise, was bis zum geplanten Baubeginn im nächsten Jahr immerhin vier Prozent und damit alleine bereits rund 10 000 Euro ausmache, so Gula.

Einsparpotenzial bei Belagsflächen, Spielgeräten und neuen Bäumen

Einsparpotenzial sieht er bei den Belagsflächen. Bislang ist vorgesehen, alle zu erneuern, zwingend notwendig sei das aber nicht, räumte der Planer ein. Weitere Optionen weniger Geld auszugeben, könnten auch weniger Spielgeräte und weniger Neuanpflanzungen bei den Bäumen sein, konkret statt der bislang vorgesehenen drei nur einer. Alles in allem würde das knapp 30  000 Euro weniger ausmachen.

Lob für die Planung gab es bei deren Vorstellung in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von Alexander Bauer, SPD-Fraktionssprecher. Es sei ja der Wunsch gewesen, vom alten Baumbestand so viel wie möglich zu erhalten, das sei nun auch so vorgesehen. Das Gefälle vom (neuen) Eingang zum Gebäude sei mit etwas über sechs Prozent zwar nur „fast“ barrierefrei, aber er sehe ein, dass es nicht anders gehe, durch die Verlegung des Eingangs es nicht anders zu machen sei, selbst wenn der Weg wie vorgesehen möglichst langgezogen sein werde.

Abgestimmt mit Kita-Leitung und Elternvertreter werden einbezogen

Der Garten werde insgesamt aufgewertet, vor allem durch die geschwungenen Wege eine besondere Atmosphäre erhalten, versicherte Gula, ebenso, dass die Planung mit der Leitung des Kinderhauses und den Hochbauarchitekten abgestimmt sei. Der Gemeinderat hat der Entwurfsplanung zugestimmt. Diese wird nun Vertretern des Gesamtelternbeirats vorgestellt und, ebenfalls in Abstimmung, weiter detailliert.

Die Ausführungsplanung soll nach der Sommerpause vom Gemeinderat beraten und beschlossen werden. Die Herstellung der Außenanlagen ist im Zeitraum Frühjahr bis Sommer 2021 geplant.

Das Versprechen von Tobias Gula steht: Sein Wendlinger Landschaftsarchitekturbüro versuche, die nach der Planung des Schwaikheimer Architekturbüros Schatz + Collin sehr schön werdende Erweiterung des Paula-Korell-Kinderhauses außen weiterzuführen. Allerdings bedeute die Erweiterung durch den vorgesehenen Anbau, um mit diesem künftig deutlich mehr Kinder dort betreuen zu können, nun mal, dass auf dem Grundstück für die Außenanlagen weniger Platz zur Verfügung steht als bislang. „Wir wollen

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