Schwaikheim

Feuerwehr und DRK proben Ernstfall

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© Ralph Steinemann Pressefoto

Schwaikheim. Zahlreiche Schwaikheimerinnen und Schwaikheimer nutzen am Samstagnachmittag die Gelegenheit, bei der Hauptübung ihrer Feuerwehr über die Schulter zu schauen.

Das Szenarium kann man sich schwerlich dramatischer vorstellen, das Jugendfeuerwehrwart Jan Mutschler den Zuschauerinnen und Zuschauern präsentiert: Im Heizraum der Eichendorffschule hat es eine Verpuffung gegeben und es bricht ein Feuer aus. Durch die Heizraumtür und ein gekipptes Fenster an der Rückseite dringt Rauch und breitet sich aus, wodurch weder das Treppenhaus in der Schule noch das Stahlrohrtreppenhaus im linken Gebäudeteil benutzt werden können. Sowohl im ersten wie auch im zweiten Stock sind Kinder eingeschlossen, einige von ihnen verletzt. Sie stehen an den offenen Fenstern, winken, rufen ängstlich um Hilfe.

Die Übung selbst läuft ab wie ein Uhrwerk. Vorneweg rückt der Einsatzleitwagen in der Schulstraße an, in dem sich auch drei Feuerwehrkameraden aus Leutenbach befinden, die der gemeinsamen Schwaikheim-Leutenbacher Führungsgruppe angehören. Die Insassen verschaffen sich einen Eindruck von der Situation und weisen die nachfolgenden Fahrzeuge ein, die eins nach dem andern in der Schulstraße auffahren, voran das Löschgruppenfahrzeug 16/12, dessen Wassertrupp über den Haupteingang ins verrauchte Treppenhaus vorstößt. Die Schulkinder sind weiterhin in den Klassenzimmern; diese sind rauchfrei und somit sicher.

Kooperation geübt: Drehleiter rückt aus Winnenden an

Aus Winnenden ist inzwischen die Drehleiter eingetroffen. Mit ihr werden die Kinder aus dem zweiten Stock gerettet, die im ersten über eine Anlehnleiter. Feuerwehrangehörige bringen sie direkt zu den Helfern vom Roten Kreuz, die sich um die Verletzungen kümmern.

Währenddessen wird das Feuer im Heizraum gelöscht, aus dem Zipfelbach Wasser herangepumpt und mit einer sogenannten „Riegelstellung“, also einer Wasserwand, verhindert, dass sich die Flammen ausbreiten und womöglich auf weitere Gebäude übergreifen.

Zusammenarbeit funktioniert

Die Schulstraße ist mittlerweile gefüllt von Zuschauern und zugestellt mit den Einsatzfahrzeugen. Sowohl der Schwaikheimer Kommandant Stefan Rauleder wie auch die stellvertretende DRK-Bereitschaftsführerin Tania Burgemeister und der Winnender Stadtbrandmeister Kai Feess strahlen. Die Zusammenarbeit der Organisationen klappe hervorragend, man verstehe sich untereinander, weil man sich kenne und sich aufeinander verlassen könne, so beider Fazit. Es funktioniere sowohl bei der Führung wie auch im Einsatz, bei dem sich die Schwaikheimer Feuerwehrleute selbstverständlich dem Winnender Drehleiterfahrer anvertrauen, ergänzt Rauleder. Genau so, stimmte Bürgermeister Gerhard Häuser zu, habe er die Übung auch gesehen. Er gehe davon aus, dass Feuerwehr und Rotes Kreuz noch enger zusammenrücken, wenn sie erst gemeinsam in das neue Gerätehaus eingezogen sind. Kommandant Rauleder schätzt, dass dies die letzte Hauptübung war, die aus dem Gerätehaus in der Bismarckstraße gefahren wurde. Bei der nächsten werde man aus dem neuen Quartier ausrücken.

Zuschauer dürfen ein Strahlrohr halten und Fahrzeuge anschauen

Und während Jan Mutschler dazu einlädt, sich die Feuerwehrfahrzeuge anzuschauen und erklären zu lassen, gern auch mal auszuprobieren, wie sich ein Strahlrohr anfühlt, strahlten noch immer die Augen der Kinder aus den Reihen des Jugendrotkreuzes, die bei der Übung die verletzten Schulkinder spielten. Das war schon etwas Besonderes, sie sind sich einig, sich von der Feuerwehr retten zu lassen, und das auch noch aus luftiger Höhe mit der Drehleiter.

Schwaikheim. Zahlreiche Schwaikheimerinnen und Schwaikheimer nutzen am Samstagnachmittag die Gelegenheit, bei der Hauptübung ihrer Feuerwehr über die Schulter zu schauen.

Das Szenarium kann man sich schwerlich dramatischer vorstellen, das Jugendfeuerwehrwart Jan Mutschler den Zuschauerinnen und Zuschauern präsentiert: Im Heizraum der Eichendorffschule hat es eine Verpuffung gegeben und es bricht ein Feuer aus. Durch die Heizraumtür und ein

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